Unzufrieden mit Ihrem „besten Stück“? Schauen Sie einfach mal in den Spiegel
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 11.02.2008 05:00 Uhr
GNL5356
Zu seinem “besten Stück“ hat der Mann bekanntlich eine sehr eigene Beziehung. Fast jeder Zweite wünscht sich ein größeres Glied, las ich gerade in einer medizinischen Fachzeitschrift. Männer finden sich oft nicht groß genug ausgestattet, so britische Wissenschaftler. Sie halten dies für eine Fehleinschätzung. Die meisten Männer, sagen sie, machen sich Illusionen darüber, wie groß ein Glied normalerweise ist. Deutsche Männer liegen mit 8,6 Zentimeter im europäischen Mittelfeld. Erigiert sind die meisten in etwa gleich lang, egal wie groß oder wie klein sie sonst sind. Das weibliche Pendant passt sich dem im übrigen weitgehend an.
Beherrscht diese Angst den Alltag, spricht man vom small penis syndrom oder Umkleideraumsyndrom (wenn ein Mann jede Situation vemeidet, in der andere ihn nackt sehen könnten). Das kann am Ende zu einer totalen Isolation führen. Hilfreich ist hier nach den Erfahrungen der britischen Wissenschaftler oft allein schon der Blick in den Spiegel: Schaut ein Mann an sich herunter, wirkt der Penis nämlich wesentlich kleiner, als wenn er ihn frontal im Spiegel sieht. Zumal wenn er noch von einem Bierbauch verdeckt wird. Also: einfach mal von Angesicht zu Angesicht anschauen ... das lässt nicht nur das Selbstbewusstsein wachsen.
Größe und Form des Gliedes sind Vererbungssache und durch äußere Maßnahmen nicht zu beeinflussen. Es gibt kein Wundermittel oder -hormon, mit der man das Glied wachsen lassen könnte. Wer Ihnen das erzählt, lügt. Für Frauen hat dies übrigens ohnehin keine überragende Bedeutung, erklären die beiden britischen Forscher. Über 85 Prozent sind laut einer Umfrage diesbezüglich mit ihrem Partner durchaus zufrieden. Ihnen sind andere Dinge wie die Persönlichkeit bei Männern wichtiger.