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Erektionsstörungen: 100 Wege – 1 Ziel

Es gibt in unserer heutigen Zeit immer noch ein großes Tabu: Potenz- oder Erektionsstörungen (Impotenz). Diese Erektile Dysfunktion (ED) ist für Männer in den besten Jahren leider kein Einzelfall: Von Männern über 50 ist erst jeder Zehnte betroffen. Zwischen 60 und 69 leidet schon jeder vierte Mann unter den Beschwerden und bei den über 70-Jährigen ist es dann schon jeder zweite Mann. In den meisten Fällen lässt sich diese Störung allerdings wieder beheben.

Bei Pärchen herrscht Frust im Bett© Detailblick – Fotolia

Inhalt:

  1. Erektionsstörungen – Eine Definition
  2. Das Alter bringt Veränderungen
  3. Ursachenforschung
  4. Das sind mögliche Lust-Killer
  5. Individuelle Therapiemöglichkeiten mit Viagra® & Co.
  6. Muntern Sie Ihr Liebesleben natürlich auf
  7. Mit Essen und Trinken die Liebeslust in Schwung bringen
  8. Neuer Ansatz bei Erektionsstörungen: Beckenbodentraining für Männer
  9. Radfahren: Vermeiden Sie eine mangelnde Durchblutung des Penis

Erektionsstörungen – Eine Definition

Eine Erektions- oder Potenzstörung erhielt durch die Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Libido- und Erektionsstörungen der Deutschen Gesellschaft für Urologie eine Definition: Sie beschreibt das anhaltende Unvermögen, eine Erektion zu erreichen und aufrecht zu erhalten, die für eine befriedigende sexuelle Aktion ausreicht. Im Klartext: Von einer Potenzstörung spricht man, wenn seit mindestens sechs Monaten die Versteifung des Gliedes gestört ist und die überwiegende Anzahl der Sexversuche erfolglos blieb (rund 70 Prozent aller Versuche).

Der Begriff „Erektile Dysfunktion“ umfasst eine Reihe von Störungen. Gewöhnlich meint er jedoch die Unfähigkeit, eine angemessene Erektion bei sexueller Aktivität zu erreichen. Es kann ein Zeichen für physische oder emotionale Probleme sein. Und wenn es nicht klappt, denken heute sicher die meisten zuerst an die Pharma-Industrie, die Ihnen mit Viagra® wieder auf die Sprünge helfen will. Dass es aber auch anders und auf natürlichem Wege gehen kann und wohl auch schon immer gegangen ist, werden Sie im weiteren Verlauf dieses Beitrags sehen.

Das Alter bringt Veränderungen

Im Penis verlaufen zwei zylinderförmige Schwammkörper parallel zur Harnröhre. Zu Beginn der sexuellen Erregung schütten spezielle Nerven Botenstoffe aus, die zu einer Entspannung der Blutgefäße führen. Unter normalen Umständen fließt dann mehr Blut in die Schwammkörper, füllt diese auf und es kommt zu einer Erektion.

Mit zunehmendem Alter dauert die Entwicklung einer Erektion länger und sie kann nicht so rigide sein. Mehr direkte Stimulation ist dann eventuell nötig, um eine Erektion hervorzurufen. Die Orgasmen fallen weniger intensiv aus und die Erholungszeit zwischen zwei Erektionen verlängert sich.

Häufige Probleme

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wie Sie körperliche und emotionale Probleme überwinden können, die mit der Sexualität verbunden sind. Dazu gehören zum Beispiel:

  • der Verlust an Funktionsfähigkeit oder die operative Entfernung eines Organs, das in Verbindung mit Erektion oder Orgasmus steht
  • geringes Verlangen nach Sexualität
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Vernachlässigung der persönlichen Hygiene
  • Gefühl der fehlenden Attraktivität
  • Depression oder Angstzustände

Ursachenforschung

Oft sind körperliche Ursachen wie beispielsweise Prostatabeschwerden der Auslöser für Erektionsstörungen:

  • Bei 85 Prozent der Männer sind sogar mehrere Ursachen, also auch psychische Erkrankungen oder Stress, schuld an der Erkrankung.
  • 70 Prozent der Männer leiden unter einer organischen Erkrankung, welche die Dysfunktion auslöst.

Allein aus diesem Grund sollten Sie sich nicht scheuen, Ihren Arzt aufzusuchen, denn diese organischen Krankheiten müssen Sie behandeln lassen. Wenn sie abklingen, kehrt fast immer auch die Lust zurück. Trotzdem: Die Ursachen von Erektionsstörungen gelten als vielfältig und individuell verschieden. So kann die Störung, wie gesehen, psychisch bedingt sein oder durch eine Beeinträchtigung der Nerven oder der Blutversorgung entstehen. Des Weiteren kann eine Hormonstörung die Ursache für Impotenz darstellen. Darüber hinaus zieht eine bereits vorliegende Grunderkrankung unter Umständen die Erektionsstörung nach sich. Andersherum kann eine Erektile Dysfunktion auch ein erstes Warnzeichen für eine ernstere Krankheit bedeuten. Dazu gehören:

Operationen zur Entfernung von Prostata- oder Dickdarmkrebs führen unter Umständen zu Erektiler Dysfunktion. Verletzungen des Beckens oder des Rückenmarks verursachen bei manchen Männern ebenfalls solche Probleme. Auch das Alter spielt eine Rolle, denn Erektionsstörungen häufen sich mit zunehmendem Alter nachweislich. In vielen Fällen stellt der Arzt keine einzelne körperliche Ursache fest. Klinische Studien erbrachten den Beweis, dass bei den meisten Erkrankten mehrere dieser  Faktoren eine Rolle spielen.

Körperliche oder seelische Ursachen

Bei jüngeren Männern bis 40 Jahren sind es meist seelische Gründe, bei älteren Männern überwiegen körperliche Ursachen, die Erektionsstörungen verursachen. Natürlich kann auch eine Überschneidung beider Ursachen vorliegen.

Psychische Gründe

Anzeichen für eine psychische Störung liegen vor, wenn Sie in gewissen Situationen durchaus noch eine Erektion haben können, wenn Sie zum Beispiel masturbieren oder sich eine erotische Situation vorstellen, sich Ihr Glied beim Geschlechtsverkehr mit einer Partnerin dagegen nicht mehr versteift. Gründe dafür können falsche Sexualvorstellungen sein, ebenso wie überzogene Erwartungen. Auch Ihre Erziehung oder das Verhalten Ihrer Partnerin kann Ihre Erektionsfähigkeit psychisch beeinflussen.

