Vitaminpillen bremsen Ihren Sporterfolg
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Sportmedizin
vom 19. April 2010, 05:00 Uhr
GNL5223
Immer mehr Experten sind der Ansicht, dass viele Vitalstoffpräparate mehr schaden als nutzen. Das wird auch durch wissenschaftliche Erkenntnisse untermauert. So ist es schon seit Längerem bekannt, dass isoliert eingenommenes Vitamin C und E nicht gesünder macht. Aktuelle Studien weisen sogar darauf hin, dass die so genannten Antioxidantien ein höheres Sterblichkeitsrisiko mit sich bringen, indem sie Schutzmechanismen in den Zellen lahmlegen. Unter anderem machen die Vitamine A, E und C die positive Wirkung von Sport zunichte. Bewegung ist aber wiederum das beste Schutzmittel für ein langes und gesundes Leben. Andere Studien zeigen, dass Raucher eher Krebs bekommen, wenn sie Antioxidantien einnehmen. Man muss davon ausgehen, dass die Einnahme von Vitalstoffpräparaten unter Umständen das Leben verkürzen.
Wissenschaftler von der John-Hopkins-Universität in Baltimore haben unlängst auf einem Kongress der Amerikanischen Herz-Vereinigung (American Heart Association) verkündet, dass die Einnahme von Vitamin E das Leben in vielen Fällen eher verkürzt statt verlängert. Wer täglich eine Vitamin-E-Kapsel mit 400 Internationalen Einheiten (IU) schluckt, erhöht sein Sterblichkeitsrisiko um rund zehn Prozent. Nicht selten werden auch höhere Dosierungen eingenommen.
Ab 200 Internationalen Einheiten (IE) konnten die amerikanischen Forscher eine leichte Erhöhung des Sterblichkeitsrisikos feststellen, ab 400 IE zeigte sie sich signifikant. Die positiven Wirkungen von Vitamin E werden nicht bestritten, die Wissenschaftler raten jedoch denjenigen, die es in Pillen-Form zu sich nehmen wollen, nicht über 200 IE zu gehen. Wer sich ausgewogen ernährt, kommt auf etwa sechs bis 10 IE am Tag. Das Vitamin steckt vor allem in Pflanzenölen, Nüssen und grünem Salat. Multi-Vitamin-Kapseln enthalten zwischen 30 und 60 IE. Das Forscherteam hatte 19 Studien mit etwa 136.000 Teilnehmern ausgewertet.
Wissenschaftler aus Kopenhagen haben jetzt nachgewiesen, dass die kombinierte Einnahme bestimmter Produkte sogar das Sterberisiko erhöhen kann. Vitaminpräparate verhindern etwa Magen- und Darmkrebs nicht, sie können hingegen offenbar ebenfalls die Lebenserwartung senken. Die dänischen Forscher hatten mehr als 14 Studien an über 17.000 Teilnehmern überprüft. Sie hatten dabei vor allem die Wirkung bestimmter antioxidativ wirkenden Stoffe wie Beta-Carotin, Vitamin A, C und E sowie Selen in verschiedenen Kombinationen in Bezug auf Magen- und Darmkrebs untersucht. Bei der Hälfte der Studien schienen die Vitaminpräparate die Lebenserwartung zu verkürzen. Die Kombination von Beta-Karotin und Vitamin A oder E erhöhte das Risiko eines vorzeitigen Todes um 10 bis 30 Prozent. Lediglich bei Selen konnte eine positive Wirkung festgestellt werden.
Fazit: Vitaminpillen können es mit der Schutzwirkung der natürlichen Antioxidantien etwa aus Obst und Gemüse nicht aufnehmen. Zudem können sie Ernährungssünden nicht ausgleichen. Ihren Vitalstoffbedarf decken Sie am besten durch eine ausgewogene und frische Kost.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Fabiunke Werth (19.04. 2010 07:42 Uhr):
irgendwie bin ich durch den letzten Newsletter ganz verwirrt, wenn da steht Vitamine verkürzen das Leben, wenn sie als nahrungsmittelergänzung eingenommen werden und machen sportliche Erfolge zunichte und dann: der Vitalstoff Vitamin C 500 mg halbiert das Magenkrebsrisiko - muss ich, wenn ich sportliche Erfolge haben will, das Krebsrisoko erhöhen oder die Cholesterinwerteweil ich auf hoch dosierte Vitamine verzichten muss oder wie? Jetzt wollte ich den Kommentar abschicken und da kann ich meinen Namen nicht mal richtig einschreiben, weil er das - Zeichen nicht annimmt, wo es so viele Doppelnamen gibt.
