Prostatavergrößerung: Symptome
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Es kann sein, dass Sie überhaupt nichts von Ihrer vergrößerten Prostata mitbekommen. Meist aber engt das Wachstum die Harnröhre ein. Dadurch treten Symptome auf, die wir Mediziner in drei Stadien unterteilen:
1. Anfangsstadium. Durch die Verengung der Harnröhre kommt es zu Problemen beim Wasserlassen. Diese können ganz verschiedener Natur sein:
- starker Harndrang,
- unfreiwilliges Wasserlassen,
- Nachtropfen von Harn,
- schwacher Harnstrahl,
- die Blase leert sich nur nach mehreren Versuchen komplett,
- ständiges Urinieren, manchmal innerhalb von Minuten, auch nachts,
- der Drang zum Entleeren ist da, beim Wasserlassen selbst dauert es aber, bis der Harn fließt,
- die Harnblase kann nur entleert werden, wenn Sie die Bauchmuskeln zu Hilfe nehmen, also „drücken“ oder „krampfen“.
2. Fortgeschrittenes Stadium. Sie können Ihre Blase nicht mehr komplett entleeren – die Menge Urin, die zurückbleibt, kann mehrere 100 ml betragen. Dieser Resturin führt dann zu ständigem Harndrang oder Blasen-Völlegefühl.
Hinzu kommt, dass es Krankheitskeimen durch den ständigen Urin in der Blase sehr leicht gemacht wird, diese zu befallen. Es kommt zu häufigen Harnwegsinfekten, die sich sogar durch Schüttelfrost und Fieber sowie starke Schmerzen beim Wasserlassen bemerkbar machen können. Spätestens dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
3. Endstadium. Verengt die Prostata den Harnleiter immer weiter, kommt es zum Urinstau, dem so genannten Harnverhalten. Er verhindert, dass Sie Wasser lassen können, und fördert eine schmerzhafte Blasenausdehnung. Dieser Urinstau kann sich bis in die Nieren fortsetzen und hier zu bleibenden Schäden führen, in schweren Fällen sogar bis hin zum Nierenversagen.
Es ist nicht gesagt, dass bei Ihnen all diese Symptome auftreten, wenn sich Ihre Prostata vergrößert. Zudem kann der Übergang zwischen den Krankheitsstadien fließend sein. Oft passiert es auch, dass Männer mit einer vergrößerten Prostata lange Zeit im ersten Stadium bleiben oder aber die Krankheitsanzeichen des Anfangsstadiums plötzlich wieder verschwinden.