Vitamin-D-Ergänzung: Kein Wundermittel und nicht für jeden nötig

in Täglich Gesund zum Thema Vitamin D
vom


Vitamin D hat mittlerweile den Ruf eines Alleskönners. Es soll vor vielerlei Beschwerden schützen, zum Beispiel vor Diabetes, Multipler Sklerose oder Herzinfarkt, soll Krebs verhindern und bei Alzheimer lindernd wirken.


Allerdings gibt es keine Studien, die diese Theorien beweisen. Vielmehr ist eine Vitamin-D-Versorgung nur in bestimmten Situationen angebracht. Hierzu gehört zum Beispiel eine Vitamin-D-Gabe bei Säuglingen, um Rachitis zu vermeiden. Menschen mit Osteomalazie, die die Knochen aufweicht, sollten ebenso Vitamin D einnehmen wie diejenigen mit Osteoporose. Und auch bei chronischer Niereninsuffizienz kann eine Vitamin-D-Versorgung angebracht sein.

Ebenso wichtig sind Vitamin-D-Tabletten für ältere Menschen mit hohem Sturz- und Osteoporose-Risiko, die das Haus bzw. die Wohnung kaum noch verlassen. Denn rund 80 Prozent der Vitamin-D-Versorgung werden durch Spaziergänge gedeckt, da unser Körper Vitamin D aus Sonnenlicht selbst herstellen kann. Menschen, die zum Beispiel im Seniorenheim leben, kommen aber nicht ausreichend an die Sonne, um diese natürliche Produktion zu nutzen. Zudem lässt die körpereigene Vitamin-D-Produktion im Alter nach.

Dennoch sollten Sie darauf verzichten, eigenmächtig und ohne Rücksprache mit dem Arzt ein Vitamin-D-Präparat zu nehmen; gerade dann, wenn Sie zum Beispiel Hobbysportler sind, der sich viel draußen aufhält oder wenn Sie oft im Garten arbeiten. Dann können Sie sich - aufgrund der körpereigenen Produktion - schnell überdosieren.

Auch wenn viel Fisch auf Ihrem Speiseplan steht, sollten Sie sich vor der Einnahme von Vitamin D ärztlich beraten lassen, denn dieser ist ebenfalls reich an diesem Vitamin.


von
Dr. Martina Hahn-Hübner

Erfahren Sie hier mehr über Dr. Martina Hahn-Hübner - Gesundheitswissen-Expertin und Chefredakteurin von Täglich Gesund und dem Mondkalender.

 
Mehr Gesundheits-Tipps gratis per E-Mail
Das könnte Sie auch interessieren: "Benefit", "Dr. Spitzbart's Gesundheits-Praxis", "Länger und gesünder leben", "Mayo Clinic Gesundheits-Brief", "Gesund und fit mit Prof. Dr. Thomas Wessinghage"

Artikel bewerten
Durschnittliche Wertung:
4 Sterne
Wertungen:
7 insgesamt
Artikel weiterempfehlen
Kommentar abgeben

* = Pflichtfeld, bitte unbedingt ausfüllen

Kommentare Kommentar abgeben

Kommentar von Rainer

Das ist so nicht korrekt. Vitamin D als Nahrungsmittelergänzung ist notwendig, um den schleichenden Viraminverlust auszugleichen. Dies gilt insbesondere für Menschen ab 40 Jahren.

Antworten
Kommentar von carlos

Vermutlich würden Sie Ihren Artikel so nicht mehr schreiben, hätten Sie das Buch von Dr. med. Raimund von Helden "Gesund in sieben Tagen" gelesen. Beratung durch den Hausarzt ? - Vergessen Sie's ! Überdosierung wie von Ihnen geschildert: Vergessen Sie's. Körpereigene und ausreichende Vitamin-D-Produktion: Vergessen Sie's. Und Studien - die gibt es sehr wohl. - Natürlich: Ohne Sonne kein Leben. - Lassen Sie aber Ihren Vitamin-D-Blutspiegel bestimmen (nur 25-Hydroxy-Chlecalciferol, ca. 30 €) und lassen Sie sich vom Hausarzt nicht verwirren. Richtwet >40-50 ng/ml; bei Krebs >55 ng/ml. Um sich zu vergiften müßten Sie mehr als 200.000 Tabletten á 1.000 I.E. einnehmen - auf einmal.

