Vermiesen Sie sich die Vorweihnachtszeit nicht durch hausgemachten Stress
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 14.12.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
die nahenden Feiertage sind viel zu wertvoll, als dass Sie sich selbst in einen Stress-Sumpf hineinmanövrieren sollten. Oder plagt Sie jedes Jahr wieder das gleiche quälende Chaos wie jedes Mal? Die Gans ist noch nicht bestellt, das Geschenk für Tante Bärbel nicht besorgt, das Computerspiel für Tobi nicht geliefert, die Gardinen nicht gewaschen, die Plätzchen noch nicht gebacken, die Wohnung nicht weihnachtsfein gemacht, die letzten Postkarten noch nicht geschrieben... Noch so viel auf dem Zettel und kein Ende abzusehen? Nach meiner Erfahrung reicht schon ein kleiner Kurswechsel, um die Lage zu entzerren.
Sind Sie bereit? Hier sind meine Vorschläge für Sie!
Schließen Sie das Jahr bewusst ab:
Selbst wenn Ihr Terminkalender aus allen Nähten platzt: Nehmen Sie sich an diesem Adventswochende mindestens eine Stunde Zeit, um sich aufzuschreiben, was Ihrer Meinung nach bis zu Weihnachten oder bis zum Jahresende noch gemacht werden muss. Unterteilen Sie die Liste in wichtige und weniger wichtige Aktivitäten, in angenehme und unangenehme Dinge. Überlegen Sie, ob es Ihnen möglich ist, das Unangenehme gleich zu erledigen, damit es Ihnen nicht die nächste Woche vermiest. Oder können Sie es elegant delegieren beziehungsweise aussitzen? Überprüfen Sie, ob alles, was Sie aufgeschrieben haben, wirklich vor Weihnachten erledigt werden muss. Vielleicht muss dies gar nicht sein, weil es „nur“ Ihrer Perfektionsharmonie entspringt? Vielleicht reicht es auch, wenn es am Jahresanfang erledigt wird?
Reduzieren Sie Ihre Verpflichtungen:
Viele Menschen – insbesondere Frauen – tappen gerade zum Weihnachtsfest in ihre hausgemachte Perfektionsfalle und bürden sich ein Mega-Pensum auf, was sie alles noch tun wollen, wem sie etwas schenken, um wen sie sich kümmern wollen. Sie müssen an Weihnachten nicht unbedingt jeden Tag für die ganze Familie kochen, Ihre Eltern können vielleicht auch allein feiern, Onkel Gerd kann sicher auch mal andere Verwandte besuchen. Sie müssen vorher nicht noch die Steuererklärung fertig machen. Auch Jahresabschlüsse müssen nicht vor Weihnachten fertig sein. Ebenso wenig fallen die Feiertage aus, wenn nicht die gesamte Wäsche geschniegelt und gebügelt in den Schränken prangt oder die Schubladen nicht aufgeräumt sind.
Planen Sie für die beiden letzten Adventswochenden ausreichend Mußestunden zur Besinnung ein. Dafür lohnt es sich, selbst zeitaufwändige Hobbys bis nach Weihnachten zurückzustellen. Überlegen Sie, ob wirklich jeder große Geschenke bekommen muss, für die Sie sich im letzten Moment noch die Haken abrennen. Können die Erwachsenen in Ihrer Umgebung nicht auf Geschenke verzichten? Wäre es entlastend für Sie, mehr Dinge aus einem Katalog zu bestellen? Oder haben Sie vielleicht Lust, Zeit zu verschenken? Einige Beispiele: Zehn ausgiebige gemeinsame Spaziergänge für Ihren Mann, ein gemeinsames Radel-Wochenende für Ihre Mutter, einen wöchentlichen/monatlichen Restaurant-Besuch allein mit Ihrer Tochter, ein Großstadt- oder Schönheitswochenende mit Ihrer besten Freundin. Reduzieren Sie soviel wie möglich, damit Sie am Ende nicht völlig ausgepowert sind, wenn das Feiern erst richtig anfängt.
Noch mehr Tipps lesen Sie im nächsten Beitrag.