Verbannen Sie Wohngifte aus Ihrer Umgebung
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 19. Juli 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Wenn Sie anhaltend von Kopfschmerzen, Schwindel, Hustenreiz oder tränenden Augen gequält werden und diese Beschwerden sich verflüchtigen, sobald Sie das Haus verlassen, müssen Sie detektivischen Spürsinn walten lassen. Reduzieren können Sie die Belastung Ihrer Wohnung jedoch auch schon durch eigene Maßnahmen:
- Verzichten Sie darauf, in Ihrer Wohnung zu rauchen.
- Lüften Sie mehrmals täglich richtig durch (Querlüftung).
- Waschen Sie Baumwollkleidung vor den ersten Anziehen und verzichten Sie möglichst auf Kleidungsstücke, die Sie chemisch reinigen lassen müssen.
- Verwenden Sie keine scharfen Reinigungs-, Wasch- und Desinfektionsmittel oder Weichspüler.
- Verabschieden Sie sich von Ihren Duftlämpchen, denn die ätherischen Öle können Terpene und Aldehyde freisetzen.
- Verwenden Sie keine Haarsprays.
- Kaufen Sie nur Möbel und Einrichtungsgegenstände (etwa Matratzen) mit Prüf- beziehungsweise Umweltzeichen, Möbel, die den "Blauen Engel", "ÖkoControl" oder das "Goldene M" tragen, helfen die Schadstoffbelastung in Ihrer Wohnung zu verringern.
- Verzichten Sie, wo immer es geht auf Spanplatten und entfernen Sie alte (alte Spanplatten können noch nach Jahren Schadstoffe freisetzen) beziehungsweise stellen Sie - wenn es sich nicht vermeiden lässt - nicht zu viele Möbel aus Spanplatten in einem Zimmer auf.
- Bewahren Sie Klebstoffe, Lacke, Lösungsmittel und Pinselreiniger möglichst nicht in der Wohnung auf.
- Heizungsraum, Hobbyraum und Garage sollten zur Wohnung hin gut abgedichtet sein.
- Bevorzugen Sie umweltfreundliche Lacke und Lasuren auf Wasserbasis (ich schwöre auf die von „Schöner wohnen", die sind auch für Laien extem gut zu streichen, die Pinsel können einfach mit Wasser ausgespült werden) oder Mineral-, Kalk- oder Lehmputz.
- Stellen Sie Ihre Möbel nicht direkt an die Wand. Die Luft sollte dahinter noch zirkulieren können.
- Beauftragen Sie für Neueinbauten oder Renovierungsmaßnahmen ausgewiesene Bio-Fachleute wie etwa Bio-Tischlereien.
- Reklamieren Sie Möbel und Einrichtungsgegenstände, die nach mehr als vier Wochen noch unangenehm riechen.
- Hausstaub entfernen Sie am besten durch feuchtes Wischen. Beim Staubsaugen wird der Hausstaub mit den darin befindlichen Chemikalien meist nur aufgewirbelt.
- Hilfestellung erhalten Sie im Zweifelsfall bei den örtlichen Verbraucherzentralen und Mieterschutzvereinen.