Verschleppen Sie eine Bursitis nicht
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 20. Oktober 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
Die schützenden Schleimbeutelkissen können sich entzünden. Zu einer Bursitis kommt es meistens durch Überlastung. Ein besonderes Risiko dafür tragen alle, die viel am Schreibtisch sitzen und Ihre Gelenke - vor allem die Ellenbogen - vor dem Computer strapazieren. Bestimmte Berufsgruppen machen häufiger mit Schleimbeutelentzündungen Bekanntschaft - so etwa Fliesenleger, die viel auf den Knien arbeiten. Auch Sportler sind häufiger betroffen, etwa durch Stöße oder Stürze beziehungsweise wenn sie sich zu häufig einseitig belasten. Auslöser können auch bakterielle Infektionen sein, zu denen es nach einer Verletzung in der Nähe des Schleimbeutels kommen kann. Das Gefährliche: Die Entzündung kann sich in diesem Fall ausbreiten und im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen. Deshalb sollten Sie mit einer Schleimbeutelentzündung immer einen Arzt aufsuchen. Zumal Sie damit auch verhindern, dass die Entzündung chronisch wird.
Besonders oft betroffen sind Schulter, Ellenbogen, die Außenseiten der oberen Oberschenkel und das Kniegelenk. Häufig macht sich eine Bursitis nicht mit Schmerzen, sondern mit einer Schwellung bemerkbar. Der Beutel bildet dann mehr Flüssigkeit und schwillt an. Er ist überwärmt und kann in der Folge starke Schmerzen verursachen. Die entzündeten Schleimbeutel des Knies, der Schulter und der Hüfte machen sich allerdings zunächst gar nicht bemerkbar, denn sie liegen tiefer im Gewebe. Bei einem Verdacht auf eine Schleimbeutelentzündung wird der Arzt eine Ultraschalluntersuchung vornehmen.
Kernstück der Therapie ist die Entlastung des jeweiligen Gelenks mit dem entzündeten Schleimbeutel. Darüber hinaus kommen kalte Umschläge und Kältepackungen (Coldpacks) zum Zuge. Auch eine leichte Bewegungstherapie und Injektionen mit abschwellenden oder entzündungshemmenden Wirkstoffen (Ibuprofen, Diclophenac) können die Beschwerden lindern. In leichteren Fällen helfen Tabletten und Salben mit diesen Wirkstoffen. Scheuen Sie sich nicht, diese Schmerzmittel in Absprache mit Ihrem Arzt kurzfristig einzunehmen. Unterstützen können Sie die Behandlung auch mit schmerzlindernden Mittel aus der Naturapotheke, zum Beispiel mit Präparaten aus der Teufelskralle (Z. B. Rivoltan®; Teufelskralle von Stada® oder ratiopharm®) oder der Weidenrinde (z. B. Assalix®, Optovit actiflex®, Proaktiv®)
Wenn die Beschwerden nicht verschwinden, kann der entzündete Schleimbeutel mit einer kleiner Operation entfernt werden. Bei bakteriellen Infektionen ist dieser Eingriff die Regel. Der Körper bildet dann eine Art Ersatzgewebe.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Annemarie Schätzer (20.10. 2011 11:33 Uhr):
Mein Mann bekam von einer Schleimbeutelentzündung wegen eingnisteten Anginaerregern (Streptokkokken) eine innere Blutvergiftung mit Multiorganversagen, 14 Tage künstlichem Koma, Blutwäsche usw. dies kommt aber nur einmal bei 100.000 Fällen vor.
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