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Vergrößerte Prostata

Wenn das Wasserlassen bei Männern zum Problem wird

In letzter Zeit sind Sie vier bis fünf Mal in der Nacht zur Toilette gegangen. Ihre Frau glaubt, dass Sie Ihre Prostata überprüfen lassen sollten und drängt darauf, dass Sie zum Arzt gehen. Aber Sie kommen mit Ihren Symptomen zurecht und halten wenig von einer Behandlung.

Mit zunehmendem Alter entwickeln viele Männer eine vergrößerte Prostata, ein Zustand, der als benigne Prostatahyperplasie (BPH) bezeichnet wird. Die Symptome sind zwar unangenehm, aber tolerabel. Doch wenn sie lange Zeit unbehandelt bleiben, kann eine vergrößerte Prostata Ihre Blasenmuskulatur und sogar Ihre Nieren schädigen. Es ist wichtig, rechtzeitig den Arzt aufzusuchen, bevor sich die Schäden nicht mehr rückgängig machen lassen.

50% aller 60-Jährigen haben Prostataprobleme

Die Prostata oder Vorsteherdrüse gehört zum reproduktiven System der Männer. Sie liegt direkt unter der Blase und umschließt die Harnröhre, also das Röhrchen, über das die Blase entleert wird. Die Prostata sondert eine Flüssigkeit ab, die die Samenzellen ernährt und transportiert. Unter normalen Umständen ist die Prostata etwa so groß wie eine Walnuss.

Im Alter vergrößert sich jedoch die Drüse häufig und verengt die Harnröhre. Das kann die Passage von Urin erschweren.

Eine vergrößerte Prostata tritt etwa bei der Hälfte aller Männer in den 60ern und bei fast 80% aller Männer zwischen 70 und 90 Jahren auf. Die Schwere der Erkrankung variiert. Nur etwa die Hälfte der Patienten mit einer vergrößerten Prostata hat Probleme, die sich bemerkbar machen bzw. so störend sind, dass eine Behandlung ratsam ist. Zu den Symptomen können folgende Erscheinungen gehören:

  • Ein schwacher Harnstrahl
  • Schwierigkeiten, mit dem Urinieren zu beginnen
  • Abbrechen und wieder fortfahren während des Wasserlassens
  • Nachtropfen am Ende des Urinierens
  • häufiger Harndrang
  • vermehrte nächtliche Toilettengänge (Nyktorie)
  • starker Harndrang
  • Unfähigkeit, die Blase komplett zu entleeren
  • Harnwegsinfektion

Wenn Sie eine dieser Schwierigkeiten bemerken, sollten Sie zu Ihrem Arzt gehen. Eine langfristige Blasenentleerungsstörung, die durch eine vergrößerte Prostata bedingt ist, kann den Verlust der Blasenspannung nach sich ziehen und zu einer Blasenerweiterung führen. Wenn diese zu lange unbehandelt bleibt, kann der Schaden an der Blasenmuskulatur nicht mehr rückgängig gemacht werden. Eine Therapie zur Behebung der Obstruktion wird das Problem nicht unbedingt lösen, wenn sie zu spät kommt. Blaseninfektionen und Nierenschäden können als Spätfolgen auftreten.

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