Antworten
Kommentar von vera prang

mindesteens hilfreich

Antworten
Kommentar von Angelika

Ich glaube es kaum> dass Sie so ein Artikel in Netz stellen* WUNDERMITTEL wo gibt es das* Wann scheint die Sonne? *abends nach Feierabend* im eigends angelegten Stadtgarten> & besonders im Rentenalter über 70 Jahre>& essen alle Fisch> & brauchen keinen ARZT*

Antworten
Kommentar von Paechnatz Birgit

Da ich unter Osteoporose und Niereninsuffizienz leide, muss ich ich monatlich eine einmalige Dosis von 20.000 mg einnehmen. Außerdem bin ich viel in der sonne (Garten). Ich hoffe, dass das nicht zu viel ist.

Antworten
Antwort von Bernd Michael:

Hallo Birgit, du meinst doch sicherlich 20.000 IE. Das entspricht 500 µg. Soviel zu den Maßen. Für einen gesunden Vitamin-D-Spiegel von 40 ng/ml benötigt man ca. 3.000 IE täglich. Bei dir sind es gerade einmal 670 IE. Für 50 ng/ml sind es schon 4.000 IE. Im Ergebnis der neusten Studien werden 40 - 90 ng/ml als optimale Versorgung angegeben. Selbst Dauersupplementierungen von 10.000 sind völlig unbedenklich. Du solltest dir eher Sorgen um deine Unterversorgung machen. 20.000 IE im Monat bei Osteoporose sind absolut zu wenig. Hier wäre eher täglich angebracht. Aus einem Studienbericht: "Auch bei einer Testung von 50.000 I.E. Vitamin D täglich, 6 Wochen lang, fand man keinerlei toxische Wirkung. Selbst Megadosen von 600.000 I.E. bei absolutem Vitamin‐D‐Mangel wurden gut toleriert." Du siehst, hier werden Ängste vor der Gesundheit geschürt. Nur Schade, dass es auf dieser Seite passiert.


Kommentar von Martin Geiger

Sorry aber die Verfasserin hat über das Thema fast keine Ahnung - sie wiederholt nur das Lehrbuchwissen vom letzten Jahrhundert. Ganz schwach....

Antworten
Kommentar von Bernd Michael

Mit den Ausführungen zu Vitamin D kann ich mich auch absolut nicht einverstanden erklären. Das sind alte, längst widerlegte Kammellen. Die "modernen" Menschen sind auf Grund ihrer Lebensweise an Vitamin D chronisch unterversorgt. Ein ausreichender Sonnenaufenthalt ist für die wenigsten möglich. Es gibt Hochrechnungen, dass eine flächendeckende Supplementierung der Bevölkerung Milliarden an Gesundheitskosten einsparen würde. Aber das ist nicht gewollt. Hier eine Zusammenfassung von aktuellen Studien und Schlussfolgerungen von Regina Garloff (Buch Dr. Nicolai Worm: „Heilkraft D - Wie das Sonnenvitamin vor Herzinfarkt, Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten schützt“) http://www.vitalstoff-journal.de/aus-der-forschung/vitamine/die-heilkraft-von-vitamin-d/

Antworten
Antwort von Birgit Paechnatz:

Hallo, Bernd, ich danke Dir für die beiden Kommentare. Es ist richtig, ich habe mich noch nicht so ausführlich mit dem Thema bechäftigt. Habe mir jetzt aber die von dir genannte webside angesehen und auch gelesen. Das Problem ist bei mir, dass ich an Niereninsuffizienz 2. Grades leide und dadurch ein Zuviel an Vitamin D evtl. auch schaden kann. In meiner Packungsbeilage von "Dekristol 20.000 I.E". steht: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, die mit "Dekristol 20.000 I.E" behandelt werden, sollte die Wirkung auf Calcium- und Phosphathaushalt überwacht werden. Mein derzeitiger Vitamin D3-Bereich liegt bei 37 ug/l.