Physische Auslöser

Körperliche Gründe sind vielfältig. Einen negativen Einfluss auf Ihre Erektionsfähigkeit haben:

  • Hormone – Wenn Sie aufgrund gesundheitlicher Probleme einen zu niedrigen Testosteronspiegel haben, kann sich Ihre Erektionsfähigkeit verschlechtern.
  • neurologische Störungen – Nervenimpulse sind der Auslöser einer Erektion. Verletzungen des Rückenmarks oder der Wirbelsäule können eine Erektion verhindern, wenn die entsprechenden Nerven verletzt sind.
  • Gefäßerkrankungen – Eine der häufigsten Ursachen der Erektionsstörung: Ihr Glied kann sich nur versteifen, wenn es auf der einen Seite zum vermehrten Bluteinstrom und auf der anderen Seite zu einer Drosselung des Blutabflusses kommen kann. Ist Ihre arterielle Durchblutung gestört, was durch Arteriosklerose oder Bluthochdruck der Fall sein kann, ist auch die Erektion gestört. Auch Diabetes kann Ihre Erektionsfähigkeit verhindern, da diese Krankheit sowohl die Durchblutung als auch das Nervensystem beeinträchtigt.
  • Medikamente – Auch sie können schuld an einer Erektionsstörung sein. Gerade unter den Blutdrucksenkern gibt es einige, die als Erektionshemmer wirken. Dies sind unter anderem Thiazide, nicht-selektive Beta-Blocker und Spironolacton. Auch verschiedene andere Arzneimittel wirken negativ auf Ihre Erektionsfähigkeit: Anti-Epileptika, Anti-Pilz-Mittel, Psychopharmaka, Opiate, Beruhigungsmittel oder Schlafmittel.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Einnahme solcher Medikamente Ihr Liebesleben stark beeinträchtigt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Möglichkeiten es gibt, Ihre Behandlung zu verändern.

Das sind mögliche Lust-Killer

Es gibt einige Dinge, die gefährlich sind für Ihre Libido. Zu diesen Lust-Killern gehören:

  • Nikotin – Rauchen vermindert die Sauerstoffkonzentration im Blut. Damit Sie aber eine Erektion haben können, müssen sich die Blutgefäße in den Schwellkörpern entspannen, damit vermehrt Blut hineinströmen kann. Das passiert aber nur, wenn ausreichend Stickstoffoxid vorhanden ist. Diess kann der Körper wiederum selbst bilden, wenn der Penis genügend sauerstoffreiches Blut enthält. Jede Zigarette, die die Sauerstoffkonzentration in Ihrem Blut verringert, verringert so auch Ihre Erektionsfähigkeit.
  • Zucker und Weißmehl – Beide sorgen dafür, dass der Insulinspiegel in Ihrem Körper ansteigt. Wenn Insulin im Blut zirkuliert, hemmt es das Sexualhormon Testosteron. Es ist dafür da, Lust zu erzeugen, und ohne Lust funktioniert beim Sex gar nichts.
  • Übergewicht – Der Bauch des Mannes kann guten Sex verhindern. Haben Sie ein paar Kilo zu viel, entsteht in Ihren Fettzellen das Enzym Aromatase. Es verwandelt Ihr Testosteron in Östrogen. Auch dann klappt es mit dem Sex nicht mehr wirklich. Schon 5 kg, die Sie abnehmen, können dagegen Ihren Testosteronspiegel um 30 Prozent steigern.
  • Bewegungsmangel – Wenn Sie auf Sport verzichten, leidet häufig auch Ihr Sex. Denn Sport sorgt für eine gute Durchblutung im Körper und die Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff; ohne die ist eine Erektion nicht möglich. Zudem macht Sport Ihnen auch Lust und erhöht Ihren Testosteronspiegel.
  • Alkohol und Medikamente – Beides hat sich als Libido-Killer erwiesen. Gerade Beta-Blocker, Schmerzmittel, aber auch Kortison und Präparate gegen Gicht können Ihnen die Lust rauben. Vermuten Sie hier einen Zusammenhang, sollten Sie mit Ihrem Arzt nach einer Alternative suchen.
  • Drogenmissbrauch – Ständiger Alkoholkonsum, exzessives Rauchen und die Einnahme von berauschenden Substanzen wie Marihuana oder anderen Drogen bewirkt möglicherweise eine Erektile Dysfunktion.
  • psychische Probleme – Auch wenn Depressionen leider oft als reine Frauenkrankheit abgetan werden; viele Männer leiden ebenfalls darunter. Mediziner wissen, dass bis zu 40 Prozent der Männer mit einer Erektilen Dysfunktion unter Depressionen leiden. Hier kann Ihnen eine Therapie mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern helfen. Es kann aber auch sein, dass Sie zunächst das Problem Ihrer erektilen Dysfunktion lösen müssen. Die Depressionen verschwinden dann oft einfach von selbst.

Lassen Sie sich nicht stressen!

Ein großer Lustkiller ist hausgemacht: Stress. Oft steckt eine psychische Überlastung hinter den Problemen im Bett. Stehen Sie unter Druck, schüttet Ihr Körper Adrenalin und Cortisol aus. Beides sind Stresshormone, die im Gehirn die Produktion von Sexualhormonen senken. Gerade Testosteron, das für die Lust zuständig ist, und DHEA, das die Grundlage für Sexualhormone bildet, sind davon betroffen. In diesen Fällen reicht es, wenn Sie Ihre Stresshormone senken. Dann klappt es auch im Bett wieder.

  • Beginnen Sie zu laufen. Laufen senkt erwiesenermaßen das Level der Stresshormone und baut Adrenalin und Cortisol ab.
  • Lernen Sie eine Entspannungstechnik. Meditation zum Beispiel kann Ihnen helfen, ruhig zu werden und Stress schon im Vorfeld zu vermeiden.
  • Nehmen Sie ein Beruhigungsmittel, aber kein chemisches. Magnesium ist das Salz der inneren Ruhe, macht Ihre Nerven stark und stellt darüber hinaus Ihre Blutgefäße in den Schwellkörpern weit. Empfehlenswert ist eine Dosis von 600 mg Magnesium pro Tag. Diese können Sie kaum über die Nahrung zu sich nehmen. Sie brauchen ein Präparat wie Magnesium-Diasporal und die Magnesiumprodukte der Firmen Verla und Cardion.

