Vitamin-D-Mangel kann Scheideninfektionen auslösen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 13. Juli 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
Scheideninfektionen sollten Schwangere nicht auf die leichte Schulter nehmen - es kann dadurch zu einer Frühgeburt kommen. Forscher versuchen schon seit längerem, das Risiko für solche Infektionen zu verringern. Nun scheint es, als seien sie dem Grund für bakterielle Vaginose ein Stück näher gerückt.
Jede dritte Frau leidet an dieser Scheideninfektion. Die Wissenschaftler untersuchten darauf hin über 450 Schwangere, von denen 41 % erkrankt waren. Das Ergebnis: 93 % der erkrankten Frauen hatten einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Die Forscher gehen davon aus, dass gerade dieses Vitamin die Produktion von antibakteriell wirkenden Stoffen im Körper anregt.
Sie empfehlen gerade Schwangeren daher, sich jeden Tag 30 Minuten in Tageslicht aufzuhalten. Meist reicht dies aus, um die körpereigene Vitamin-D-Produktion anzukurbeln. Zudem sollten Schwangere mit ihrem Arzt darüber reden, ob ihr Vitamin-D-Spiegel hoch genug ist. Dies kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.