Prostatavergrößerung: Allgemeines
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Nur als gut informierter und aufgeklärter Patient können Sie sich für die Behandlung entscheiden, die für Sie am besten ist
Jedes Mal, wenn Sie mit Ihren Freunden vom Golfklub eine Tasse Kaffee trinken, scheint das Thema auf die 3 P’s zu kommen: Politik, Putten auf dem Grün („Einlochen“) ... und Prostata. Außer Ihnen hat jeder bereits Probleme mit der Prostata (Vorsteherdrüse). Ihre Golfkameraden ziehen Sie damit bereits auf und meinen, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis auch Sie die ersten Probleme mit Ihrer Prostata haben.
Bei allem Spaß unter Freunden, vermutlich haben sie Recht. Natürlich lässt sich nicht vorhersehen, ob Sie später einmal an der Prostata erkranken, doch von bestimmten Prostata-Erkrankungen sind mehr als 50% der Männer betroffen. Und Prostata-Probleme nehmen mit dem Alter zu.
Die 3 Hauptgruppen von Prostata-Erkrankungen sind Entzündungen, Vergrößerungen und Krebs der Vorsteherdrüse. Auch wenn sie störend und manchmal schmerzhaft sind, sind eine Entzündung und eine Vergrößerung grundsätzlich nicht lebensbedrohlich. Prostata-Krebs kann jedoch tödlich verlaufen. Nach Angaben der International Agency for Research in Cancer erkranken in der EU jährlich 202.000 Männer neu an Prostata-Krebs, 68.000 sterben da ran. In Deutschland erkranken jährlich etwa 40.600 Männer an Prostata-Krebs.
Darüber hinaus kann die Behandlung von Prostata-Krebs unerwünschte Nebenwirkungen nach sich ziehen, wie zum Beispiel eine gestörte Blasenkontrolle (Inkontinenz) oder ein beeinträchtigtes Erektionsvermögen (Impotenz). Wenn Prostata-Krebs frühzeitig entdeckt wird, kann er in der Regel erfolgreich behandelt werden. Die medizinischen Möglichkeiten, Prostata-Probleme in einem frühen Stadium zu entdecken und zu diagnostizieren, verbessern sich immer weiter. Fortschritte bei den Medikamenten, den operativen Techniken, der Strahlen- und der Hormontherapie verbessern die Ergebnisse und reduzieren das Risiko von Inkontinenz und Impotenz.
Sie können ebenfalls dazu beitragen, Prostata-Probleme zu reduzieren:
Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, wenn Sie älter als 50 Jahre sind.
Lassen Sie Ihre Prostata untersuchen, wenn Sie bestimmte Anzeichen und Symptome bemerken.
Informieren Sie sich gründlich über die verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, um sich dann, falls erforderlich, zusammen mit Ihrem Arzt für die Behandlung zu entscheiden, die für Sie am besten ist.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in Ihrem Leben Prostata-Probleme entwickeln, kann hoch sein. Umso wichtiger ist es, dass Sie die wesentlichen Hintergründe von Prostata-Problemen kennen, damit diese rechtzeitig entdeckt und erfolgreich behandelt werden, bevor diese schmerzhaft oder sogar lebensbedrohlich werden.