Prostatakrebs: Warum die Vorsorge so wichtig ist
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„Männer sterben eher mit einem Prostatakrebs als an einem Prostatakrebs“ – ein gängiger Satz unter uns Medizinern, der widerspiegelt, dass diese Krebsart nur in 25 % aller Erkrankungen aggressiv verläuft. Dennoch dürfen Sie Prostatakrebs und vor allem seine Vorsorge nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn je eher der Krebs erkannt wird, desto besser sind Ihre Heilungschancen.
Mittlerweile ist Prostatakrebs die zweithäufigste Krebsart in Deutschland – dennoch kennen wir die genauen Entstehungsursachen immer noch nicht. Forscher haben bisher nur herausgefunden, dass es Faktoren gibt, die die Entstehung des Krebses beeinflussen. Dazu gehören auch ethnische Unterschiede. Skandinavische Männer erkranken am häufigsten, deutsche dagegen liegen im Mittelfeld. Selten sind Asiaten betroffen.
Diese Unterschiede können in den verschiedene Ernährungsgewohnheiten begründet liegen. Viele Studien haben ergeben, dass eine kalorienreiche Ernährung, die darüber hinaus noch sehr fetthaltig ist, aber arm an Ballaststoffen, das Krebsrisiko erhöht. Viel Gemüse und Obst hingegen schützen.
Hinzu kommt, dass das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, vererbt wird. Ist in Ihrer Familie ein Fall von Prostatakrebs aufgetreten, verdreifacht sich Ihr Krankheitsrisiko. Ist Ihr Bruder erkrankt, vervierfacht es sich.
Was der PSA-Wert nach der Krebsoperation aussagt

Wenn es nach einer Prostatakrebs-Operation wieder zu einem Anstieg des PSA-Wertes kommt, kann das verschiedene Ursachen haben, entweder Bildung von Metastasen oder ein Neuauftreten des Tumors.
Ein Prostatakrebs wächst unbemerkt
Ein bösartiger Prostatatumor befindet sich immer am äußeren Bereich der Prostata. Da er hier nichts einengen oder abklemmen kann, werden Sie zu Beginn nichts bemerken. Erst wenn er weiterwächst, beginnen auch die Beschwerden. Dann hat sich die Prostata so weit vergrößert, dass sie auf die Harnröhre drückt. Es kommt zu
- häufigem Harndrang,
- häufigem Wasserlassen, auch oder vor allem nachts,
- Nachtröpfeln des Harns,
- Impotenz.
Wenn der Tumor weiterwächst, beginnt der Genitalbereich zu schmerzen, zudem findet sich dann auch oft Blut in Urin oder Sperma.
Nutzen Sie die Vorsorgemöglichkeiten
Prostatakrebs ist ein stiller Krebs, da es erst im Spätstadium zu den oben erwähnten Beschwerden kommt. Sie sollten daher die Krebsvorsorgeuntersuchungen nicht vernachlässigen. Eine Untersuchung zur Krebsfrüherkennung sollten Sie ab 45 Jahre jährlich beim Urologen durchführen lassen. Dazu ertastet Ihr Arzt durch Ihren Enddarm hindurch die Prostata. Er kann bei dieser so genannten digital-rektalen Untersuchung nicht nur eine vergrößerte Prostata erkennen, sondern auch Krebsknoten schon im Frühstadium ertasten. So werden rund 70 % aller Tumore erkannt.
Es gibt aber auch Tumore, die auf diese Weise nicht ertastet werden können. Sie liegen auf der Bauchseite. Um diese zu erkennen, ermittelt der Arzt Ihren PSA-Wert, den Wert des prostataspezifischen Antigens. Das ist ein Eiweißstoff, der in der Prostata produziert wird. Ist er erhöht, kann dies als erster Anhaltspunkt auf eine eventuelle Krebserkrankung gedeutet werden.
Er kann aber auch aus anderen Gründen, zum Beispiel schon durch die vorausgegangene Tastuntersuchung, erhöht sein. Daher muss nach Ermittlung eines verdächtigen PSA-Wertes immer nachgeprüft werden. Innerhalb einiger Wochen sollte eine weitere PSA-Untersuchung erfolgen. Ist dieser Wert ebenfalls aus unerklärlichen Gründen erhöht, sollte eine genaue Prostata-Untersuchung erfolgen.
Dazu wird die Vorsteherdrüse dann mit Ultraschall durch den Enddarm betrachtet – hierbei kann Ihr Arzt auch Gewebe entnehmen, um es anschließend auf Krebszellen zu untersuchen.
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