Viele Anbieter von Naturheilverfahren sind unseriös
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 10. August 2010, 06:00 Uhr
GNL5223
Naturheilverfahren, Komplementärmedizin und Ganzheitsmedizin sind keine geschützten Begriffe. Das öffnet unseriösen Anbietern von Naturheilverfahren Tür und Tor. Und das kann schnell gefährlich werden. Deshalb sollten Sie Ihren Naturheilkundler tatsächlich mit Sorgfalt auswählen. Das gilt natürlich auch für den Heilpraktiker Ihres Vertrauens.
Ein naturheilkundlich tätiger Arzt ist von Haus aus meist ein praktischer Arzt, ein Facharzt für Allgemeinmedizin oder ein Internist, nur selten ein Facharzt für eine andere medizinische Teildisziplin wie Kardiologie oder Orthopädie. Die meisten sind praktische Ärzte, Allgemeinärzte oder Internisten. Im Verlauf ihrer Arbeit finden sie jedoch fast immer noch einen wichtigen Schwerpunkt für ihre Arbeit - etwa Traditionelle Chinesische Medizin, Homöopathie oder Anthroposophische Medizin. Denn wichtig ist es, dass der Arzt die Verfahren, die er Ihnen anbietet, auch wirklich beherrscht.
Wenn ein Arzt auf sein Praxisschild „Naturheilverfahren" schreibt, dann muss dies den ärztlichen Verordnungen entsprechen. Der Arzt muss einen Facharzt haben und an verschiedenen Kursen über Naturheilweisen beziehungsweise diversen Weiterbildungen teilgenommen haben. Erst dann bekommt er von der Ärztekammer die Erlaubnis, diesen Zusatz zu seinem Titel zu verwenden.
Viel Glück bei der Suche!
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von carcar (10.08. 2010 07:22 Uhr):
Wann wird endlich einmal mit dem Vorurteil gegen Heilpraktiker aufgeräumt? Viele Schulmediziner schreiben zwar Naturheilverfahren auf ihre Praxisschilder, decken damit aber nur die Schar der Patienten ab die mit diesen Therapien behandelt werden möchten. Im Inneren stehen sie aber meißtens nicht zu diesen Behandlungsmethode.
Antworten - Kommentar von Karola Bady (10.08. 2010 09:55 Uhr):
Die Suche nach einem guten Arzt ist so schwierig wie die nach einem vertrauenswürdigen Heilpraktiker, da stimme ich uneingeschränkt zu. Aber ich habe auch schon viele Ärzte erlebt, die wegen der Erweiterung des Kundenstammes und zum Füllen der mageren Honorarkassen Dinge anbieten, von denen sie nicht gerade Ahnung haben! Wenn also Kritik, dann ausgewogen und bitte auch Kontrollen der Ärzte. Homöopathie zum Beispiel ist ein Fach, das ein lebenslanges Studium erfordert und ständige Weiterbildung, das kann ein Arzt für gewöhnlich zu seiner Praxisführung zeitlich gar nicht leisten. Bevor also ein Schaden am Ruf der Homöopathie entsteht, gehe ich persönlich lieber zu jemandem, den ich zwar selbst zahlen muss, der mich aber auch fachkundig betreut und sich Zeit für mich nehmen kann. Das habe ich bei Ärzten schon seit Jahren nicht mehr erlebt, deshalb vermeide ich den Gang in die Praxis von Schulmedizinern, so lang es geht Herzlich Ihre Karola Bady
Antworten - Kommentar von Priwall Heidi (10.08. 2010 11:22 Uhr):
Über den Artikel -Naturheilkunde, Heilpraktiker können auch Scharlatane sein, bin ich sehr verärgert. Ich bin gerade in der Ausbildung zur Heilpraktikerin. Es ist eine sehr schwere und umfangreiche Ausbildung, sie kommt dem 2. Staatsexamen fast gleich. Und darum sind wohl kaum noch Scharlatarne unter den Heilpraktikern. Bei Ärzten weiss man heute auch nicht mehr so genau ob sie einen gesund machen oder krank halten wollen.
Antworten - Kommentar von M (10.08. 2010 11:23 Uhr):
eine Verallgemeinerung wie in diesem Artikel ist unseriös. Es gibt gute seriöse Naturheilkundler sowie auch schlechte. Gleiches gilt wohl auch für Ärzte. Einen solchen Bericht zu verfassen und zu veröffentlichen halte ich für ausgesprochen unpassend und dumm. Warum man immer wieder versucht, Heilpraktiker und Naturheilkundler unbeliebt zu machen liegt wohl klar auf der Hand. Wer heilt hat Recht. Und meistens sind es doch die Naturheilkundler und Heilpraktiker. Aber wenn Ärzte Fehler machen wird das meist schön unter den Teppich gekehrt. Solche Berichte wie den hier sollte man schlichtweg verbieten.
