Uveitis: So schützen Sie sich vor der gefährlichen Augenentzündung
Täglich Gesund zum Thema Uveitis
vom 07.05.2007 16:00 Uhr
GNL5356
Rund eine halbe Million Menschen in Deutschland leiden an einer Entzündung der Augeninnenhäute, einer so genannten Uveitis. Und jedes Jahr erkranken weitere 50.000 Bundesbürger. Doch viel zu oft nehmen die Betroffenen die Beschwerden auf die leichte Schulter. Schwerwiegende Komplikationen bis zur teilweisen Erblindung sind die Folge. Der Berufsverband der Augenärzte bezeichnete die Uveitis daher erst vor wenigen Wochen erneut drastisch als „tickende Zeitbombe“.
In diesem Beitrag möchten wir Sie daher mit den Frühsymptomen dieser sich oft schleichend entwickelnden Erkrankung vertraut machen. Lesen Sie außerdem, welche natürlichen Verfahren die notwendige akute Behandlung mit starken und nebenwirkungsreichen Substanzen ergänzen sowie langfristig sogar ersetzen können.
Die Entzündung betrifft viele Teile des Auges
Uveitis ist der Oberbegriff für mehrere entzündliche Augenerkrankungen. Die Bezeichnung „Uvea“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Traube“. Die Medizin fasst darunter die Regenbogenhaut (= Iris), den Strahlenkörper (= Ziliarkörper) und die Aderhaut (= Choroidea) des Auges zusammen. Sie alle können sich bei einer Uveitis entzünden.
Nach dem Ort der Entzündung unterscheidet man folgende Arten:
- vordere Uveitis (U. anterior)
- mittlere Uveitis (U. intermedia)
- hintere Uveitis (U. posterior)
Sind alle Abschnitte entzündet, liegt eine Panuveitis vor.
Besonders tückisch ist die chronische Uveitis
Die vordere Uveitis wird meist schneller erkannt, da sie sich gewöhnlich akut mit plötzlichen, heftigen Beschwerden bemerkbar macht.
Das sind die Symptome einer akuten vorderen Uveitis:
- starke Rötung des Auges, besonders um die Iris herum
- stechende Schmerzen
- vermehrter Tränenfluss
- verschwommenes Sehen
- verengte Pupille
- Verschlimmerung der Beschwerden bei hellem Licht
Ausgesprochen tückisch sind dagegen mittlere und hintere Uveitis, die sich als chronische Erkrankungen schleichend entwickeln und zunächst nur unspezifische Symptome bewirken. Dies sind mögliche
Schnelles Handeln ist gefragt
Die verschiedenen Entzündungsprodukte wie z. B. Eiweiß- und Zelltrümmer schädigen die feinen Augenstrukturen sehr schnell. Daher muss die Entzündung schnellstmöglich mit schulmedizinischen Mitteln zum Stillstand gebracht werden, um bleibende Schäden zu verhindern.
Dies sind die typischen Komplikationen:
- Verklebungen zwischen Regenbogenhaut und Linse
- Einlagerung von Kalziumverbindungen in die Hornhaut
- Eintrübung der Augenlinse (Grauer Star/Katarakt)
- Anstieg des Augeninnendrucks (Grüner Star/Glaukom)
- Makulaödeme (Wassereinlagerung an der Stelle des schärfsten Sehens)
Suchen Sie deshalb bei den ersten Warnsignalen umgehend Ihren Augenarzt auf und machen Sie bitte keine eigenen Therapieversuche.
Als häufigste Ursache gelten heute Autoimmunprozesse
Keine andere Augenerkrankung hat ein so großes Ursachenspektrum wie die Uveitis. Es reicht von Erregern, die natürlich mit entsprechenden Antibiotika bekämpft werden müssen, über Herdbelastungen, wie z. B. eine chronische Zahnwurzelvereiterung, bis zu Autoimmunprozessen. Letztere gelten heute als wahrscheinlichste Ursache für 65 bis 80 % aller Uveitis-Erkrankungen. Bei diesen „fehlgeleiteten Abwehrprozessen“ kann die Immunabwehr nicht mehr eigene von fremden Strukturen unterscheiden und greift eigenes Gewebe an. Genau hier setzen moderne naturheilkundliche Verfahren an, um die Abwehr zu entlasten und „umzuerziehen“. Dagegen beschränkt sich die – allerdings bei schweren Verläufen zunächst unverzichtbare – konventionelle Therapie auf Entzündungshemmung, z. B. mit Kortison und anderen hochwirksamen synthetischen Substanzen zur Dämpfung der Immunabwehr (= Zytostatika).
Auf diese Verfahren setzt die Naturkeilkunde:
- Enderlein- bzw. Sanum-Therapie
- Homotoxikologie
- Organotherapie mit Thymuspeptiden oder Ribonucleinsäuren
- UV-Licht-Therapie
- Klimatherapie am Roten Meer
- Ernährungsumstellung
- Herdsanierung
- klassische Homöopathie
Verzichten Sie auf tierisches Eiweiß
Eine weitere wichtige Säule der Uveitis-Therapie ist die Entlastung des Immunsystems im Darm durch Verzicht auf tierisches Eiweiß. So sollten Sie künftig keinerlei Schweinefleisch mehr essen, da dieses genetisch dem menschlichen Körpergewebe ähnelt und dadurch die fehlgeleitete Abwehr zusätzlich irritiert. Auch alle Kuhmilchprodukte und Rindfleisch sowie Eier sollten Sie nach Absprache mit Ihrem Therapeuten für 6 bis 12 Wochen meiden. Eine Uveitis ist eine schwere Erkrankung, die eine enge Zusammenarbeit Ihrer Ärzte und Therapeuten erfordert. Folgen Sie bitte den Anweisungen Ihrer Therapeuten – auch wenn Sie kurzfristig z. B. Kortison einnehmen müssen. Erst wenn die akute Gefahr gebannt ist, können natürliche Verfahren zum Einsatz kommen.
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