Kuscheln fördert die Gesundheit

Kuscheln ist nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern auch außerordentlich gesund. Forscher der Medizinischen Universität Wien sind dem „Kuschel-Phänomen“ auf den Grund gegangen und haben viele gesundheitliche Auswirkungen der liebevollen Umarmung nachgewiesen:

  • Stressabbau
  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Aktivierung des Immunsystems
  • Abbau von Ängsten
  • Erhöhung des generellen Wohlbefindens

All diese Wirkungen entstehen allerdings nur, wenn die beiden miteinander Kuschelnden einen engen Bezug zueinander haben. Denn nur dann wird auch das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das mitverantwortlich dafür ist, dass eine Bindung zwischen zwei Menschen entsteht. Parallel dazu wird beim liebevollen Knuddeln auch das Hormon Dopamin ausgeschüttet, das nachweislich zu einem gesteigerten Wohlgefühl führt. Wir sollten also möglichst häufig die körperliche Nähe zu unserem Liebsten suchen. Die meisten gesundheitlichen Auswirkungen haben zwar innige Umarmungen, doch auch das liebevolle Berühren der Hände stärkt schon das Herz-Kreislauf-System. US-amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass bereits zehn Minuten bloßes Händchenhalten den Blutdruck senken kann. Und außerdem fördert Kuscheln nicht nur die Gesundheit, es stärkt auch die Beziehung und ist dadurch doppelt gut für Ihr Herz.

Gönnen Sie sich eine anregende Partnermassage

Hektik und Stress sind wahre Lustkiller. Nehmen Sie sich daher ganz bewusst einmal eine kleine Auszeit, die nur Ihrem Partner und Ihnen gehört. Mit einer Partnermassage lassen Sie den Alltag hinter sich und wecken das Verlangen, denn die Kombination aus zärtlicher Berührung und aphrodisierenden ätherischen Ölen macht Lust auf mehr. Für ein sinnliches Massageöl benötigen Sie:

  • 50 ml Mandelöl
  • 4 Tropfen Jasminöl
  • 3 Tropfen Ylang-Ylang-Öl
  • 3 Tropfen Sandelholzöl

Alle Zutaten erhalten Sie im Bioladen oder Reformhaus. Mischen Sie die Öle zimmerwarm und geben Sie sich damit gegenseitig eine Partnermassage. Eine andere Alternative, einen lustvollen Abend einzuleiten, ist ein Vollbad zu zweit, dem Sie ein paar Tropfen ätherisches Öl beifügen. Am besten geeignet ist hier eine Kombination aus Rose, Vanille und Sandelholz.

Flaute im Bett? Heute fast schon normal

In deutschen Betten ist nicht mehr viel los: Neueste sexualwissenschaftliche Studien und Befunde fördern zutage, dass die Mehrzahl der deutschen Paare aller Altersstufen nur einmal oder seltener pro Woche Sex hat. Und wahrscheinlich liegt die Dunkelziffer bei der Sexmüdigkeit noch höher. Woran liegt das? Sicherlich sind der wachsende Leistungsdruck in der Gesellschaft und die immense Stressbelastung am Arbeitsplatz zwei der Hauptursachen. Der enorme gesellschaftliche Druck und zunehmender Stress im Job gelten als Lustkiller Nr. 1 und selbst wenn Mann dann will, „er“ kann nicht mehr.

Aussagen wie: „Der Stress im Job ist so groß, dass ich abends nur noch auf die Couch falle und fernsehe“ kennen Sie sicherlich auch oder vielleicht geht es Ihnen sogar ähnlich. Auch schadet eine steigende romantische Verklärung der körperlichen Liebe der Libido. Die Anforderungen an den Akt sind oft so hoch, dass es manche unbewusst für einfacher halten, ihn nicht so oft zu praktizieren oder es sein zu lassen, auch wenn sie es im Grunde gerne täten. All diese Faktoren können dann zu einer echten Erektilen Dysfunktion führen.

Individuelle Therapiemöglichkeiten mit Viagra® & Co.

In den letzten beiden Jahrzehnten schritt die Forschung an Erektionsstörungen weit voran und erweiterte das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten. So kann man Erektionsstörungen heute sehr gut individuell behandeln. Dabei zieht der behandelnde Urologe alle möglichen Ursachen auf körperlicher und psychischer Ebene in Betracht und berücksichtigt diese.

Es stehen verschiedenste Therapiemöglichkeiten zur Verfügung; sie reichen von psychologischer Betreuung über medikamentöse und apparative Verfahren bis hin zu einer Operation. Vor dem Behandlungsbeginn muss man die Ursachen der Erektionsstörungen möglichst genau abklären, denn eine speziell auf die Ursachen ausgerichtete Behandlung führt zu besseren Heilerfolgen. Darüber hinaus schließt man auf diese Weise eine bisher unentdeckte schwerwiegende Erkrankung aus.

Potenzmittel sind eine Möglichkeit

Etwa 30 Prozent aller Männer und Frauen leiden unter sexuellen Dysfunktionen. Der wohl bekannteste künstliche Lustverstärker für den Mann, das Medikament Viagra® mit dem Wirkstoff Sildenafil, hat die Behandlung solcher Störungen seit seiner Einführung im Oktober 1998 revolutioniert: Weit über 20 Millionen Männer weltweit haben die blaue, diamantförmige Pille ausprobiert, häufig mit positivem Ergebnis. Viagra® nehmen Sie als Tablette durch den Mund auf. Der Wirkstoff Sildenafil zirkuliert nach der Aufnahme im Magen, dann im Blutkreislauf und erreicht nach etwa einer Stunde im Blut seine maximale Konzentration.

Die Wirkweisen von Potenzmitteln

Künstliche Potenzhelfer werden grundsätzlich in zwei Kategorien eingeordnet:

Zentrale Initiatoren

Dabei handelt es sich um Substanzen, die Sie als Tablette einnehmen. Sie schubsen den natürlichen Erektionsablauf an. Diese Substanzen greifen bei erotischen Reizen im Gehirn an und setzen über das Rückenmark Impulse frei. Botenstoffe transportieren diese zum Penis. Dort führen die Substanzen zu einem Bluteinstrom und zur Versteifung des Penis.

Wie bei der natürlichen Erektion tritt die Wirkung auch hier rasch ein. In der Regel entfaltet die Substanz nach knapp 20 Minuten ihre volle Wirkung. Das ist wichtig, weil ein Paar situationsgebunden miteinander verkehren will und nicht stundenlang auf eine Versteifung des Glieds warten kann. Essen und Trinken stört die Wirkung nicht. So steht einem sinnlichen Menü nichts im Wege.

Periphere Konditionierer

So werden Mittel bezeichnet, die der Patient ebenfalls schluckt. Sie setzen allerdings direkt an der Schwellkörpermuskulatur an: Die peripheren Konditionierer lassen diese Muskulatur erschlaffen und ermöglichen einen höheren Bluteinstrom in die Schwellkörper. Diese Substanzen nehmen Sie eine Stunde vor dem geplanten Geschlechtsverkehr ein. Essen und Trinken verzögern den Wirkungseintritt.