Antworten - Kommentar von Heilpraktiker Hans Peter Horres (10.08. 2010 13:40 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, ich bin seit über 20 Jahren Heilpraktiker und Homöopath und ich unterstelle, daß ich weiß worüber Sie informieren möchten. - Sie scheinen nicht zu wissen, daß nur Heilpraktiker und ganz besondere Ärzte die natürlichen Heilweisen gepflegt und aufrecht erhalten haben. In jedem Beruf gibt es schwarze Schafe, auch IHRE Berufssparte bleibt davon nicht verschont! Da Sie über Heilpraktiker, diese nur am Rande von Ihnen erwähnt und Ärzten mit Praxisschild Naturheilkunde oder ähnlichem informieren möchten, sollten Sie, da es Ihnen bekannt sein sollte auch Ihrer gewünschten Leserschaft mitteilen, daß ein Arzt durch den Besuch eines oder mehrere Wochenendkurse sich seine Beschilderung erworben hat ! So einfach wird es dem Heilpraktiker nicht gemacht. Herzliche Grüsse Horres
Antworten
- Kommentar von Bertlinde Fiedler Stamm HP (10.08. 2010 14:20 Uhr):
... und wieder geht mir der Hut hoch ! KEIN WORT darüber, dass ein Arzt nicht annähernd die Ausbildung machen muss wie einer der keinen Doktortitel hat. Weil der Herr Doktor ja Medizin studiert hat, muss er vieles nicht mehr nachweisen und kann z.B. einen Homöopathielehrgang in wenigen Wochen absolvieren und wird dann mit Halbwissen auf die Menschheit losgelassen. So ein Möchtegern-Arzt-Homöopath hat mit einer Hochpotenz meine Tochter in eine Psychose gebracht und sich dann lapidar entschuldigt : ... kann ja mal passieren. Nicht umsonst LERNT ein Homöopath 3 Jahre ! Warum kann ein Arzt in wenigen Wochen den Homöopathen machen ? Mit welcher Rechtfertigung ?? Natürlich muss man bei Nichtärzten auf der Hut sein, aber bei Ärzten noch mehr ! Denn, - Quacksalber gibt es immer, - auch unter den Ärzten. Nur doktern die noch mit einer Aprobation und man kann sie nicht so leicht dran kriegen wenn sie Mist bauen ... Leider !
Antworten - Kommentar von Karin Klingor (10.08. 2010 20:05 Uhr):
Leider ist es immer noch so, dass viele Naturheilverfahren in Kursen abgehandelt werden. Eigentlich ein Wunder, denn im Gegensatz zur Denkweise der Schulmedizin sind Naturheilverfahren Homöopathie, Akupunktur etc.vollig gegensätzlich im Ansatz und in der Ausführung. In einem Kurs lernt man nie und nimmer kontrovers zur Schulmedizin zu denken. Ich kann nicht bei einem Patienten die Symptome kurieren mit Chemie, beim anderen Leere und Fülle eines Meridians ausgleichen etc. Die Kurse dienen lediglich zur Legitimierung der Abrechnung. Realer Nachweis für Kenntnisse können sie nie und nimmer sein, ein richtiger Homöopath z.B. lernt nach 20 Jahren noch, der Akupunkteur ebenfalls. Ausserdem wurden vor etlichen Jahren Naturheilverfahren noch schwer belächelt und in die Schmuddelecke verwiesen, nun aber kann man nach einem Kurs richtig Geld verdienen, wenn man ein Dr.med. auf dem Praxisschild hat.
Antworten - Kommentar von Yudina (11.08. 2010 09:11 Uhr):
Lieber Frau Schneider, dieses Thema ist mir sehr wichtig. Könne Sie mir helfen, etwas über Fa Dr.Hittich sagen. Ich kaufe bei der Fa Produkte, bin aber mir nicht sicher. Danke.
Antworten- Antwort von Eschbach (11.08. 2010 16:54 Uhr):
z.zt. wird man mit Naturheilmitteln von den verschiedensten Ärzten geradezu überboten. können Sie mir eine Liste mit vertrauensvollen Ärzten bereitstellen?
- Antwort von Thorben (12.08. 2010 07:30 Uhr):
Habe seit fuenf Jahren keinen Arzt mehr besucht, da meine Medikamente draussen wachsen. Die Natur bietet mir alles was ich brauche.
- Antwort von Eschbach (11.08. 2010 16:54 Uhr):