Prostatakrebs: Behandlungsmethoden
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Beim Prostatakrebs gibt es nicht so viele Alternativen. Hier beschränkt sich die gängige Behandlung auf Operation und Strahlentherapie, dennoch gibt es - je nach Krankheitsfortschritt - auch Möglichkeiten, anders zu behandeln.
Abwarten und den Tumor beobachten: Das passiert vor allem bei sehr kleinen Tumoren. Sichergestellt sein muss, dass sie sich auf die Prostata beschränken und auch nur sehr langsam wachsen. Dann kann Ihr Arzt die Behandlung verschieben. Dies geschieht dennoch vor allem bei Menschen, deren Allgemeinzustand für eine Operation zu schlecht ist, oder bei sehr alten Männern. Wichtig ist, dass Sie bei dieser Behandlungsform Ihre Kontrolltermine peinlich genau einhalten. Denn nur so kann Ihr Arzt ein eventuelles Wachstum des Tumors sofort erkennen.
Kryotherapie: Dabei handelt es sich um eine sehr neue Methode. Die Prostata wird vereist und das Krebsgewebe so zerstört. Aufgrund der Temperaturmesssonden, die mit in die Prostata eingeführt werden, wird verhindert, dass gesundes Prostatagewebe angegriffen wird.
Hormonentzug: Testosteron ist nicht unbeteiligt an Prostatakrebs - das Hormon fördert bei vielen Erkrankten das Krebswachstum und die Ausbreitung auf andere Organe. Wird das Testosteron gehemmt, gelingt es, in 80 % aller Fälle das Tumorwachstum zu stoppen. Auch Schmerzen können so gelindert werden. Allerdings ist diese Wirkung nicht von Dauer. Zudem kommt es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Impotenz, Brustvergrößerung oder Verlust von Knochenmasse.
Hodenentfernung: Diese Operation wird nur noch in Notfällen gemacht, um die Testosteronausschüttung nicht nur zu hemmen, sondern ganz zu unterbinden. Zwar wirkt sie innerhalb eines Tages und sorgt so für eine rasche Schmerzlinderung, sie ist aber psychisch sehr belastend für Sie als Patienten. Zudem kann sie nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Hormontherapie: Sie bekommen ein bestimmtes Hormon, ebenfalls mit der Zielsetzung, die Testosteronproduktion zu hemmen. Möglich sind:
- GnRH-Analoga, die dem Hormon des Gehirns entsprechen, mit dem die Testosteronproduktion gedrosselt werden kann. Innerhalb von einem Monat wird die Testosteronproduktion gehemmt.
- Antiandrogene, die die Bildung von Testosteron nicht unterdrücken. Sie sorgen dafür, dass kein Testosteron zum Tumor gelangt. Der Vorteil: Es kommt nicht zu den Nebenwirkungen wie beim Testosteronentzug, weil das Hormon weiterhin im Blut bleibt. Allerdings ist die Wirkung dieser Behandlung nicht so gut.
- Östrogene: Die weiblichen Geschlechtshormone senken innerhallb von einer Woche den Testosteronspiegel, haben aber starke Nebenwirkungen.
Zystotika: Wenn der Tumor durch einen Hormonentzug nicht mehr zu behandeln ist, werden diese Medikamente eingesetzt. Allerdings ist die Behandlung nicht immer einfach, da die Mittel nur Krebszellen angreifen, die schnell wachsen. Prostatakrebs aber wächst in Schüben, teilweise sehr schnell, manchmal eben aber auch sehr langsam. Daher kann die Behandlung zeitaufwändig sein.
Die Medikamente können also nur dann wirken, wenn die Phase des schnellen Wachstums beginnt, und wirken so lange, wie diese Phase des Tumorwachstums anhält.
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