Achtung: Periphere Konditionierer wie Viagra® und zentrale Initiatoren wie Ixense® wirken nur dann, wenn die Hormone normal fließen. Sie benötigen darüber hinaus die Unterstützung durch erotische Reize. Das bedeutet, dass sie keine Aphrodisiaka sind und keine spontanen Erektionen hervorrufen. Sie unterstützen das natürliche Funktionieren des Mannes.

Die wichtigsten Tipps für die Einnahme von Viagra®

Bei der Einnahme und Anwendung von Viagra® empfiehlt es sich darüber hinaus, einige Punkte zu beachten:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die richtige Dosis, wenn es trotz Viagra® nicht funktioniert. Viele Männer brauchen die zugelassene Höchstdosis (100 mg).
  • Nehmen Sie die Tablette mindestens eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr ein. So lange braucht Viagra®, um seine Wirkung zu entfalten.
  • Die Wirkungsdauer reicht für vier bis fünf Stunden.

Drei konkurrierende Medikamente können für Abhilfe sorgen

Für die Behandlung von Erektionsstörungen stehen folgende orale Medikamente zur Verfügung:

  • Sildenafil (Viagra®)
  • Vardenafil (Levitra®)
  • Tadalafil (Cialis®)

Diese Wirkstoffe, die auch als Phosphodiesterase-Hemmer vom Typ 5 (PDE5) bezeichnet werden, gelten als Mittel der Wahl bei der Therapie der Erektilen Dysfunktion, weil sie einfach anzuwenden sind, bei sieben von zehn Männern wirken und allgemein als sicher gelten. Alle Medikamente kosten etwa gleich viel: rund 10 Euro je Dosis. Diese Substanzen bewirken eine Entspannung der glatten Muskelfasern im Penis, sodass als Antwort auf sexuelle Erregung der Bluteinfluss verstärkt und eine Erektion möglich wird.

Die Vorzüge von Vardenafil und Tadalafil

Vardenafil kam als zweites Mittel auf den Markt und hat den Vorteil, dass die Wirkung nicht durch die Einnahme auf vollen Magen verzögert wird. Dagegen kann es mit Sildenafil in diesem Fall zu einer Verzögerung von mehreren Stunden kommen. Dieses Dosierungsdetail war einer der Gründe, warum Männer über die fehlende Wirkung von Sildenafil berichtet haben. Alle drei PDE5-Hemmer fördern die Erektionsfähigkeit über mehrere Stunden.

Tadalafil ist das neueste Medikament aus dieser Gruppe, hat denselben Vorteil wie Vardenafil und ist zusätzlich noch länger im Körper effektiv. Einige Studien berichten über eine verbesserte Erektionsfähigkeit über eine Dauer von 36 bis 48 Stunden. Dennoch sind die Wirkungen der synthetischen Stoffe Sildenafil (Handelsname: Viagra®) und verwandter Arzneimittel wie Vardenafil (Levitra®) oder Tadalafil (Cialis®) recht eingeschränkt: Sie verstärken zwar die Blutzufuhr zum Penis, haben aber so gut wie keine Wirkung auf das sexuelle Verlangen und Empfinden.

Mögliche Nebenwirkungen bei Viagra® & Co.

Mit einer Erfolgsquote von 60 bis 86 Prozent können Viagra® sowie die Nachfolgeprodukte Cialis® und Levitra® zwar vielen Männern helfen, „ihren Mann zu stehen“, allerdings haben die genannten Mittel möglicherweise ernsthafte Nebenwirkungen wie beispielsweise Sehstörungen. Manche Ärzte schreiben ihnen sogar eine schädigende Wirkung auf das Herz zu, etwa Herzrhythmusstörungen und Herzversagen bis hin zum Herzinfarkt. Die drei zugelassenen PDE5-Hemmer teilen sich dieselben Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Gesichtsrötung und seltener Sehstörungen. Zusätzliche Nebenwirkungen bei Sildenafil sind Magenbeschwerden, Harnwegsinfektionen und Durchfall. Bei Vardenafil kann es zu Magenbeschwerden, Schwindel und Verdauungsstörungen kommen. Die Einnahme von Tadalafil kann zu Verdauungsstörungen, Rücken- und Muskelschmerzen führen.

Hier noch einmal ein Überblick:

  • sehr häufig (über 10Prozent):
    • Kopfschmerzen
    • unangenehme Hautrötungen mit Hitzegefühl (Flush) bei Viagra® und Levitra®
    • Verdauungsstörungen bei Cialis®
  • häufig (bis 10Prozent):
    • Verdauungsstörungen bei Viagra® und Levitra®
    • verstopfte Nase
    • Sehstörungen
    • Schwindel
    • Muskel- bzw. Rückenschmerzen bei Cialis®

Wann Potenzmittel gefährlich werden

Die Wirkstoffe Sildenafil & Co. beeinflussen den Blutfluss und damit auch das Herz-Kreislauf-System. Bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder sehr niedrigem Blutdruck können die Mittel daher bedrohlich werden. Schon im Jahr 2010 zeigte eine US-amerikanische Studie zudem, dass Potenzpillen das Hörvermögen dauerhaft schädigen können: Für ihre Untersuchung hatten die Forscher der Universität von Alabama drei Jahre lang mehr als 11.500 über 40 Jahre alte Männer untersucht.

Dabei stellte sich heraus, dass sich durch die Einnahme der erektionsfördernden Mittel das Risiko für einen Gehörverlust verdoppelte. Der Studienleiter begründet diese Auswirkung mit der durchblutungsfördernden Wirkung der Präparate: Offenbar werde nicht nur im Penis der Blutstrom erhöht, sondern auch im Ohrgewebe, wodurch es zu dauerhaften Schäden kommen könne. Männer, die diese Pillen einnehmen, sollten daher unverzüglich zum Arzt gehen, wenn sie ein nachlassendes Hörvermögen an sich beobachten würden.

Wann Sie synthetische Potenzmittel nicht einnehmen dürfen

Bei Herzschwäche, niedrigem und zu hohem Blutdruck und wenn Sie wegen einer koronaren Herzkrankheit nitrathaltige Medikamente einnehmen, dürfen Sie Viagra & Co. auf keinen Fall einnehmen, da es zu einem starken Blutdruckabfall mit Kollaps kommen kann. Auch bei schwerer Leberschwäche sowie Erkrankungen der Netzhaut des Auges (z. B. Makuladegeneration) dürfen Sie die synthetischen Potenzmittel darüber hinaus nicht anwenden, da schwere Durchblutungsstörungen möglich sind.

