Viele Ärzte kennen die ersten Symptome der MS nicht
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 27. Mai 2010, 06:00 Uhr
GNL5223
Die Multiple Sklerose ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS) - das heißt, des Gehirns und des Rückenmarks. Es handelt sich dabei um eine so genannte Autoimmunerkrankung. Fehlgesteuerte körpereigene Immunzellen zerstören irrtümlicherweise die Schutzhülle (Myelin- oder Markscheide) der Nervenfasern. Diese sorgt normalerweise dafür, dass Funktionsbefehle des Gehirns im Körper umgesetzt werden - wie etwa Beine anheben, Arme anwinkeln, in die Wade zwicken.
Normalerweise schützt die Blut-Hirn-Schranke - die natürliche Barriere zwischen dem Gewebe des ZNS und dem Blut - die empfindlichen Nerven im Gehirn vor schädlichen Einflüssen. Diese natürliche Schutzbarriere wird bei MS immer durchlässiger. Die fehlgesteuerten Immunzellen können in das ZNS eindringen. Dort greifen sie die Nervenzellen an und führen zu Entzündungen. Das endet letztlich in irreparablen Nervenschäden. Vernarbungen, die in der Medizin Plaques, Sklerosen oder Läsionen heißen, führen zu den für die MS typischen Symptome. Sie können Schmerzen, Müdigkeit, Depressionen, Sehstörungen, Blasenstörungen oder spastische Krämpfe nach sich ziehen.
Die Anfangsbeschwerden einer Multiplen Sklerose sind vielfältig und oft unspezifisch. Zu den ersten Signalen gehören:
- Sehnerventzündungen
- Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Armen und Beinen
- Sehstörungen (etwa Doppelbilder sehen)
- Schwindel
- Koordinierungsschwierigkeiten
- Müdigkeit
- Ängste
- Vergesslichkeit
- Zittern
- Steifigkeit
- starker Harndrang oder verzögerter Harnfluss
Meist tritt diese Krankheit um das 30. Lebensjahr zu Tage. Zwischen den ersten Erscheinungen und der Diagnose liegen im Mittel etwa dreieinhalb Jahre - so verstreicht wertvolle Zeit für die Behandlung. Doch die ersten typischen Symptome lassen meist nicht sofort auf eine MS schließen - wie etwa Entzündungen der Sehnerven (meist bei jüngeren Betroffenen) oder Empfindungsstörungen und Schwächegefühle in Armen und Beinen (meist bei älteren Betroffenen). Zudem sind sie vielen Ärzten als Symptome der MS nicht geläufig. Dabei haben sich in den vergangenen Jahren die diagnostischen Möglichkeiten erheblich verbessert. Trotz ihrer Erkrankung können die meisten MS-Patienten bei richtiger Behandlung ein aktives und erfülltes Leben führen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von siehe emailadresse (27.05. 2010 18:13 Uhr):
Dieser Beitrag war von vielen guten für mich extrem informativ und wichtig - danke, auch für die vielen anderen Beiträge
Antworten - Kommentar von Christina Tröger (28.05. 2010 18:19 Uhr):
Sehr gute Erfolge konnten bei uns mit Fußreflexzonenbehandlung , auch im akuten Stadium erzielt werden.
Antworten - Kommentar von Liesenfeld (18.06. 2010 19:25 Uhr):
In der Tat ist die MS wahrscheinlich noch mehr verbreitet, als in Ihrem Bericht aufgeführt wurde. Es handelt sich dabei jedoch nicht !! um eine Autoimmunkrankheit, wie seit Jahren vermutet. Dr. Broedersdorf , Ratingen, hat sich eingehend als ehemals Betroffener damit beschäftigt und seine Ergebnisse diesbezüglich sprechen eher für eine Infektiöse Genese , sprich ausgelöst durch Viren insbes. dabei den Prionen. Er hat eine äußerst wirkungsvolle Therapie entwickelt und behandelt seit vielen Jahren erfolgreich seine Patienten. In seinem Buch erklärt er diese Therapie und seine Behandlungsansätze.
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