Vermeiden Sie Nebenwirkungen
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Sportmedizin
vom 21. April 2009, 05:00 Uhr
GNL5223
Gelegenheitsradfahrer, die höchstens vier Stunden in der Woche fahren, müssen beim Radeln mit Nebenwirkungen rechnen: Ihnen drohen nämlich Probleme mit dem Po. Vielfahrer dagegen neigen eher zu Rückenschmerzen. Zu diesen Erkenntnissen kam das Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule in Köln.
Je nach Sitzposition lasten bis zu 70 Prozent Ihres Körpergewichtes auf dem Gesäß. Der Sattel, die Handgriffe, der Lenker und die Pedale sind die Kontaktpunkte zwischen Ihnen und dem Rad. Sie sollten besonders gefedert sein, um negative Folgen abzumildern. Die Kölner Forscher testeten, ob spezielle Sattelstützen den Komfort für das Hinterteil erhöhen können, indem sie Stöße abfangen. Die Studienteilnehmer, die regelmäßig mit dem Rad unterwegs waren, bewerteten die gefederten Stützen als sehr gut. Vor allem im Alltagsgebrauch kam die Federung gut weg. Die Federung der Sattelstützen sollte individuell eingestellt und an das Körpergewicht angepasst werden. Das macht mach besten der Fachhändler.
Männliche Vielfahrer sollten vor allem auch auf die Sattelhöhe achten. Ist der Sattel zu hoch, lastet zu viel Gewicht auf der Dammregion. Das kann zu Durchblutungsstörungen im Penis und damit zu Erektionsstörungen kommen. Auch die Hoden können Schaden nehmen. Drücken Sie die Beine beim Fahren nie ganz durch. Der Sattel sollte zudem nicht zu schmal sein und möglichst horizontal montiert sein. Die Spitze sollte nicht nach oben zeigen.