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Neue Forschungsergebnisse bei fortgeschrittenem Prostatakrebs

Anlässlich eines Symposiums der American Society of Clinical Oncology vor wenigen Wochen stellten Ärzte der Mayo Clinic ihre neuesten Erkenntnisse bei der Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs vor. Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Männer. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken daran jährlich etwa 50.000 Männer. Mehr als 10.000 Männer sterben jedes Jahr daran.

Die übliche Behandlungsmethode zeichnete sich durch eine drastische Verringerung der Testosteron-Produktion aus. Dies ist die Standard-Behandlung und kann an sich schon sehr effektiv sein. Eine Verringerung des Testosteron-Spiegels schädigt das Prostatagewebe. Dies wiederum stimuliert das Immunsystem, körpereigene Immunzellen (T-Zellen) auszuschütten.

Durch diese Immunreaktion und die zusätzliche Reduzierung des Testosteron-Spiegels können die meisten Krebszellen in einen vorübergehenden Ruhezustand versetzt werden. Auf diese Weise wird erreicht, dass Prostata-Krebszellen gezielt geschädigt oder abgetötet werden. Dadurch gelingt es oft, dass vorhandene Tumore kleiner werden und das Wachstum gehemmt wird, so dass eine operative Entfernung möglich wird. Der Krebs kann jedoch die T-Zellen außer Kraft setzen, so dass jegliche Art einer Immunreaktion verhindert wird.

Bei der neuen Behandlungsmethode werden den betroffenen Männern zusätzlich zur Testosteron-Therapie ein Antikörper-Medikament (Ipilimumab) gespritzt. Der monoklonale Antikörper soll verhindern, dass der Krebs die T-Zellen angreift. Auf diese Weise wurde es nach einigen Monaten möglich, die Vorsteherdrüse bei einigen Patienten operativ zu entfernen.

Die eigentliche Überraschung war das Ergebnis der anschließenden Untersuchung des Prostatagewebes unter dem Mikroskop. Anstatt vieler Krebszellen im Ruhezustand, (wie bei der Testosteron-Therapie üblich) fanden die Forscher eine beträchtliche Anzahl an abgestorbenen und vernarbten Krebszellen.

Die Begeisterung der Experten der Mayo Clinic über diese neuen Ergebnisse ist jedoch noch verhalten. Sie sind der Meinung, dass weitere Untersuchungen durchgeführt werden müssen, um die Resultate zu bestätigen. Hierzu wird eine Studie notwendig sein, die den direkten Vergleich zwischen der üblichen Testosteron-Therapie als einziger Maßnahme und der neuen kombinierten Methode (Testosteron-Therapie und Ipilimumab-Gabe) anstellt.

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Alte Kommentare
  • GLADIO schrieb am 24.08.2011, 16:08 Uhr

    Jeder körperlichen Veränderung, so auch bei s.g. Prostatakrebs, geht ein EREIGNISKONFLIKT vorraus. Und dieser ist wie folgt zu bewerten ... Lesen Sie unter: Die NEUE MEDIZIN (Germanische Neue Medizin GNM) >>> Dr. Ryke Hamer