Prostatakrebs: Hitzewallungen sind behandelbar
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Männer mit fortgeschrittenem Prostatakrebs werden üblicherweise mit einer Hormontherapie - der so genannten Antiandrogentherapie - behandelt. Sie soll verhindern, dass das männliche Hormon Testosteron das Wachstum des Prostatakarzinoms fördert.
Eine gängige Nebenwirkung dieser Prostatakrebstherapie sind Hitzewallungen. Sie treten bei etwa 75% der so behandelten Männer auf. Im Rahmen einer neueren Studie haben Wissenschaftler der Mayo Clinic einen Wirkstoff gefunden, der vermutlich die Häufigkeit und die Schwere der Hitzewallungen mindern kann.
Im Rahmen dieser Studie, die in der Zeitschrift Mayo Clinic Proceedings erschienen ist, wurden 18 Männer untersucht, die bedingt durch eine Androgen-Blockade stark unter Hitzewallungen litten. In der ersten Woche mussten die Studienteilnehmer die Häufigkeit und die Schwere der Hitzewallungen protokollieren. In den folgenden 4 Wochen wurde ihnen der antidepressive Wirkstoff Paroxetin in verschiedenen Dosen verabreicht.
Die Studienteilnehmer berichteten, dass sich sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Hitzeanfälle reduzierte. Die Männer waren zudem weniger gereizt und litten weniger unter Depressionen, sie schwitzten weniger und ihr Schlaf hatte sich ebenso wie die allgemeine Lebensqualität verbessert. Für diese Hitzewallungen gibt es auch andere Behandlungsmöglichkeiten. Allerdings werden dabei typischerweise Hormone eingesetzt, bei deren Einnahme für Prostatakrebspatienten ernste Bedenken bestehen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung decken sich mit denen anderer Studien über Paroxetin und ein weiteres Antidepressivum – Venlafaxin.
Auch wenn weitere Forschungen notwendig sind, deuten die vorliegenden Ergebnisse dennoch darauf hin, dass diese beiden Wirkstoffe eine wirkungsvolle und sichere Behandlungsmöglichkeit für Hitzewallungen bei Prostatakrebspatienten darstellen.