Prostatakrebs: Jedes Stadium braucht eigene Behandlung
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Prostatakrebs
GNL5356
Je nachdem, wie schnell der Tumor wächst und in welchem Stadium er sich befindet, wird auch die Behandlung ausfallen. Zudem wird Ihr Arzt auch berücksichtigen, wie alt der Tumor ist und in welchem Allgemeinzustand Sie sich befinden:
1. Es handelt sich um einen Tumor, der sich nur an der Prostata befindet und bei dem die Chance auf Heilung sehr groß ist. In diesem Fall wird die Prostata operativ entfernt – wenn es möglich ist. Dann sind die Heilungschancen am besten. Können Sie nicht operiert werden, wird man Ihnen eine Strahlentherapie vorschlagen. Ist der Tumor sehr klein, kann die Therapie in einigen Fällen noch aufgeschoben werden – wenn es sich um einen Tumor handelt, der nicht streut.
2. Der Tumor wuchert schon im Gewebe rings um die Prostata. Eine Heilung ist nicht mehr in jedem Fall möglich. Auch hier ist eine Operation die Behandlung erster Wahl. Aber das erkrankte Gewebe kann meist nicht mehr komplett durch die Operation entfernt werden. Daher wird die Strahlentherapie als zweite Behandlung ergänzend angewandt. Da bei entarteten Prostatazellen das weitere Krebswachstum wahrscheinlich vom Vorhandensein von Testosteron abhängig ist, wird manchmal auch versucht, die körpereigene Testosteronproduktion zu stoppen und so den Krebs zu bremsen. Welche Methode des Hormonentzugs gewählt wird, muss im Einzelfall entschieden werden.
3. Der Tumor hat in anderen Organen Metastasen gebildet. Eine Heilung des Krebses ist nicht mehr möglich. In diesem Fall erfolgt meist keine Operation oder Strahlentherapie mehr. Stattdessen wird Ihnen Testosteron radikal entzogen – die Behandlung wird durchgeführt, um Ihre Lebensqualität zu verbessern.