Andropause: Warum das Thema Wechseljahre auch für Männer wichtig ist
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Was hat „Mann" mit den Wechseljahren zu tun? Sehr viel, denn auch beim Mann verändert sich der Körper zwischen 40 und 90. In diesem Zeitraum durchlebt er etwas, was den weiblichen Wechseljahren gleicht — und leider von Ärzten immer noch nicht ernst genommen wird. Ich zeige Ihnen natürliche Methoden, mit denen Sie gut durch diese so genannte Andropause kommen. So werden Sie die männlichen Wechseljahre nicht als Belastung wahrnehmen.
Lustlosigkeit, Müdigkeit und HitzeWallungen, das sind Symptome, die auch Männer über 40 immer wieder verspüren. Hinzu gesellen sich Kopfschmerzen oder Nervosität, Haarausfall oder Konzentrationsstörungen. Als Alltagsbeschwerden werden diese Erscheinungen oft abgetan — nicht nur von den betroffenen Männern selbst, sondern leider auch von vielen Ärzten. Erst langsam setzt sich in Fachkreisen die Erkenntnis durch, dass das, was da passiert, einen Namen hat: „Mann" kommt in die Wechseljahre, in die so genannte Andropause.
Diese Hormone lassen Sie die Wechseljahre erleben
Mittlerweile ist wissenschaftlich bewiesen, dass auch bei Männern die Hormone schuld an diesen Beschwerden sind. Schon ab 40 Jahren lässt die Hormonproduktion des Mannes langsam nach. Hormone sind aber wichtig: Sie brauchen Sie für
- Körper- und Knochenbau,
- sexuelle Lust,
- Potenz und
- Lebensfreude
Es sind viele Hormone, die in Ihrem Körper miteinander arbeiten. Aber die folgenden sind am wichtigsten und verursachen die Beschwerden in der Andropause:
1. Testosteron. Es spielt in Ihrem Körper eine sehr große Rolle und ist das wichtigste Sexualhormon. Gebildet wird es im Hoden, zu 5 % zusätzlich in der Nebenniere. Die Testosteronkonzentration im Blut sinkt mit dem Alter immerweiter ab. Bei jungen Männern ist ein Testosteronspiegel zwischen 20 und 40 µg pro Liter Blut normal, im Laufe der Andropause sinkt er auf einen Bruchteil. Diese Abnahme führt zu einer verminderten Körperkraft, einer geringeren Knochenmasse und einem Anstieg des Körperfetts. Daher werden auch Männer, die immer einen Waschbrettbauch hatten, mit dem Alter gerne etwas rundlicher.
2. Das so genannte Wachstumshormon STH. Das ist das Hormon, das während der Wechseljahre ebenfalls absinkt. Wir wissen heute, dass ein Absinken dieses Hormons im Körper einen schlechten Nachtschlaf bedingt.
3. Melatonin. Es wird in der Zirbeldrüse hergestellt und altersbedingt immer weniger. Da es dafür verantwortlich ist, dass Sie müde werden, wissen Sie jetzt auch, warum so viele ältere Menschen immer weniger Schlaf brauchen: wenig Melatonin, keine Müdigkeit.
4. DHEA (Dehydroepiandrosteron). Dieses Sexualhormon ist wichtig für die Stressabwehr. Es bildet aber auch eine Vorstufe zum Testosteron und für die Östrogene. Fehlen diese Hormone ist Ihr Fettstoffwechsel gestört.
5. Östrogene. Sie fördern die Durchblutung und das Wachstum, beeinflussen aber auch den Fettstoffwechsel. Ein Absinken scheint, so glauben Wissenschaftler heute, die Andropause stark zu beeinflussen. Irrtümlich sind viele Männer der Meinung, dass dies typisch weibliche Hormone sind. Aber auch beim Mann spielen sie eine wichtige Rolle.