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Warum Tomaten besser sind als ominöse Krebsdiäten

Die Prostata ist in den letzten Jahren zu einem großen Geschäftsfeld geworden. Da fast jeder Mann über 70 an einer Prostatavergrößerung leidet und viele an Krebs erkranken, gibt es mittlerweile viele Angebote für eine gesunde Prostata. Ihnen ist häufig eines gemeinsam: Es handelt sich in den meisten Fällen um Geschäftemacherei. Denn eine wirklich prostatagesunde Ernährung kostet Sie kaum etwas extra.

Spezielle Ernährungsformen und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie vor Prostatakrebs und -vergrößerungen schützen sollen, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Leider werden diese Präparate oft gekauft, weil viele Männer Angst vor einer Prostata-Erkrankung haben. Dabei geht es einfacher.

Pflanzliche Präparate helfen Ihnen gegen Begleiterscheinungen der vergrößerten Prostata

Gerade wenn es zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen kommt, wenn Sie Ihre Blase nur noch unzureichend leeren können oder ständig nachts die Toilette aufsuchen müssen, können pflanzliche Mittel Linderung schaffen.

Kürbiskerne sind wohl das bekannteste Mittel bei vergrößerter Prostata. Sie enthalten Stoffe, die die Spannung Ihrer Blase erhöhen. So erleichtern sie Ihnen, Wasser zu lassen. Zudem stimulieren sie Ihren Hormonhaushalt und wirken damit gegen eine mögliche Ursache für die altersbedingte Wucherung der Prostata. Es braucht dabei gar kein teurer Kürbiskernextrakt zu sein. Knabbern Sie einfach abends eine Hand voll Kürbiskerne – als gesunder Ersatz für Chips.

Brennnesselwurzel: Extrakte der Wurzel enthalten Wirkstoffe, die die Beschwerden einer Prostataerkrankung lindern können. Forscher sind sich über die genaue Wirkung noch nicht einig. Wahrscheinlich wirken Brennnesselwurzeln durch einen enthaltenen Eiweißstoff. Dieser greift in den Hormonhaushalt ein, indem er die Geschlechtshormone, vor allem das Testosteron, bindet.

Roggenpollen: Sie helfen vor allem bei Entzündungen der Prostata, da die Extrakte der Pollen entzündungshemmend wirken. Außerdem enthalten die Pollen Bestandteile, die das Wachstum von Prostatazellen hemmen und so einer Wucherung entgegenwirken.

Früchte von Sägepalmen: Der Extrakt dieser Zwergpalmenart beeinflusst ebenfalls den Hormonhaushalt. Er hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron und somit einen der Faktoren, der das Wachstum der Prostata auslöst. Darüber hinaus erleichtern die Früchte das Abfließen des Harns und wirken abschwellend auf das Prostatagewebe.

All diesen Mitteln ist gemeinsam, dass sie die Beschwerden einer vergrößerten Prostata lindern. Welches Präparat für Sie geeignet ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

Allerdings wirken die Präparate nicht sofort – Sie brauchen etwas Geduld, bis die Effekte eintreten. Darüber hinaus können Pflanzenpräparate kein bereits vorhandenes Wachstum rückgängig machen. Auch wenn Sie die Begleitbeschwerden einer vergrößerten Prostata mit den Mitteln in den Griff bekommen, sollten Sie auf regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt nicht verzichten.

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