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Prostata: Keine Angst vor der Untersuchung

Beim Arzt folgt dann die körperliche Untersuchung. Dazu ertastet Ihr Arzt die Vorsteherdrüse durch den Enddarm – er erkennt so eine Vergrößerung oder Verhärtung. Zusätzlich wird im Labor auch Ihr Harn auf Bakterien überprüft, eine Harnstrahlmessung gibt Aufschluss über Stärke und Geschwindigkeit des Harns. Zur Vorsicht macht Ihr Arzt dann auch einen PSA-Test. Dieses prostataspezifische Antigen ist oft erhöht, wenn Prostatakrebs vorliegt.

Leider gehören Prostataprobleme zu den Themen, über die Mann nicht gerne spricht – auch seinem Arzt gegenüber nicht. Hinzu kommt die Angst vor der Behandlung, dass eine Untersuchung der Prostata schmerzen könnte. Diese Befürchtungen sind aber völlig unbegründet. So läuft eine Prostata-Untersuchung ab:

Erläuterung Ihrer Krankengeschichte: Sie steht am Anfang des ersten Arztbesuches. Der Urologe muss Sie kennen lernen und wird Ihnen dazu einige Fragen stellen. So muss er zum Beispiel wissen, wo und wann Sie Schmerzen an der Prostata haben, ob Ihnen das Wasserlassen Probleme bereitet oder ob Sie ständigen Harndrang verspüren. Zudem wird er Sie nach Prostata-Erkrankungen in Ihrer Familie befragen.

Erstuntersuchung: Jetzt erfolgt die ärztliche Untersuchung Ihres Genitalbereichs. Dazu gehört das Abtasten der Hoden. Der Arzt wird aber auch von innen durch Ihren Enddarm die Prostata abtasten. Vor dieser, in Medizinerkreisen auch „Hafenrundfahrt“ genannten, Untersuchung haben viele Männer Scheu. Dabei tut sie nicht weh, sie ist lediglich ein bisschen unangenehm. Sie fürchten sich vor Schmerzen, aber auch vor Schäden, die diese Untersuchung im Darm verursachen kann.

Blutuntersuchung: Im Labor kann anhand Ihres Blutes festgestellt werden, ob in Ihrem Körper Entzündungen vorhanden sind. So kann eine Harnleiter- oder Prostataentzündung entdeckt werden. Per Blutuntersuchung kann auch Ihr PSA-Wert (siehe Seite 7) gemessen werden.

Urinuntersuchung: Im Urin lassen sich Bakterien finden, aber auch rote und weiße Blutkörperchen. Das ist bei jedem Menschen so – normal ist aber nur eine gewisse Anzahl. Wird diese überschritten, weiß der Arzt, dass entweder Harnwege oder Prostata entzündet sind.

Ultraschalluntersuchung: Mit einer Ultraschallsonde wird Ihr Unterbauch entweder von außen oder aber über den Enddarm untersucht. Dadurch kann Ihr Arzt entdecken, ob bei Ihnen eine Prostatavergrößerung vorliegt, die schon Nieren oder Harnleiter beschädigt hat.

Harnröhrenspiegelung: Diese ist wichtig, um zu erkennen, ob und wie stark Ihre Prostata vergrößert ist. Gleichzeitig kann Ihr Arzt so Harnblase und Harnröhre untersuchen. Dazu führt er ein Endoskop, das nur 5 mm dick ist, unter örtlicher Betäubung durch Ihre Harnröhre ein.

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