Verzicht auf Phosphat und Oxalsäure beugt Osteoporose vor
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 19. Januar 2012, 16:00 Uhr
GNL5356
Frau Olga K. möchte Folgendes wissen:
Da es in meiner Familie viele Osteoporose-Fälle gibt, möchte ich mein Risiko so gering wie möglich halten. Kann ich es durch die Ernährung beeinflussen?
Liebe Olga,
Es gibt tatsächlich einen guten Weg, das Osteoporose-Risiko durch die Ernährung zu senken. Dazu sollten Sie so weit wie möglich auf Phosphate und Oxalsäuren verzichten. Beide Stoffe verhindern, dass Ihr Körper ausreichend Kalzium aufnehmen kann. Dieser Mineralstoff aber ist wichtig - er hält Ihre Knochen stabil.
Verzichten Sie daher vor allem auf Limonaden und Kakao. Aber auch Mangold und Rhabarber sollten Sie nur ausnahmsweise zu sich nehmen, wenn Ihr Osteoporose-Risiko erhöht ist oder Ihre Knochendichte sich schon verringert hat.
Übrigens sollten Sie auch Nikotin und Alkohol meiden, zudem ihren Kaffeekonsum reduzieren. Denn alle drei „Genuss"-Gifte entziehen das Kalzium aus Ihrem Körper und schwächen so Ihre Knochen.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Kratzer Karin (19.01. 2012 18:36 Uhr):
um Osteoporose vorzubeugen, sollte man unbedingt auf einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel achten. Neueste Erkenntnisse in der Medizin belegen das.
Antworten - Kommentar von Udo Lübben (19.01. 2012 18:52 Uhr):
man sollte vielleicht nicht nur sagen, was nicht gut ist, sondern auch, dass man genügend Mineralstoffe - besonders Kalzium - und Vitamin D zu sich nehmen sollte. Vitamin D am besten durch Sonnenlicht, dann ist es sogar kostenlos.
Antworten - Kommentar von Silvia (25.01. 2012 14:26 Uhr):
Um Osteoporose vorzubeugen sollte man nicht nur Alkohol, Nikotin, Kaffee, Rhabarber und andere oxalathaltige Lebensmittel meiden, sondern auch den Genuß von Fleisch- und Milchprodukten sowie Eiern stark einschränken. Alle tierischen Nahrungsmittel wirken stark säuernd im menschlichen Organismus, so dass zur Neutralisierung dieser Säure oftmals Kalzium aus den Knochen gelöst wird. Von Schulmedizinern wird häufig der verstärkte Verzehr von Milchprodukten wie Hartkäse empfohlen, was jedoch bei Osteoporose kontraproduktiv wirkt (zur Verstoffwechselung von Milchprodukten wird Kalzium aus den Körperdepots bzw. aus Knochen und Zähnen entnommen - das Kalzium aus der Milch ist somit für den Menschen nicht nutzbar). Eine allgemein basenüberschüssige Ernährung (viel frisches Gemüse, dunkelgrünes Blattgemüse, Salate und frische Früchte und Beeren) und die Einschränkung bzw. Vermeidung von Fastfood, Konserven und Zuckerhaltigem wie Süßigkeiten und Kekse sind zur Vorbeugung von Osteoporose anzuraten. Des weiteren ist regelmäßige Bewegung (leichter Kraftsport, Nordic Walking, Rückenschwimmen, Crosstrainer oder Radfahren etc.) unbedingt notwendig, da der Zug der Muskeln an den Knochen diese zur Kalziumeinlagerung "animiert" und damit stärkt. Wie schon von anderen gesagt wird für die Kalziumeinlagerung in die Knochen Vitamin D benötigt, welches man in unseren Breiten von Oktober bis Ende März (also im Winterhalbjahr) als Nahrungsergänzungsmittel zuführen sollte (Buchempfehlungen hierzug: "Gesund in sieben Tagen" von Dr. Raimund von Helden bezgl. Vitamin D oder "Osteoporose" von Thomas Klein). Die meisten Menschen in Deutschland haben viel zu niedrige Vitamin D-Werte im Blut, was nicht nur die Entstehung einer Osteoporse begünstigt, sondern auch Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Allergien etc. fördern kann.
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