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Finasteride bei gutartiger Prostatavergrößerung

Finasteride wird Männern mit einer stärker vergrößerten Prostata, auch unter dem Begriff Benigne Prostatahyperplasie (BPH) bekannt, verschrieben.

BPH ist ein häufiges Krankheitsbild bei Männern über 50 Jahren. Sie kann zu häufigem Wasserlassen, plötzlichem Harndrang und Störungen der Blasen-Entleerung führen.

Behandlung der BPH mit Finasteride

Die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung mit dem Medikament Finasteride vermindert laut einer Langzeitstudie (über 4 Jahre) die Häufigkeit des Auftretens von Harnverhalt (Harnsperre).


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Außerdem wird der Studie zufolge die Notwendigkeit einer chirurgischen Therapie um mehr als 50% reduziert. Diese Ergebnisse widersprechen einer früheren 1-Jahres-Studie, die zu dem Ergebnis kam, dass Finasteride nicht besser wirke als ein Placebo.

Neuer Studie widerlegt alte Ergebnisse

Die neuere 4-Jahres-Studie, die im Februar 1998 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, hat nun also ergeben, dass Finasteride die Symptome und die Notwendigkeit einer chirurgischen Therapie bei 53% der Patienten mit Prostatavergrößerung reduziert hat.

Die Wissenschaftler sind der Auffassung, daß der Grund für die gegensätzlichen Ergebnisse dieser Studie im Vergleich zu der genannten früheren darin liegt, dass Finasteride nur bei erheblicher Prostatavergrößerung wirksam ist.

An der früheren Studie nahmen auch Männer mit nur leicht vergrößerter Prostata teil.


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Der Mayo-Clinic-Urologe Dr. Michael Lieber, einer der Autoren der neueren Studie, stellt fest, daß dies die 1. Langzeitstudie sei, die die Vorteile einer medikamentösen Behandlung der BPH zeigen konnte.

Die bisher häufigste Behandlungsmethode ist eine Operation.

Wirkung und Nebenwirkungen

Das hier beschriebene Medikament wird unter dem Namen Proscar® vertrieben und wirkt bei konsequenter Einnahme erst nach 4 – 6 Monaten.

Zu den Nebenwirkungen, die selten vorkommen, gehören eine verminderte Libido und Erektionsstörungen.

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