Prostatakrebs: Wenn der Krebs sich ausgebreitet hat
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Wenn sich der Krebs jenseits Ihrer Prostata ausgebreitet hat, wird die Heilung schwieriger. Es gibt jedoch bestimmte Therapien, mit denen sich die Erkrankung kontrollieren lässt.
Die häufigste Therapie stützt sich auf Medikamente, die die Produktion der männlichen Sexualhormone – besonders Testosteron – stoppen. Oder es sind Wirkstoffe, die verhindern, dass Hormone in die Krebszellen gelangen.
Die so genannten Agonisten des Luteinisierenden-Hormon-Freisetzungshormons (LH-RH) unter binden Signale, die die Hoden zur Produktion von Testosteron anregen. Zu dieser Wirkstoffgruppe gehören Goserelin (Zoladex®) und Leuprolid (Lupron®), die einmal alle 1 bis 4 Monate injiziert werden, und Leuprolid (Viadur®), das einmal jährlich chirurgisch implantiert wird. Antiandrogene, zu denen Bicalutamid (Casodex®), Flutamid (Eulexin®, Fugerel®) und Nilutamid (Nilandron®) gehören, bilden eine weitere Medikamentengruppe, die häufig in Kombination mit LHRH- Agonisten zum Einsatz kommt. Diese Wirkstoffe blockieren die Testosteron-Rezeptoren in den Karzinomzellen.
Eine operative Entfernung der Hoden ist eine andere Möglichkeit, um die Testosteron-Produktion zurückzufahren. Diese Option galt früher als Therapie der Wahl bei fortgeschrittenem Prostata-Krebs, aber Hormon blockierende Medikamente machen diesen Eingriff mittlerweile oft überflüssig. Wenn ein fortgeschrittenes Karzinom nicht auf andere Behandlungen anspricht, kann eine Chemotherapie angebracht sein.
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