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Alternativen zu Viagra® gesucht? So helfen Ihnen chinesische Heilpilze

Nach der Euphorie um Viagra® & Co. kehrt nunmehr Ernüchterung ein. Nicht nur die Berichte über zahlreiche Todesfälle durch Herzversagen im Zusammenhang mit der Einnahme dieser synthetischen Mittel, sondern auch die lange Liste der Gegenanzeigen lassen immer mehr Männer nach natürlichen Alternativen suchen. Das Angebot ist zwar riesig, aber wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit der natürlichen Potenzmittel sind rar. Was Sie von dem chinesischen Raupenpilz, dem Catuaba-Tee und dem Damiana-Kraut aus Südamerika erwarten können, erfahren Sie hier.

Viagra® & Co.: Jeder zehnte Anwender bekommt Kopfschmerzen

Mit einer Erfolgsquote von 60 bis 86 % können Viagra® sowie die Nachfolgeprodukte Cialis® und Levitra® zwar vielen Männern helfen, „ihren Mann zu stehen“. Allerdings ist der „Kater“ häufig inklusive.

Diese Nebenwirkungen treten bei Viagra® & Co. auf:

  • sehr häufig (über 10 %):
    • Kopfschmerzen
    • unangenehme Hautrötungen mit Hitzegefühl (Flush) bei Viagra® und Levitra®
    • Verdauungsstörungen bei Cialis®
  • häufig (bis 10 %):
    • Verdauungs-Störungen bei Viagra® und Levitra®
    • verstopfte Nase
    • Sehstörungen
    • Schwindel
    • Muskel- bzw. Rückenschmerzen bei Cialis®

Bei Herzschwäche, niedrigem Blutdruck und wenn Sie wegen einer koronaren Herzkrankheit nitrathaltige Medikamente einnehmen, dürfen Sie Viagra & Co. auf keinen Fall einnehmen, da es zu einem starken Blutdruckabfall mit Kollaps kommen kann. Auch bei schwerer Leberschwäche sowie Erkrankungen der Netzhaut des Auges, z. B. Makula-Degeneration, dürfen Sie die synthetischen Potenzmittel nicht anwenden, da schwere Durchblutungsstörungen möglich sind.

Viagra & Co. dürfen nur vom Arzt (auf Privatrezept) verschrieben werden. Gehen Sie daher kein Risiko ein, indem Sie eines der scheinbar preiswerten Internet- oder Versandhandelsangebote aus dem Ausland nutzen – zumal hier keine Garantie auf die Reinheit der Mittel besteht.

Lustmittel aus der Apotheke der Natur sind heute der Renner

Kaum eine Apotheke oder ein Versandhandel, der nicht „Stärkungsmittel für die Manneskraft“ anbietet. Meist handelt es sich dabei um bunt gemischte Elixiere, Kapseln oder Pulver, die geradezu wundersame Wirkungen entfalten sollen.

Am besten geprüft ist Yohimbin

Der aus der Rinde des westafrikanischen Yohimbe-Baums gewonnene Wirkstoff Yohimbin ist als verschreibungspflichtiges Medikament gegen leichte organische und seelisch bedingte Erektionsprobleme zugelassen (z. B. Yocon-Glenwood® 50 Tbl. 24,85 €und Yohimbin „Spiegel“®, 30 Tbl. 19,50 €). Yohimbin fördert die Durchblutung im Genitalbereich.

Ursache für Potenzprobleme sind oft Stress und Leistungsdruck, aber auch chronische Erkrankungen wie Diabetes.

Bei niedrigem Blutdruck dürfen Sie Yohimbin nicht anwenden. Zu den Nebenwirkungen zählen zittern, Herzjagen, Schlafstörungen, Blutdruckabfall, Schwindel und Übelkeit.

TCM-Mittel aus Pilzen gehören in die Hand des Arztes!

Zubereitungen aus dem chinesischen Raupenpilz (chin.: Dong Chong Xia Cao) und dem Baumpilz roter Lackporling (chin.: Ling Zhi) sind echte und bewährte Heilmittel aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Sie haben feste Anwendungsgebiete, z. B. Erektionsschwäche bei Störungen der Nieren-Leitbahn (Meridian). Überlassen Sie die Auswahl und Festlegung der Dosis stets einem TCM-Therapeuten. Von Mixturen mit diesen Mitteln aus dem Versandhandel raten wir Ihnen dringend ab, da ihre Wirkungsweise nicht vorhersehbar ist und zudem häufiger Verunreinigungen festgestellt wurden.

Gegen Stärkungsmittel aus Ginseng ist dagegen nichts einzuwenden. Manche Hersteller bieten den angeblich besonders wertvollen Roten Ginseng unter dem Fantasienamen Ginseng rubra an. Das ist Unfug: Hier handelt es sich um normalen weißen Ginseng, der nach der Ernte zur Konservierung mit kochendem Wasser überbrüht wurde. Dadurch färbt sich die Wurzel rot.

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