"Trink"wasser in Deutschland trägt seinen Namen zu Recht
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 24. Januar 2012, 16:00 Uhr
GNL5356
Bei Wasser sind wir Deutschen wählerisch. