MenüMenü

Schonende OP durch neue Lasertechnik

Mit dem „Greenlight-Laser“ haben Chirurgen des Münchner Universitätsklinikums Großhadern eine neue schonende Operationsmethode bei gutartiger Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie – BPH) entwickelt. Nachdem zunächst nur schwerkranke Patienten, die dauerhaft einen Blasenkatheter tragen mussten, mit dem grünen Laserstrahl operiert worden waren, wird das Verfahren neuerdings auch bei weniger starken Beschwerden eingesetzt.

Bei der neuen Laser-Methode wird das vergrößerte Prostatagewebe durch einen neuartigen hochenergetischen KTP-Laser (Kalium-TitanylPhosphat-Laser) verdampft, sodass der Harnabfluss praktisch sofort erleichtert ist. Bei korrekter Anwendung, so erläuterte der Leiter der Arbeitsgruppe BPH, Privatdozent Dr. Oliver Reich, im Pressedienst der Universität im März 2005, sei die Komplikationsrate sehr gering. Ob das neue Verfahren die bisherige Standardmethode der transurethralen Resektion der Prostata (TURP) ablösen wird, ist gegenwärtig jedoch noch nicht absehbar, da Langzeitstudien über das Anhalten des Operationserfolgs noch fehlen.

Unser Rat: Da die Anwendung des neuen Laser-Verfahrens eine spezielle Ausbildung erfordert, sollten Sie sich nur in die Obhut von Chirurgen begeben, die sich im deutschen Referenzzentrum für die „Greenlight“-Lasertechnik an der Universität München fortgebildet haben. Das trifft derzeit auf etwa 45 Urologen aus Deutschland und Österreich zu. Fragen Sie also unbedingt nach, wenn Ihnen die neue Methode empfohlen wird.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten