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Prostata: Stadien einer Vergrößerung

Im ersten Stadiumleiden Sie als Betroffener hauptsächlich unter vermehrtem Harndrang. Diese Beschwerden können Sie mit Blasentee oder mit Sitzbädern, die Zinnkraut enthalten, lindern. Bei stärkeren Beschwerden sollten Sie zu Präparaten mit Kürbissamen und Früchten der Sägepalme greifen. Diese wirken entzündungshemmend und reduzieren einen Blutstau in der Prostata. Die Präparate der Sägepalme greifen außerdem in den Hormonhaushalt ein. Sie hemmen die Umwandlung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron in seine aktive Variante Dihydrotestosteron und verringern so die Größe der Prostata. Solche Präparate erhalten Sie in der Apotheke. Trotzdem sollten Sie von einer Eigentherapie absehen und den Einsatz dieser Mittel sowie die richtige Dosierung mit Ihrem Arzt besprechen. Nur er kann Ihnen sagen, welche Menge bei Ihnen angemessen ist.

So verändert sich der PSA-Wert, abhängig vom Alter:
40 bis 50 Jahre2,5 µg/ml
50 bis 60 Jahre3,5 µg/ml
60 bis 70 Jahre4,5 µg/ml
über 70 Jahre6,5 µg/ml

Im zweiten Stadium bleiben rund 50 bis 150 ml Restharn in der Blase zurück. In dieser Phase kommen zwei Medikamentengruppen zum Einsatz. Die erste sind die so genannten Alpharezeptorblocker. Sie entspannen die Blasenmuskulatur und sorgen so für eine vollständige Entleerung der Blase beim Wasserlassen. Die zweite sind die 5-alpha Reduktasehemmer. Sie greifen in den Hormonhaushalt ein und reduzieren die Vergrößerung der Prostata. Diese Präparate müssen Sie sich vom Arzt verschreiben lassen.

Im dritten Stadiumist die Prostata so stark gewachsen, dass sie den Harnfluss hemmt. Dadurch kann es zu Schäden an Blase und Niere kommen. Meist wird Ihnen dann zu einer Operation geraten, bei der die Prostata durch die Harnröhre entfernt wird. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit der Wärmebehandlung mit Mikrowellen, das Erweitern des Blasenhalses durch einen Schnitt oder das Einführen von Stents in die Harnröhre, die wie kleine Tunnel wirken. Allgemein haben diese alternativen Verfahren zwar weniger Nebenwirkungen, aber sie sind auch nicht so wirksam wie eine Operation.

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