PDE5-Hemmer sollten nicht mit Nitraten wie dem Herzmedikament Nitroglyzerin eingenommen werden, da diese Kombination zu einem fatalen Absinken Ihres Blutdrucks führen kann. Ganz allgemein sollte ein PDE5-Hemmer auf keinen Fall mit jedweder Form medizinischer Nitrate eingenommen werden. Viagra & Co. dürfen nur vom Arzt auf Privatrezept verschrieben werden. Gehen Sie daher kein Risiko ein, indem Sie eines der scheinbar preiswerten Internet- oder Versandhandelsangebote aus dem Ausland nutzen, zumal hier keine Garantie auf die Reinheit der Mittel besteht.

Plötzlicher Herztod nur bei Risikopatienten

Zwar erscheinen immer wieder einmal Berichte von einem plötzlichen Herztod nach der Einnahme von Viagra®, eine eindeutige Ursache dafür konnte jedoch bis heute nicht geklärt werden. Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil gelten bei den meisten Männern als sicher. Berichte über einen Zusammenhang zwischen plötzlichem Tod und Medikamenteneinnahme sind überbewertet worden, da diese Fälle Patienten mit schweren Herzerkrankungen betrafen. Am wahrscheinlichsten scheint die Annahme, dass der durch die Pillen ermöglichte Geschlechtsverkehr eine zu starke körperliche Belastung für die betroffenen herzkranken Männer war.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um Bluthochdruck oder Blasenentleerungsstörungen zu vermeiden, wenn Sie:

  • eine Herzerkrankung haben
  • vor Kurzem einen Schlaganfall erlitten haben
  • Alpha-Blocker wie Alfuzosin (Urion®, Uroxatral®), Doxazosin (Diblocin® u. a.) oder Tamsulosin (Alna®, Omnic®) einnehmen

Viagra® ist gefährlich für Ihr Augenlicht

Viagra® kann zu einer seltenen Form der Erblindung führen. Wissenschaftler an der Universität Minnesota sind einige Fälle bekannt, bei denen Männer innerhalb von 36 Stunden nach Einnahme des Potenzmittels einen Schlaganfall des Auges erlitten. Dieser NaION (Nonarteric Ischemic Optic Neuropathy), wie er in der Fachsprache genannt wird, unterbricht die Blutversorgung des Sehnervs. Hierdurch wird eine Erblindung verursacht.

Der Hersteller von Viagra®, die Firma Pfizer, schloss aus, dass es einen Zusammenhang zwischen den Augenschlaganfällen und der Einnahme der Pillen gibt. Er beruft sich dabei auf die Tatsache, dass viele der Männer, die einen NaION erlitten, an anderen Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes erkrankt waren. Dennoch sind sich Wissenschaftler einig, dass diese Schlaganfälle durchaus auf der Einnahme von Viagra® beruhen können. Denn das Mittel ist dafür verantwortlich, dass im Körper ein Stoff beeinflusst wird, der die Blutgefäße verengt. Durch diese Einengung der Blutgefäße kann es zu einer Unterbrechung des Blutflusses im Sehnerv kommen. Falls Sie eine plötzliche Einschränkung oder den Verlust Ihres Augenlichtes bemerken, setzen Sie die PDE5-Hemmer ab und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf.

Alternativen reichen von Injektionen bis Implantaten

Außer den Medikamenten gibt es viele alternative Behandlungsmöglichkeiten für Erektionsstörungen:

  • Alprostadil – Alprostadil (Caverject®, MUSE®, u. a.) ist ein Wirkstoff, der in die Wurzel des Penis injiziert oder über das Einführen eines Zäpfchens in die Harnröhre verabreicht wird.
  • Hormonersatztherapie – Alle Männer mit Libidoproblemen sollten ihren Testosteronspiegel überprüfen lassen. Falls der Wert zu niedrig sein sollte, kann eine Hormonersatztherapie helfen. Niedrige Testosteronspiegel stehen auch in Verbindung mit fehlenden Erektionen im Schlaf und am Morgen. Männer, die nicht auf die PDE5-Hemmer ansprechen, sollten ihre Hormonwerte überprüfen lassen.
  • Vakuumpumpe – Hierbei handelt es sich um eine mechanische Erektionshilfe. Ein solches medizinisches Vakuumgerät (Penispumpe) verwendet einen Plastikschlauch und eine Handpumpe, mit der ein Unterdruck im Zylinder erzeugt wird, sodass sich die Schwellkörper mit Blut füllen. Damit wird Blut also in den Penis gezogen, bevor nach Abnahme der Pumpe ein Gummiring über die Penisbasis gestülpt wird, der die Erektion aufrechterhält. Dieses Potenzmittel ist zwar sehr wirksam und erspart den Betroffenen die Einnahme von Tabletten. Ein Nachteil dieser Alternative zu Viagra ist jedoch, dass ihre Anwendung gewöhnungsbedürftig ist, da beim Samenerguss aufgrund des einengenden Rings Schmerzen auftreten können.
  • Einführen eines Medikaments in die Harnröhre – Sie führen das Medikament über ein kleines Röhrchen 3 cm tief in die Harnröhre ein. Von hier aus bewirkt es eine Versteifung des Gliedes. Die Menge der Substanz ermittelt der Arzt für jeden Mann einzeln. Das Einführen des Röhrchens lernen Sie unter Aufsicht des Arztes.
  • SKAT – Bei der Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie spritzt man ein Medikament mit einer sehr feinen Nadel direkt in den Schwellkörper. Die Dosis legt der Arzt individuell fest. Das Spritzen üben Sie unter Aufsicht. Auch ohne sexuelle Lust kommt es häufig zu einer spontanen Erektion, die nach dem Samenerguss unter Umständen länger anhält.
  • Penisimplantate – Hier implantiert der Chirurg bei einem operativen Eingriff entweder biegsame oder hydraulische Prothesen in die Schwellkörper. Die hydraulischen Implantate lassen sich über eine Pumpe im Hodensack mit Flüssigkeit füllen. Biegsame Penisprothesen bringen Sie per Hand in die richtige Stellung. Implantate sind die älteste und bislang auch wirkungsvollste Hilfe.

Wenn die Erektionsstörungen mit psychologischen bzw. Partnerschaftsproblemen oder negativen Gefühlen verbunden ist, sollten Sie eng mit Ihrem Arzt zusammenarbeiten und Nutzen wie Risiken der Behandlungsoptionen mit ihm besprechen. Es kann zwar einige Zeit in Anspruch nehmen, aber sehr wahrscheinlich finden Sie eine Möglichkeit, um die Erektile Dysfunktion in den Griff zu bekommen.

