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Es muss nicht immer gleich eine Operation sein

Wenn Sie eine vergrößerte Prostata haben, gibt es eine Reihe weiterer Verfahren, die nicht zu den Standardtherapien gehören. Nicht weil sie unbedingt schlechtere Ergebnisse liefern, sondern aufgrund von Nebenwirkungen oder weil sie nicht bei jedem Menschen angewandt werden können. Dennoch sollten Sie diese Therapien kennen – vielleicht ist ja eine für Sie geeignet.

Ein breites Feld an Therapien gibt es, mit denen eine kranke Prostata behandelt werden kann. Dass trotzdem oft zur klassischen Operation als Therapie gegriffen wird, liegt daran, dass sie sich in den meisten Fällen als hilfreich erwiesen hat. Was aber, wenn zum Beispiel Ihr Gesundheitszustand eine Operation mit Vollnarkose nicht zulässt? Ich möchte Ihnen einen Überblick über die gängigsten Methoden geben, die heute angewandt werden können. So lernen Sie Alternativen kennen, die vielleicht auch Ihnen helfen können. Gleichzeitig stelle ich aber auch die Nebenwirkungen dar – Sie sollten immer mit Ihrem Arzt entscheiden, welche Methode mit welchen Risiken für Sie die geeignete ist.

So kann eine vergrößerte Prostata geschrumpft werden

Schonende Verfahren bei einer vergrößerten Prostata werden im Moment immer weiterentwickelt. Hierbei handelt es sich entweder um Methoden, bei denen weniger Betäubungsmittel verwendet werden oder weniger Nebenwirkungen auftreten. Leider aber kennen wir Mediziner die Langzeitfolgen dieser Techniken noch nicht und wissen daher nichts über ihren dauerhaften Erfolg. Zudem werden sie noch nicht überall angeboten. Allerdings müssen Sie sich immer von Ihrem Arzt beraten lassen. Es kommt darauf an, ob in Ihrem Krankheitsfall eine solche Behandlung geeignet ist. Der Arzt kann Ihnen dann auch sagen, wo das Verfahren angewandt wird.

Laser-Vaporisation: Bei diesem Eingriff wird das vergrößerte Prostatagewebe verdampft. Der Laser wird durch die Harnröhre in den Körper geschoben und die Operation von einer auf diesem Weg mit eingeschobenen Mini-Kamera überwacht.

Laser-Resektion: Das Prostatagewebe wird in diesem Fall nicht verdampft, sondern mit dem Laser weggeschnitten. Auch dieser Eingriff erfolgt durch die Harnröhre und wird von einer miteingeführten Minikamera überwacht.

Laser-Ablation: Lasersonden werden über die Harnröhre zur Prostata geschoben und dort in das Gewebe eingestochen. Dabei wird es zerstört.

Diesen drei Techniken ist gemeinsam, dass das Gewebe, das gelöst oder weggedampft wird, vom Körper abgestoßen wird. Die Lasertechniken weisen kaum Komplikationen auf. Allerdings tritt die Wirkung der Operationen stark verzögert ein.

Thermotherapie: Diese Behandlung ist auch unter dem Namen „Hyperthermie“ bekannt. Durch Mikrowellen wird das Prostatagewebe erwärmt – Zellen sollen so weggeschmolzen werden. Die Operation erfolgt über die Harnröhre. Leider ist es mit diesem Verfahren nicht möglich, deutliche Verkleinerungen durchzuführen.

Stents: Bei Stents handelt es sich um kleine Gitterröhrchen. Sie werden bei einer Harnröhrenverengung zusammengefaltet in die Harnröhre eingeführt. Wenn der Stent bis zur verengten Stelle geführt wurde, wird er ausgefaltet. Dadurch drückt er die verengte Harnröhre wieder auseinander. Allerdings ist ein einmal gesetzter Stent keine Lösung für immer, sondern er muss in regelmäßigen Abständen ausgewechselt werden. Für Patienten, die an Harnstau leiden, aber aufgrund ihres Allgemeinzustands nicht operiert werden können, ist er eine gute Alternative.

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