Trytophan – der Geheimstoff gegen Kopfweh?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 12. Juni 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Der Botenstoff Serotonin spielt bei Kopfweh und Migräne in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Rolle. Ein schwankender Serotoninspiegel kann die Schmerzen verschlimmern. Zu wenig Serotonin hingegen bringt uns schlechte Laune und macht uns schmerzempfindlicher, ein hoher Serotoninspiegel wappnet uns gegen Schmerzen. Tryptophan ist ein Eiweiß-Baustein, aus dem im Gehirn Serotonins hergestellt wird. Tryptophan wird mit der Nahrung zugeführt werden.
Tryptophanreich und empfehlenswert sind diese Nahrungsmittel:
- Haferflocken, Müsli, Weizenkleie, Roggenvollkornbrot, Sonnenblumenkerne, Sesam und Hülsenfrüchte
- Fisch, vor allem Kaltwasserseefische wie Makrele, Lachs, Hering und Sardine.
Trytophan gelangt besser ins Gehirn, wenn Kohlenhydrate dafür sorgen, dass die anderen großen Eiweißbausteine im Muskel gebunden werden, damit die Transportwege für Tryphtophan ins Gehirn frei werden. Darum sollten Sie Ihrem Kopf zuliebe weniger davon essen: Hartkäse wie Parmesan, Emmentaler, Edamer, Tilsiter, Quark, Frischkäse, Milch und Joghurt. Auch sollten Sie Fleisch nur mit Maßen verspeisen trotz seines hohen Anteils an Tryphtophan. Meiden sollten Sie arachidonsäurehaltige Nahrungsmittel (Arachidonsäure ist ein Fettbestandteil), die Entzündungen fördern können.
Rezepte für Migräniker und Kopfschmerzgeplagte finden Sie in dem empfehlenswerten Buch:
Stefanie Braun
Abwechslungsreiche Diät bei Migräne
Trias Verlag, Stuttgart