Erektionsstörungen: Alternativen zu Viagra
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Wenn Sport und argininreiche Ernährung nicht reichen, gibt es noch zwei weitere Mittel, die die blaue Pille überflüssig machen:
1. Roter Ginseng. Dieses Mittel ist in Asien weit verbreitet, um die Libido zu erhöhen. Im Jahr 2002 untersuchten Forscher der University of Ulsan, ob der rote Ginseng auch bei erektiler Dysfunktion Wirkung zeigt. 45 Männer beteiligten sich an der Untersuchung. Die Hälfte von ihnen erhielt dreimal täglich 900 mg Ginseng, die andere Hälfte ein Scheinmedikament. Bei 60 % der Männer in der Ginseng-Gruppe verbesserte sich die Erektionsfähigkeit; das war nur bei 20 % der Männer der Fall, die ein Scheinmedikament erhielten. Die Wissenschaftler führen das Ergebnis darauf zurück, dass Ginseng mehr Stickoxid produziert und somit dafür sorgt, dass sich die Blutgefäße in den Schwellkörpern besser weit stellen können.
2. Beckenbodengymnastik. Im gleichen Jahr untersuchte der Schweizer Urologe Dr. Frank Sommer aus Münsterlingen, ob sich ein Muskeltraining und Laufen auf erektile Dysfunktion auswirken. 138 Männer nahmen an der Untersuchung teil. Ein Drittel von ihnen lief vier Monate lang und absolvierte zusätzlich Beckenbodengymnastik. Ein Drittel der Männer tat nichts, die restlichen nahmen ein potenzsteigerndes Mittel. Das Ergebnis: Diejenigen, die Sport und Gymnastik trieben, waren sogar den Männern überlegen, die das Medikament einnahmen. Durch den Sport wird die Durchblutung im Penis gefördert, und dies geschieht regelmäßig. Das ersetzt die spontanen Erektionen in der Nacht. So wird verhindert, dass die Penismuskulatur schwindet und die Durchblutung abnimmt. Impotenz wird so vorgebeugt bzw. behandelt.
Probieren Sie Beckenbodengymnastik einmal aus. Im Kasten finden Sie einige Übungen, die Ihnen den Einstieg in diese Bewegungsform erleichtern.