MenüMenü

Nach Vasektomie deutlich höheres Risiko für Prostatakrebs

Bei Männern, die eine Vasektomie durchführen lassen, sich also sterilisieren lassen, ist das Risiko für Prostatakrebs deutlich erhöht, auch erkranken sie deutlich häufiger an der gefährlichen Prostatakrebs-Variante. Einen ersten Hinweis hierauf fanden Wissenschaftler der Harvard School of Public Health, Boston, schon vor über 20 Jahren. Im Verlauf der letzten 20 Jahre konnten sie diese Vermutung bestätigen und mit Zahlen untermauern.

Schon 1986 hatten sie mit der Studie begonnen, bei der sie fast 50.000 Männer beobachteten. Diese waren zu Beginn der Untersuchung zwischen 40 und 75 Jahre alt. Während der Studiendauer erkrankten über 6.000 Männer an Prostatakrebs, über 800 von ihnen starben. Ein Viertel der Studienteilnehmer hatte sich einer Vasektomie unterzogen.

Das Ergebnis: Diese Männer erkrankten um zehn Prozent häufiger an Prostatakrebs. Wurden die bösartigen Krebsformen betrachtet, war das Risiko zu erkranken, sogar um 20 Prozent höher, wenn eine Sterilisation durchgeführt worden war. Bei dieser bösartigen Form handelt es sich um eine Variante, bei der die Tumore schnell wachsen und sich in Art und Verhalten stark von gesunden Prostatazellen unterscheiden.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Dr. Martina Hahn-Hübner
Über den Autor Dr. Martina Hahn-Hübner

Dies ist die Profilseite von unserer Expertin Dr. Martina Hahn-Hübner. Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um die Gesundheitsexpertin.

Regelmäßig Informationen über Urologie erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Dr. Martina Hahn-Hübner. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!