Prostatakrebs: Gefährliche Krebsdiäten
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Finger weg von gefährlichen Krebdiäten!
Gerade Männer, die an Prostatakrebs erkrankt sind, klammern sich an die speziellen Ernährungsformen. Aber Vorsicht: Solche Mittel und Therapien sind häufig nicht nur unwirksam. Schlimmstenfalls können Sie Ihre Gesundheit ernsthaft bedrohen und großen Schaden anrichten.
Prostatadiäten, die zur Unterstützung einer Krebstherapie gedacht sind, richten mehr Unheil an, als sie helfen. Dennoch werden bestimmte Ernährungsformen immer wieder empfohlen:
Krebskur total (nach Breuss): Es handelt sich um eine Fastenkur, die 42 Tage lang dauert. Sie dürfen während dieser Zeit nur Saft zu sich nehmen, und zwar den von roten Rüben, Sellerie, Rettich und Kartoffeln. Die Idee hinter dieser Ernährungsform ist, dass Krebs sich von festen Speisen ernährt und aus diesen die Kraft zum Wachstum zieht. Daher sind feste Speisen verboten. Diese Diät ist hochgradig gefährlich. Nicht nur, dass es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, die sie untermauern. Sie schwächt nicht den Krebs, sondern Sie als Krebspatienten - und Sie brauchen all Ihre Kraft für Ihre Genesung.
Leupold-Diät: Sie ernähren sich zuckerarm und stärkereduziert. Dazu wird Ihnen dann Insulin gespritzt. Durch diese Senkung des Blutzuckerspiegels kommt es zur bedenklichen Unterzuckerung.
Budwig-Diät oder auch Öl-Eiweiß-Diät: Im Mittelpunkt dieser Ernährung steht eine Mischung aus Leinsamen und Nüssen, die zusammen mit Quark zu einem Brei verquirlt werden. Dieser Brei hat eine bestimmte Fettzusammensetzung. Außerdem dürfen Sie Obst-, Sauerkraut- und Gemüsesäfte trinken. Durch diese Nahrungszusammenstellung ist die Ernährung sehr unausgewogen und daher nicht, für Krebspatienten aber erst recht nicht zu empfehlen.
Makrobiotische Ernährung: Sie ist in sieben Stufen unterteilt. Die erste Stufe entspricht einer normalen und ausgewogenen Vollwertkost. Für Krebspatienten wird aber die 7. Stufe dieser Ernährungsform empfohlen. Dabei handelt es sich um eine Ernährung, die nur aus Getreideprodukten besteht und auch die Flüssigkeitsaufnahme strikt einschränkt. Dadurch ist sie zu einseitig und nicht empfehlenswert. Zudem geht die Makrobiotik mit der Philosophie einher, dass sie alle Krankheiten, einschließlich Krebs, heilen kann - Arzneimittel, Operationen und Bestrahlungen lehnt sie ab. Es werden also Behandlungsformen abgelehnt, die für Sie unter Umständen lebensrettend sein können.
Krebs-Diät: Es handelt sich um eine vegetarische Ernährung. Angereichert wird sie mit den Vitaminen C, A, B und E, zudem mit Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse. Darüber hinaus erhalten Sie eine Substanz, die auch in Aprikosenkernen vorkommt: das Amygdalin. Dieses ist blausäurehaltig. Im Rahmen von Studien konnte kein Erfolg dieser Diät nachgewiesen werden - dafür aber kam es häufig zu Blausäurevergiftungen.
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