Muntern Sie Ihr Liebesleben natürlich auf

Zu den traditionellen Aphrodisiaka in der ganzen Welt zählen zahlreiche Kuriositäten, die in unseren Breitengraden sicherlich nicht nur schwer zu beschaffen sind, sondern auch eher Befremden als sexuelle Lust erzeugen:

  • getrocknetes Seepferdchen
  • geriebenes Horn des Nashorns
  • Produkte mit dem Wirkstoff „Spanische Fliege“ (Achtung: Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn der Wirkstoff kann bei einer Überdosierung sogar tödlich sein!)

Uns eher vertraut, wenn auch nicht immer jedermanns Sache, sind natürliche Lustverstärker aus Nahrungsmitteln wie:

  • Spargel
  • Sellerie
  • Waldmeister
  • Austern
  • Champagner
  • Duftöle

In den Nahrungsmitteln sind es meist Mineralstoffe, die sich förderlich auf Potenz und Liebesleben auswirken. Austern beispielsweise enthalten Phosphor, Jod und Zink. Zink erhöht die Produktion von Spermien, Testosteron und Vaginalsekret. In die Reihe der bisher bekannten pflanzlichen Lustanreger gehört zum Beispiel das Ephedra oder Bockskraut. Der Wirkstoff Ephidrin hellt die Stimmung auf, verzögert die Ermüdung und löst Verkrampfungen.

Viagra®-Alternativen aus dem Garten der Natur

Nach der Euphorie um Viagra® & Co. kehrt nunmehr Ernüchterung ein: Nicht nur die Berichte über zahlreiche Todesfälle durch Herzversagen im Zusammenhang mit der Einnahme dieser synthetischen Mittel, sondern auch die lange Liste der Gegenanzeigen lassen immer mehr Männer nach Alternativen suchen. Das Angebot an natürlichen Alterntiven zur Behandlung von Erektionsstörungen ist zwar riesig, aber wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit der natürlichen Potenzmittel sind rar.

Natürlicher und weniger belastend wirken aber auf jeden Fall die Lust anregenden Kräuter, wie sie seit Hunderten von Jahren in Brasilien, China, Indien und Teilen Afrikas angewendet werden. Die in der Tabelle genannten Pflanzenpräparate verbessern nicht nur die Durchblutung der Genitalien bei Mann und Frau, sondern verstärken auch das Verlangen nach Sex sowie den Genuss daran. Dabei ist es empfehlenswert, zunächst mit einem Mittel zu beginnen und es bei Bedarf nach ein oder zwei Wochen mit einem anderen Mittel zu kombinieren, um den Effekt zu verstärken. Wichtig: Wenn Sie zwei Mittel zusammen einnehmen, halbieren Sie die empfohlene Dosis beider Mittel. So verhindern Sie mögliche Nebenwirkungen wie Unruhe. Wechselwirkungen etwa mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

So heißt das MittelDas sagt die Wissenschaft
Geile-Ziegen-Kraut (Epimedium sagittatium), verstärkt das Verlangen und die Energie sowohl bei Männern als auch bei Frauen.Wirkt sowohl über die Neurotransmitter im Gehirn als auch durch die enthaltenen Flavonoide, das sind Pflanzwirkstoffe, welche die Blutgefäße erweitern.
Potenzholz (Liriosma ovata) wird aus der getrockneten inneren Rinde des Muira-Puama-Baums aus dem Amazonasgebiet gewonnen.Verstärkt das Verlangen und die Intensität des Orgasmus. Haut und Genitalbereich bei Mann und Frau werden sensibler. Verstärkt den Blutzufluss zu den Genitalien. Eine französische Studie an 262 Männern fand heraus, dass durch die Einnahme eines Potenzholzextrakts über zwei Wochen die Libido bei 62 Prozent der Teilnehmer verbesserte.
Tribulus terrestris ist ein einjähriges Dornengewächs mit bitter schmeckenden Früchten. Es steigert die Libido bei Mann und Frau und verbessert die Erektion beim Mann.Enthält eine Substanz (Protodioscin), welche die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron anregt. Es erweitert zudem die Blutgefässe im Penis, was zu einer stärkeren Erektion führt.
Ashwagandha wird aus den Wurzeln eines dem Pfeffer verwandten Strauchs gewonnen. Es wird auch der Ginseng der ayurvedischen Heilkunde genannt.Verbessert die Stimmung und das sexuelle verlangen bei Mann und Frau. Wirkt entspannend und verbessert dadurch die Durchblutung der Genitalbereiche. Wirkungsweise über die Neurotransmitter im Gehirn.

Phytohormone machen müde Männer munter

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Manneskraft nachlässt, kann sich ein Versuch mit Pflanzenextrakten, die Phytohormone enthalten, lohnen. Allerdings müssen Sie bei den pflanzlichen Alternativen zu Viagra® & Co. etwas Geduld haben; sie wirken im Gegensatz zu den chemischen Medikamenten nicht auf Knopfdruck, sondern benötigen ein paar Wochen, bis sie ihre volle Wirksamkeit erreicht haben.

Extrakte aus diesen Pflanzen stärken die Potenz

Diese Wirkstoffe haben sich bei Erektionsstörungenreich erwiesen:

  • Erd-Burzeldorn, auch: Erdsternchen (Tribulus terrestris): Die Steroid-Saponine, welche hierin enthalten sind, erhöhen die Testosteron-Konzentration im Blut.
  • Maca-Wurzel (Lepidum meyenii): Sie wirkt aufgrund ihrer Phytosteroide sexuell anregend und ebenso aphrodisierend wie Muira Puama.
  • Muira Puama (Ptycopetalum olacoides): Es soll den Testosteronspiegel erhöhen und darf daher bei Prostatakrebs auf keinen Fall angewendet werden.
  • Mönchspfeffer (Agnus castus): Dieser Extrakt hilft nicht nur Frauen mit hormonellen Problemen. Aufgrund seiner Pflanzenhormone kann er auch die männliche Potenz unterstützen.

Zwar ist die Wirksamkeit der Pflanzenhormone noch nicht ausreichend durch Studien belegt, einen Versuch sind die natürlichen Potenzverstärker in jedem Fall wert. Und überhaupt: Lustmittel aus der Apotheke der Natur sind heute der Renner. So gibt es heutzutage kaum noch eine Apotheke oder einen Versandhandel, die/der keine „Stärkungsmittel für die Manneskraft“ anbietet. Meist handelt es sich dabei um bunt gemischte Elixiere, Kapseln oder Pulver, die geradezu wundersame Wirkungen entfalten sollen. Wichtig: Wählen Sie nur Produkte, deren Packungsaufschrift die hier in Klammern angegebenen international gültigen pharmakologischen Namen der Inhaltsstoffe enthalten. Nur so können Sie sicher sein, dass die Extrakte wirklich in dem Produkt enthalten sind.

