Typ-2-Diabetes: Ist ein Elternteil erkrankt, steigt auch Ihr Risiko deutlich
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Diabetes Mellitus
vom 29.05.2007 16:00 Uhr
GNL5356
Diabetes Typ 1 wird bisher häufig als „Erbkrankheit“ angesehen, während die Typ-2-Erkrankung auf einen ungesunden Lebensstil zurückgeführt wird. Dies stimmt nicht ganz, fanden Forscher der Arbeitsgemeinschaft Molekularbiologie und Genetik des Diabetes der Deutschen Diabetes-Gesellschaft jetzt heraus. Sie stellten fest, dass das Risiko, an erblich bedingter Typ-2-Diabetes zu erkranken viel höher ist, als das einer Typ-1-Diabetes.
Der einzige Unterschied ist, dass noch weitere Faktoren hinzukommen müssen (Bewegungsmangel, Übergewicht), bis eine Typ-2-Diabetes ausbricht. Wenn aber ein Elternteil an Typ-2-Diabetes erkrankt ist, liegt für die Kinder das Risiko bei 40 %, selbst zu erkranken. Hat ein Kind ein an Typ-1-Diabetes erkranktes Elternteil, beträgt sein Risiko, selbst eine Erkrankung zu entwickeln, nur 5 %.