Wichtige Fragen rund um das Thema „Prostata“
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Prostatavergrößerung
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In den Lesersprechstunden werden meinem Redaktionsteam immer wieder Fragen rund um die Prostata gestellt. Die wichtigsten möchte ich Ihnen hier noch einmal beantworten.
Frage: Ich habe von speziellen Nahrungsergänzungspräparaten gelesen, die mich vor Prostataerkrankungen schützen sollen. Empfehlen Sie mir solche Mittel?
Dr. Spitzbart antwortet: Es tauchen immer wieder Mittel auf, die damit beworben werden, dass sie schützende Inhaltsstoffe haben. Im Moment finden Sie zum Beispiel die Präparate, die Lycopin enthalten. Dieser Stoff entstammt der Tomate und kann nachgewiesenermaßen die Prostata schützen. Ich empfehle diese Kapseln nicht. Wir wissen heute noch gar nicht, ob sie – im Gegensatz zum „frischen“ Lycopin – überhaupt eine Wirkung haben. Darüber hinaus kennen wir die Langzeitwirkung der Tabletten nicht. Sie sollten sich lieber gesund und ausgewogen ernähren – das ist nicht nur gesünder, sondern auf Dauer auch preiswerter.
Frage: Bei mir soll eine gutartige Prostatavergrößerung operiert werden. Ich bin zwar schon älter, habe aber dennoch ein gutes Sexualleben. Muss ich damit rechnen, nach der Operation impotent zu sein?
Dr. Spitzbart antwortet: Das ist eine häufige Angst, die mir auch bei meinen Patienten begegnet. Dabei müssen Sie zwei Fälle von Impotenz unterscheiden. Es ist nur ein ganz geringer Prozentsatz der Operierten der nach dem Eingriff Erektionsprobleme hat - die Zahlen schwanken zwischen 2 und 5 %. Was dagegen sehr häufig auftritt, ist der rückwärtige Samenfluss. Dabei fließt der Samen in die Harnblase und von da aus mit dem Urin aus dem Körper. Das heißt, dass Sie beim Sex nicht mehr ejakulieren können.
Frage: Bedeuten Schmerzen beim Wasserlassen, dass die Prostata vergrößert ist?
Dr. Spitzbart antwortet: Nicht unbedingt. An solchen Symptomen kann auch eine Blasen- oder Harnleiterentzündung schuld sein. Sie sollten dennoch einen Urologen aufsuchen und Ihre Prostata untersuchen lassen. Wird eine Vergrößerung frühzeitig erkannt, können auch andere Methoden als eine Operation Ihnen helfen.
Frage: Mein Arzt hat mir (46) geraten, die erste Prostata-Untersuchung machen zu lassen. Muss das wirklich sein? Ich kenne es eigentlich so, dass Prostatakrebs eher ältere Männer betrifft.
Dr. Spitzbart antwortet: Sie sollten auf Ihren Arzt hören und Ihre Prostata bei einem Urologen untersuchen lassen, denn Prostatakrebs ist eine Erkrankung, die auch junge Männer bekommen können. Durch die Untersuchung kann ein eventueller Tumor rechtzeitig erkannt und behandelt werden, bevor er streuen kann.
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