Antwort von Bernd Michael:

Hallo Birgit, deine 37 µg/l erreichst Du aber nicht mit deinen 20.000 IE je Monat. Das verdankst du deiner Gartenarbeit. Wobei ich diese 37 als zu niedrig erachte. 60 - 90 wären besser. Der Hinweis auf Funktionsstörung der Niere und Calciumhaushalt sind ebenfalls alte Kammellen. Hier ein Auszug aus dem Aufsatz zu D: "Bis vor 20 Jahren ging man von unerwünschten Nebenwirkungen des Vitamin D bei höherer Dosierung aus. Die Begründung war, dass Vitamin D den Calciumhaushalt rasch entarten ließe und damit vor allem die Nieren geschädigt würden. Die Masse der Studienergebnisse der letzten 10 bis 20 Jahre widerlegten das klar ‐ was jedoch ignoriert wurde." Hier noch ein Auszug zum Thema Bluthochdruck: "Zusammenfassend lässt sich sagen: Die statistische Wahrscheinlichkeit für Bluthochdruck steigt mit unzureichender Vitamin‐D‐Versorgung. Bei Bluthochdruck kann sich eine chronische Nierenkrankheit entwickeln. Die ersten Ergebnisse zum Einfluss von Vitamin D darauf lassen aufhorchen: Eine schlechte Vitamin‐D‐Versorgung erhöht das Risiko für Nierenkrankheiten und die Gabe von Vitamin D kann bei der Therapie helfen." Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Eine optimale Versorgung mit Vitamin D ist auch bei der Insuffizienz hilfreich. Hier solltest du unbedingt noch einmal mit deinem behandelnden Arzt darüber sprechen.

Antwort von Birgit Paechnatz:

Hallo, Bernd, hab vielen Dank für Deine Antwort und auch dafür, dass Du Dir so viel Mühe gibst. Ich habe mir heute das vorgeschlagene Buch über Amazon bestellt und werde es evtl. auch meinem behandelnden Arzt zum Lesen geben. Es liegt mir schon viel daran, mit Vitamin D3 richtig eingestellt zu werden, damit meine gesundheitlichen Schwachpunkte sich nicht so schnell verschlechtern. Eine Frage: Bist Du im medizinischen Bereicht tätig, oder ist es "nur" allgemeines Interesse an medizinischen Fragen?

Antwort von Bernd Michael:

Hallo Birgit, es ist allgemeines Interesse und bei einigen Fragen/Problemen auch eigene Erfahrung. Mein Motto lautet: "Gesund alt werden ohne Medikamente!". Dazu liegt viel Informationsmaterial (PDF) auf meiner Seite (bermibs.de).

Kommentar von Burgstaller Gabriele

Langsam frage ich mich von wem FID gesponsert wird. Die falschen oder alten Informationen werden immer mehr. Es ist aber sehr erstaunlich, wieviel man aus den Kommentaren erfahren kann und wie gut sich Leser informieren und auskennen. Hier könnten viele Ärzte lernen. Den Rat sich an den Hausarzt zu wenden können Sie vergessen. Zumindest bei den meisten. Noch eine Anmerkung: Vitamin D ist festtlöslich und bildet sich durch die Sonne auf der Haut (Sebum). Nur braucht es ca. 48 Std. um in den Blutkreislauf zu gelangen. Tagsüber Sonne und am Abend duschen (mit Seife) ist die gesamte D-Produktion weg.

Antworten
Kommentar von Thomas Zahnd

Typisch "Allerdings gibt es keine Studien, die diese Theorien beweisen" stehen sie irgendwo auf der Lohnliste eines Pharma Konzerns, oder sind sie einfach nur nicht im Bild??? Sogar hier in Brasilien, 5° unterhalb des Äquators mit über 300 Sonnentagen pro Jahr, haben die Leute zu wenig Vitamin D im Blut. Fakt ist dass es hier eine Multiple Sklerose Selbsthilfgegruppe gibt, die sich mit Vitamin D heilt (da pfeiffen wir auf die Statistik). Leute die fast blind und im Rollstuhl waren können wieder gehen und sehen und dies bei täglicher Einnahme von 100\'000 I.E. und einem Kostenpunkt von 17,50 Euro pro Monat. Gegenüber den 1000 Euro Spritzen, die nichts bringen gibt einam das schon zu denken... Logisch, dass die Pharma Lobby solche Entwicklungen nicht goutiert...

Antworten