Am besten geprüft ist Yohimbin

Der aus der Rinde des westafrikanischen Yohimbe-Baums (Pausinystalla yohimba) gewonnene Wirkstoff Yohimbin fördert die Durchblutung im Genitalbereich. Er ist als verschreibungspflichtiges Medikament gegen leichte organische und seelisch bedingte Erektionsprobleme zugelassen (z. B. Yocon-Glenwood®, 50 Tbl.: 24,85 € und Yohimbin „Spiegel“®, 30 Tbl.: 19,50 €). Zu den Nebenwirkungen zählen:

  • Zittern
  • Herzjagen
  • Schlafstörungen
  • Blutdruckabfall
  • Schwindel
  • Übelkeit

Achtung: Bei niedrigem Blutdruck dürfen Sie Yohimbin nicht anwenden.

Chinesische Heilpilze bei Erektionsstörungen

Zubereitungen aus dem chinesischen Raupenpilz (Cordyceps sinensis, chin.: Dong Chong Xia Cao) und dem Baumpilz roter Lackporling (Ganoderma lucidum, chin.: Ling Zhi) sind echte und bewährte Heilmittel aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie haben feste Anwendungsgebiete, zum Beispiel Erektionsschwäche bei Störungen der Nierenleitbahn (Meridian).

TCM-Mittel aus Pilzen gehören in die Hand des Arztes. Überlassen Sie die Auswahl und Festlegung der Dosis daher stets einem TCM-Therapeuten. Von Mixturen mit diesen Mitteln aus dem Versandhandel raten wir Ihnen dringend ab, da ihre Wirkungsweise nicht vorhersehbar ist und zudem häufiger Verunreinigungen festgestellt wurden.

Auch Ginseng ist eine Option

Gegen Stärkungsmittel aus Ginsengwurzel (Panax ginseng) ist dagegen nichts einzuwenden. Dieses Mittel ist in Asien weit verbreitet, um die Libido zu erhöhen. Im Jahr 2002 untersuchten Forscher der University of Ulsan, ob der rote Ginseng auch bei Erektiler Dysfunktion Wirkung zeigt: 45 Männer beteiligten sich an der Untersuchung. Die Hälfte von ihnen erhielt dreimal täglich 900 mg Ginseng, die andere Hälfte ein Scheinmedikament. Bei 60 Prozent der Männer in der Ginsenggruppe verbesserte sich die Erektionsfähigkeit; das war nur bei 20 Prozent der Männer der Fall, die ein Scheinmedikament erhielten.

Die Wissenschaftler führen das Ergebnis darauf zurück, dass Ginseng mehr Stickoxid produziert und somit dafür sorgt, dass sich die Blutgefäße in den Schwellkörpern besser weit stellen können. Vorsicht: Manche Hersteller bieten den angeblich besonders wertvollen roten Ginseng unter dem Fantasienamen Ginseng rubra an. Hierbei handelt es sich um nichts anderes als normalen weißen Ginseng, der nach der Ernte zur Konservierung mit kochendem Wasser überbrüht wurde. Dadurch färbt sich die Wurzel rot.

Ginkgo: Ein altes Mittel kann für Sie ein neuer Weg sein

Ganz neue Hoffnungen in puncto Erektionsstörungen eröffnet aber ein Pflanzenextrakt, der schon seit dem 17. Jahrhundert als Heilmittel eingesetzt wird und bereits lange für seine durch Studien belegte durchblutungsförde Wirkung bekannt ist: ein Extrakt aus den Blättern des Ginkgobaumes. Die Ursprünge dieses Baumes reichen Millionen Jahre zurück; schon aus der Zeit der Dinosaurier sind zahlreiche Versteinerungen bekannt. Inzwischen ist der Ginkgo in vielen Ländern ein beliebter Zierbaum; nicht zuletzt wegen seines robusten Bauprinzips und seiner Widerstandskraft gegenüber jeglicher Art von Schädlingen. Er trotzt Umweltgiften und gedeiht sogar in den Innenstadtbereichen der Großstädte.

Insbesondere in den Blättern des Ginkgobaumes sind Stoffe enthalten, die ansonsten in keiner anderen Pflanze vorkommen. Seit Jahren hört man quasi unter der Hand immer wieder Berichte von Anwendern, die mit Ginkgo ihre Liebesfähigkeit steigern konnten. Und in einer koreanischen Studie konnte beweisen werden, dass Ginkgo die Entspannung der glatten Penismuskulatur und damit die Durchblutung signifikant steigert. Auch europäische Studien aus England bestätigen diesen Erfolg. Ginkgo steigert zudem die Libido und verbessert die Erektions- und Orgasmusfähigkeit. Ginkgopräparate, die sich besonders gut eignen, gibt es in standardisierter Kapsel- oder Tablettenform. Sie sind in Apotheken und Reformhäusern erhältlich und weisen nur in absolut seltenen Fällen Nebenwirkungen wie Magendrücken auf.

Aphrodisiaka aus Südamerika

Aus der Naturapotheke der Indios stammen zahlreiche Lustmittel, die die Durchblutung verbessern und die Empfänglichkeit für erotische Reize steigern sollen. Wissenschaftliche Wirksamkeitsbelege fehlen jedoch weitgehend.

Catuaba

Zu diesen Mitteln gehört der rote Tee aus der Rinde des Catuaba-Strauchs (Erythroxylon catuaba martius). Diesen Tee, von dem keine Nebenwirkungen bekannt sind, erhalten Sie in Naturkostläden.

Zubereitung: Lassen Sie einen Teelöffel Rinde in einem Viertelliter Wasser fünf Minuten köcheln und dann 20 Minuten ziehen, bevor Sie den Tee abseihen und mit Honig gesüßt trinken.

Tagesdosis: Zwei Tassen über den Tag verteilt für maximal vier Wochen.

Damiana

Das Damiana-Kraut (Turnera diffusa) enthält ätherische Öle, die so anregend wirken sollen, dass die Pflanze in Mexiko als „Hemdauszieher“ bezeichnet wird. Zur Behandlung von körperlicher Erschöpfung mit Erektionsstörungen sind homöopathische Komplexmittel in der Apotheke erhältlich, etwa Damiana Pentarkan S (200 Tabl.: 10,60 €), Damiana N Oligoplex (150 Tabl.: 13,48 €) oder Pflügerplex® Damiana 203 N (50 ml: 10,80 €).

