Übergewicht und Bluthochdruck durch billige Süßstoffe
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Bluthochdruck
vom 19. November 2009, 05:00 Uhr
GNL5223
Die meisten Softdrinks werden heute aus Kostengründen mit Fructose gesüßt. Der steigende Fructose-Anteil in unserer Nahrung ist jedoch nicht nur eine Gefahr für die schlanke Linie, sondern auch für den Blutdruck. Das berichteten amerikanische Nierenspezialisten auf dem Jahrestreffen ihrer Fachgesellschaft kürzlich in San Diego. "Ein hoher Fructose-Konsum geht bei Menschen mit stark erhöhten Blutdruck-Werten einher", erklärt Studienleiterin Diana Jalal. Der Verzicht auf Fertiggerichte und Getränke mit viel Fruchtzucker könne also ein Mittel gegen Bluthochdruck sein.
Jalals Team untersuchte dazu 4.500 Erwachsene ohne Bluthochdruck. Der Blutdruck wurde gemessen, zudem erhoben die Forscher mit Hilfe eines Fragebogens die Ernährungsgewohnheiten. Besonderes Augenmerk lag dabei auf Fertiggerichten, Fruchtsäften, Softdrinks, Gebäck oder Süßigkeiten, die als häufigste Fructose-Lieferanten gelten. Es zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang der Blutdruck-Werte und der Einnahme von Fructose. Diejenigen, mehr täglich mehr als 74 Gramm Fructose zu sich nahmen - was dem Zuckergehalt von zweieinhalb Softdrinks entspricht - waren zu 87 Prozent häufiger von einem bedenklich hohen Blutdruck von 140/90 mmHg betroffen.
Fructose-angereicherte Sirupformen finden sich heute in vielen Lebensmitteln wie etwa Softdrinks oder Konserven. Statt Glucose wird der wesentlich billigere Fructose-Maissirup zur Süßung verwendet, der aus Maisstärke und Enzymen hergestellt wird.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von viktor frick (19.11. 2009 08:42 Uhr):
ist zu befürchten...
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