Erektionsstörungen: Aphrodisiaka
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1999 wurden nach Schätzungen 17 Millionen Mark für frei verkäufliche Lustverstärker ausgegeben. Zu den traditionellen Aphrodisiaka in der ganzen Welt zählen zahlreiche Kuriositäten, die in unseren Breitengraden sicherlich nicht nur schwer zu beschaffen sind, sondern auch eher Befremden als sexuelle Lust erzeugen: getrocknetes Seepferdchen, geriebenes Horn des Nashorns oder Produkte mit dem Wirkstoff „Spanische Fliege“.
Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn der Wirkstoff kann bei einer Überdosierung sogar tödlich sein. Uns eher vertraut, wenn auch nicht immer jedermanns Sache, sind Spargel, Sellerie, Waldmeister, Austern, Champagner, Duftöle und vieles mehr. In den Nahrungsmitteln sind es meist Mineralstoffe, die sich förderlich auf Potenz und Liebesleben auswirken. Austern z. B. enthalten Phosphor, Jod und Zink. Zink erhöht die Produktion von Spermien, Testosteron und Vaginalsekret. In die Reihe der bisher bekannten pflanzlichen Lustanreger gehört z. B. das Ephedra – oder Bockskraut. Der Wirkstoff Ephidrin hellt die Stimmung auf, verzögert die Ermüdung und lässt Verkrampfungen. Und wenn es dann immer noch nicht klappt, gibt es auch noch die Pharmaindustrie, die uns mit Viagra wieder auf die Sprünge helfen will.