Mit Essen und Trinken die Liebeslust in Schwung bringen

Wenn Sie Ihrer Lust auf sinnliche und verlängernde Weise auf die Sprünge helfen wollen, sollten Sie zunächst auf anregendes Essen und Trinken setzen. Mittel, die die natürliche Lust steigern, spielten in allen Kulturen und zu allen Zeiten eine wesentliche Rolle. Häufig oblag es  den Medizinmännern und -frauen, sich um ihre Zubereitung und Anwendung zu kümmern. Viele Rezepte für sinnliche Speisen und Getränke wurden jedoch auch von Generation zu Generation weitergereicht. Ihr Genuss sollte an- und aufregen, Gesundheit, „innere Hitze“ und Lebensfreude schenken. Die ersten schriftlichen Hinweise auf luststeigernde Mittel fanden sich unter anderem in altägyptischen Papyrusrollen. Zu den medizinischen Aphrodisiaka zählten zum Beispiel:

  • Hanf
  • Opium
  • Stechapfel

Noch heute gelten viele in unserer Küche heimische Kräuter und Gewürze als wirksame Liebesmittel:

  • Anis
  • Basilikum
  • Eisenkraut
  • Galgant
  • Getreide
  • Granatapfel
  • Ingwer
  • Kardamom
  • Koriander
  • Meerträubel
  • Petersilie
  • Piment
  • Rosenblätter und -öl
  • Rosmarin
  • Safran
  • Schafgarbe
  • Sellerie
  • Teestrauch
  • Wermut
  • Zimt

Beckenbodentraining für Männer

Am Deutschen Beckenbodenzentrum Berlin wurde ein Programm entwickelt, mit dem Sie Ihrer Manneskraft durch ein gezieltes Training selbst auf die Beine helfen können. Der männliche Beckenboden, also jene Muskelplatte, die Ihre Unterleibsorgane schützt, ist bislang ein weitgehend unbekanntes Gelände. Seine Bedeutung für die Gesundheit und die Sexualität wird sträflich unterschätzt. Denn ein gesunder Beckenboden sorgt zusammen mit der Beinmuskulatur sowie der unteren Rumpfmuskulatur für eine gute Beckenstabilität und indirekt für eine aufrechte Haltung. Eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur hält auch die Erektion aufrecht.

Radfahren: Vermeiden Sie mangelnde Durchblutung des Penis

Viele Radsportfans kennen das Gefühl: Nach ausgedehnten Radtouren kribbelt es im Genitalbereich und ein unangenehmes Taubheitsgefühl stellt sich ein. Kein Wunder: Langes Sitzen im Sattel bedeutet eine hohe Belastung für diese empfindliche Region. Seit Jahren diskutieren die Experten: Macht Radeln impotent?

Radfahren ist gesund. Wie alle Ausdauersportarten stärkt auch Radeln Herz, Kreislauf und Immunsystem. Anders als beim Laufen, schont diese Sportart Knie- und Fußgelenke; das Körpergewicht verlagert sich auf Handgelenke und Dammregion. Für Männer aber bringt diese Gewichtsverlagerung ein Problem mit sich: Die Arterien, die den Penis mit Blut versorgen, sind bei längeren Touren abgeklemmt. Der Körper durchblutet das empfindliche Stück mangelhaft. Und das kann wiederum zu Erektionsstörungen führen. Nach ausgedehnten Radtouren ruft die schlechte Durchblutung des Penis unter Umständen kurzfristig Erektionsstörungen hervor. In einer Studie schilderten Radler doppelt so häufig Potenzprobleme wie Nicht-Radler. Langfristige Störungen sind ebenfalls möglich. Umfangreiche Langzeitstudien fehlen jedoch bislang.

So vermeiden Sie mangelnde Durchblutung

Mit diesen Tipps können Sie Erektionsstörungen von vornherein vermeiden:

  • breiter Sattel: Schmale und harte Rennsättel stören die Durchblutung der Dammregion. Als besonders schonend erwiesen sich breite Damensättel. Gelsättel mildern Stöße ab. Spezielle Anti-Impotenz-Sättel mit Aussparung in der Mitte wirken dagegen wenig.
  • im Liegen radeln: Studien belegen, dass die Durchblutung des Penis beim Radeln mit dem Liegerad nicht beeinträchtigt ist.
  • Pausen einlegen: Wer keinen Zeitrekord aufstellen will, sollte regelmäßige Pausen einlegen. Dabei durchblutet der Körper Penis und Dammregion wieder besser.
  • aus dem Sattel gehen: Wechseln Sie bei längeren Radtouren häufiger die Sitzposition. Gehen Sie zum Wiegetritt aus dem Sattel. Damit entlasten Sie die Dammregion.
  • ebenes Gelände: Auf unebenem Gelände, wie beim Mountainbiken üblich, setzen Sie den Körper heftigen Stößen aus. Schonender sind ebene Strecken.
  • gefedertes Rad: Eine Federung im Rahmen lindert Stöße auf unebenem Gelände.
  • Stöße abfangen: Wer auf das Fahren in unebenem Gelände nicht verzichten will, sollte bei heftigen Stößen versuchen, das Körpergewicht kurzzeitig mit den Beinen abzufangen.
  • Ausgleichstraining: Ausgleichstraining wie Rudern, Laufen oder Treppensteigen verbessert die Durchblutung im Penis.

Tipps für den richtigen Sattel

Die Autoren der Studie aus dem Journal of Sexual Medicine geben folgende Tipps:

  • Stellen Sie Ihren Sattel so ein, dass Sie in einer aufrechten Position fahren.
  • Wenn Sie ein Gefühl von Kribbeln oder Taubheit verspüren, machen Sie eine Pause. Nehmen Sie unter Umständen beim Fahrradfahren eine andere Haltung ein, indem Sie beispielsweise Sattel oder Lenkrad anpassen.
  • Benutzen Sie einen Sattel, der weniger spitz zuläuft und vorne eine breitere Fläche bietet. Es stellte sich heraus, dass diese Sattelform weniger Druck auf das Perineum ausübt.
  • Wenn das nicht möglich ist, verringern Sie den Druck, indem Sie den spitz zulaufenden Sattel ein wenig nach unten drücken oder einen mit Gel gepolsterten Sattel verwenden.

Die Ärzte der Mayo Clinic stimmen darin überein, dass es wichtig ist, beim Fahrradfahren Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um den Druck auf das Perineum zu reduzieren. Eine optimale Sattelform muss noch entwickelt werden. Zusätzliche vorbeugende Maßnahmen wie die Einnahme von Sildenafil (Viagra®), um den Blutfluss im Penis beim Fahrradfahren zu verbessern, untersucht man derzeit noch.

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