Antworten - Kommentar von Wellnessberatung Widmer www fital info (19.04. 2010 13:05 Uhr):
Ihre Beiträge sind immer interessant. Leider geht aus diesem Newsletter nicht hervor, ob es sich um synthetische Vitamine oder natürliche Vitamine handelt, die eingenommen wurden in der Studie. Ich nehme stark an, dass es sich hier um synthetische Vitamine handelt, mit natürlichen Vitaminpräparaten gibt es andere positive Studien. Das sind entscheidende Faktoren, die Fehlen. Mfg Wellnessberatung Widmer Regina Widmer-Greub
Antworten- Antwort von Engelbert Auer (19.04. 2010 18:37 Uhr):
Lieber Herr Erb ! Als Ernährungsberater nach dem System Waerland-G.A.Ulmer Tuningen, möchte ich Sie bitten in Zukunft keine derartige Verwirrung zu stiften.Herr Ulmer weist in seinen 100 Büchern und Schriften immer wieder auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Vitaminen u.Vitalstoffen hin.Dass es sich hier um keine synhetischen Vitamine handelt ist für uns selbstverständlich. Bein Ihnen wird man nicht klug,aber verwirrt. Ich werde Ihren Beitrag zur Beurteilung an Herrn Ulmer weiterleiten.Ich hoffe Sie haben Nichts dagegen.
- Antwort von Bertram Klien (20.04. 2010 14:32 Uhr):
Sehr geehrter Herr Erb, ich schließe mich den vorigen Kommentaren an. Dieser Bericht ist sehr verwirrend, vor allem aber für Menschen, welche sich mit dem Thema Vitamine nicht täglich befassen. Sie sprechen von „isolierten“ Vitaminen, die es in der Natur in dieser Form nicht gibt. Diese von Ihnen erwähnten Studien wurden mit „isolierten“ Vitaminen durchgeführt. Isolierte Vitamine haben mit den natürlichen Vitaminen nichts zu tun. In der Natur ist auch keine Überdosierung möglich, vor der ja auch oft gewarnt wird. Viele Menschen habe durch natürliche Nahrungsergänzung gesundheitliche Erfolge, wie es die pharmazeutische Medizin nicht schafft. Diese Menschen werden durch solche Berichte verunsichert. Selbstverständlich bin ich auch ein Befürworter für Obst und Gemüse. Leider sind aber in den industrialisiert aufbereiteten Lebensmitteln heute immer weniger Vitamine und Mineralien enthalten.
- Antwort von Engelbert Auer (19.04. 2010 18:37 Uhr):
- Kommentar von Beat (20.04. 2010 11:53 Uhr):
Erwarte eigentlich, dass vor irgend einer Kritik auch Fachleute, dh orthomolekulare Ärzte dazu befragt werden um allfällige gegenargumente zu prüfen. Leider wurde das hier nicht gemacht, was mich sehr enttäuscht hat. Kurz gesagt, dass Problem liegt primär beim Vitamin E aber nur beim eingenommenen! Vitamin E kommt in verschiedenen formen vor, hingegen wird es meit in der günstigsten Form verkauft, eingenommen und dann eben studienmässig geprüft. Dies ist schlcht schädlich, aber dafür kann das komplexe Vitamin nichts dafür. Witzig ist das gerade dasobige Werbefenster: Nein zu billig Vitamin, - genau diesen Sachverhalt anspricht.! Alle Vitalstoffmischungen mit diesem künstlichen Vitamin E sind dann negativ! Ärgerlich ist auch, dass nebst des nicht erwähnen dieses Faktes zu Vitamin der positive Effekt von Selen heruntergemacht wird. Ausserdem ist die Aussage, dass die Einnahme von Antioxidantien nicht gesund ist auch ohne Vitamin E schlicht daneben! Es gibt viele Studien die genau das Gegenteil zeigen!!! Das einizige was gewisse Studien mit negativen Ausgang hinweisen, ist, das zu viel Antioxidantien negativ sind. Dies ist höschtwahsrschinlich richtig, da der oxidative zerstörende Effekt auch sein gutes hat. Das hingegen zu wenige Antioxidantien negativen Effekt haben ist mehrfach belegt! Und das der Normalo zuwenig Antioxidantien zu sich nimmt ebenso!! Das die Einnahme von antioxidantienhaltigem gemüse und Obst/Früchte, dh alte Sorten in bioqualität, besser ist ist klar, aber leider wird dies ja zu wenig gemacht, aus welchen gründen auch immer. Quintessenz: Bitte um eine seriöse Abklärung vor einer solchen Veröffentlichung
Antworten - Kommentar von Wellnessberatung Ingeborg Hennig (20.04. 2010 12:35 Uhr):
Entscheidend ist sicherlich, ob es sich um sythetisch hergestellte, isolierte Vitamine handelt!!! Eine ähnliche Studienauswertung lag in einer Apothekenumschau vor - nur man hatte unter dieser reißerischen Überschrift vergessen hinzuweisen, das es sich dabei um sythetisch hergestellte handelte. Sogar das Obst- und Gemüseessen wurde in dem Artikel in Frage gestellt !!! Nahrungsergänzungen aus natürlichen Rohstoffen - und auch da gibt es etliche Untersuchungen - sind durchaus zu empfehlen, insbesondere bei stressbelasteten Menschen,m die einen höheren Verbrauch haben! Und wer kommt schon auf 5- 8 Portionen Obst + Gemüse am Tag!
