Vitamin K – stillt Blutungen
Dr. Dietmar Kowertz in Täglich Gesund zum Thema Vitamin K
vom 29. September 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
Vitamin K ist neben Vitamin D das zweitwichtigste Vitamin zur Erhaltung unserer Knochengesundheit. Vitamin K synthetisiert ein Eiweiß, das Kalzium fest in die Knochen einbauen und somit Knochenschäden „reparieren" kann. Zudem spielt K eine Rolle im Zuckerstoffwechsel in der Leber, stärkt unsere Immunabwehr und kann Krebserkrankungen vorbeugen.
Am wichtigsten ist Vitamin K allerdings bei der Blutgerinnung. Diese ist ein komplexer Prozess, an dem mehrere Substanzen beteiligt sind: Einerseits wollen wir bei einer äußeren Verletzung nicht verbluten, andererseits soll in unseren Blutgefäßen keine Gerinnung stattfinden, sonst würden unsere Adern schnell von Blutgerinnseln verstopft werden.
In diesem komplizierten Regelmechanismus übernimmt Vitamin K eine regulierende Funktion. Vitamin K kommt in unseren pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln in ausreichenden Mengen vor, speziell in Kohlgemüse. Ein Mangel wird bei Gesunden, die sich normal ernähren, nur selten beobachtet, Ausnahme: Säuglinge. Bei einer Lebererkrankung (z.B. durch übermäßigen Alkoholkonsum) kann der Betroffene ins Defizit geraten, ebenso bei längerer Einnahme von Antibiotika oder einer Störung des Fettstoffwechsels. Ein altersabhängiger Mehrbedarf ist nicht bekannt.
Erste Anzeichen eines Vitamin-K-Mangels sind verlängerte Gerinnungszeiten des Bluts bzw. länger als normal anhaltende Blutungen. Neben Haut und Nase können auch innere Organe wie Magen und Darm bluten.
Hinweis: Eine Nahrungsergänzung mit Vitamin K sollten Sie mit Ihrem Arzt absprechen, da z.B. unerwünschte Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Medikamenten auftreten können.