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Prostata: OP ist nicht gleich Impotenz

Bei vielen Männern herrscht die Angst vor, dass sie nach der operativen Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung unter Impotenz leiden. Woher diese Angst kommt, kann ich Ihnen auch nicht sagen – wir Mediziner wissen aber, dass sie in den meisten Fällen unbegründet ist. Auch wenn immer wieder behauptet wird, die Operation mache impotent – das stimmt aber so nicht, es passiert nur in rund 2 bis 5 % aller Fälle. Häufig aber kommt es zum so genannten rückwärts gerichteten Samenerguss. Dabei gelangt der Samen nicht mehr in die Harnröhre, sondern in die Harnblase und wird mit dem Urin ausgeschieden. In diesem Fall verlieren Sie die Fähigkeit, Kinder zu zeugen. Anders dagegen sieht es bei einer Prostatakrebs-Operation aus. Nach einem solchen Eingriff haben 30 % aller Männer unter 50 Jahre und sogar 80 % aller Männer über 70 Jahre Erektionsprobleme. Das liegt daran, dass bei der Operation Nerven verletzt werden, die direkt unter der Prostata entlanglaufen. Diese Nerven sind aber für eine Erektion wichtig.

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