Prostatakrebs: PSA-Test
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Sollten sich alle Männer dem Prostata-spezifischen Antigentest unterziehen, auch wenn keine Anzeichen von Prostata-Krebs vorliegen oder bestimmte Risikofaktoren bekannt sind? Die Antwort der Ausgabe des Journal of the American Medical Association (JAMA) vom 14. September 1994 lautet: „Nein“. Die Diskussion über mögliche Vorteile des PSA-Tests wird jedoch weitergeführt.
Beim PSA-Test wird das prostataspezifische Antigen gemessen, ein Protein, das sowohl von normalen Prostatazellen als auch von Krebs befallenen Zellen gebildet wird. Wenn die Messungen über einen längeren Zeitraum wiederholt werden, kann unter Umständen ein Anstieg des PSA-Werts festgestellt werden, was auf einen Prostatakrebs im Frühstadium hindeuten kann.
Der JAMA-Bericht kommt zu dem Ergebnis, daß eine Untersuchung aller Männer auf Prostatakrebs zu erhöhten Kosten führt und auch keine nennenswerte Lebensverlängerung mit sich bringt. Nach dieser Analyse würde die Untersuchungen aller Männer zum einen mit Hilfe des PSA-Tests und zum anderen durch Abtasten des Rektums bei Männern im Alter von 50 Jahren die Lebenserwartung um lediglich 0,6 Tage und bei 70-Jährigen um 1,7 Tage erhöhen.
Die Grundlage des Berichts bildeten jedoch statistische Daten und Hypothesen, und nicht klinische Daten. Die Forschungsergebnisse beenden nicht das Dilemma, dem Männer mit früh erkanntem Prostatakrebs ausgesetzt sind. Vor einem PSA-Screeningtest müssen der Patient und der Arzt mehrere Faktoren berücksichtigen (s. Mayo Clinic Gesundheits-Brief vom Juni 1994).
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