Antworten - Kommentar von Gudrun Schöne (20.04. 2010 21:59 Uhr):
Ihr Artikel verunsichert und deshalb sollten Sie konkret werden, mit welchem Vitamin E diese negativen Ergebnisse erzielt wurden. Wenn es sich um alpha-Tocopherol-Vitamin E handelt wundert mich nichts, denn es verdrängt gamma-Tocopherole und -Trienole. Wirksam ist Vitamin E als Komplex mit allen acht Vitameren, das konnte ich zum Glück selbst erleben.
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- Kommentar von Zimmermann (21.04. 2010 23:36 Uhr):
Sehr geeherter Herr Erb, Ihr Artikel über die schädliche Wirkung der Vitaminpillen klingt nach einer Auftragsarbeit der Pharmaindustrie. Er dient nur einer Verunsicherung der Menschen. Die Pharmaindustrie und ihre bezahlten Lobbyisten verbreiten immer wieder, dass keine Nahrungsergänzungsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe benötigt werden, da eine genügend große Menge; die kein Mensch schaffen kann von Obst und Gemüse den Vitaminbedarf des menschlichen Organismus abdecken würde. Unser Obst und Gemüse hat aber nicht mehr den hohen Vitamingehalt wie zu früheren Zeiten und ist außerdem mit Giftstoffen wie Pestiziden und chem. Düngerstoffen angereichert, sodass es mehr schadet als nützt. Daher greifen immer mehr Menschen zu guten natürlichen Nahrungsergänzungsstoffen. Es ist daher kein Wunder, dass das Pharmakartell immer neue gefälschte Forschungsergebnisse bzw. gekaufte Untersuchungsberichte verbreiten läßt mit solchen Lügen wie in Ihrem Artikel angeführt. Das Geschäft mit der Krankheit der Menschen muß ständig höhere Gewinne bringen, daher ist es nicht akzeptabel, dass durch zu viele Vitaminpräperate der Gesundheitszustand der Menschen zu hoch wird. Es ist eine Tatsache, dass die meisten Tiere die Fähigkeit haben Ascorbinsäure, VitaminC selbst zu erzeugen und zwar mehrere Gramm am Tag. Das zeigt, dass die Menge der in der Nahrung enthaltenen Ascorbinsäure im Allgemeinen nicht für eine optimale Versorgung mit dieser Substanz ausreicht. Nicht umsonst haben Wissenschaftler wie der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling schon vor ca. 30 Jahren herausgefunden, dass die Verbesserung des Gesundheitszustandes und die Erhöhung der Lebenserwartung der Menschen nur durch eine optimale Menge an Vitamin C erreicht wird. Viele wissenschaftlichen Untersuchungen beweisen, dass der Vitamin C- Bedarf nicht bei den vorgegebenen 60-80 mg liegt, sondern mehrere Gramm erforderlich sind, um Millionen von Zellen des Organismus mit den wertvollen Nährstoff zu versorgen. Bitte, Herr Erb, werden Sie mit Ihren Zitaten von den pharmaorientierten Untersuchungen nicht zu einen Fürsprecher dieser Lobby.
Antworten- Antwort von T Reiter (24.04. 2010 10:04 Uhr):
@Zimmermann Sie sprechen mir aus der Seele, mehr gibt es dazu nicht zu sagen!!
- Antwort von T Reiter (24.04. 2010 10:04 Uhr):
- Kommentar von Neumann (02.05. 2010 18:39 Uhr):
Mir hat nicht gefallen, dass einzelne Studien als Belege dafür verwendet werden, dass zusätzliche Vitamine nicht bringen. Es gibt zahlreiche Studien, die zu einem anderen Ergebnis kommen. Eine differenzierte Beurteilung hätte ich erwartet.
Antworten - Kommentar von Harald Markus (31.03. 2011 08:07 Uhr):
Ist das eine Auftragsarbeit der Pharmaindustrie? Ich dachte Sie informieren unabhängig?
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