Prostatakrebs: Wann soll operiert werden?
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Eine kürzlich veröffentliche Studie der Mayo Clinic kommt zu dem Ergebnis, dass eine lokal fortgeschrittene Form von Prostatakrebs häufig erfolgreich operativ behandelt werden kann.
In Deutschland erkranken jährlich rund 40.000 Männer neu an Prostatakrebs. Damit ist der Krebs der Vorsteherdrüse in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Der Häufigkeitsgipfel liegt dabei jenseits des 70. Lebensjahres. Jährlich werden etwa 11.000 Todesfälle wegen Prostatakrebs in Deutschland verzeichnet. Nach Angaben der Deutsche Gesellschaft für Urologie nutzen aber nur etwa 15% bis 20% der Männer die von den Kassen angebotenen Vorsorgeuntersuchungen.
Die Mayo-Clinic-Studie wurde in der April-Ausgabe von BJU International, dem wissenschaftlichen Magazin der British Association of Urological Surgeons (britische Vereinigung der urologischen Chirurgen), vorgestellt. Diese Studie umfasste über 5.600 Männer mit Prostata krebs, die sich einer radikalen Prostatektomie unterzogen hatten, bei der die Prostata sowie nahe liegende Lymphknoten operativ entfernt wurden. Von diesen Männern hatten 841 Patienten Prostatakrebs, der sich bereits lokal außerhalb der Prostata ausgedehnt hatte (T3 nach der international gültigen Tumorstadieneinteilung).
Aufgrund des fortgeschrittenen Stadiums betrachten manche Ärzte diesen Krebs als nicht mehr operabel und empfehlen daher nicht-operative Verfahren wie zum Beispiel eine Strahlenbehandlung. In den USA wird nur ein kleiner Prozentsatz dieser Krebspatienten operativ behandelt.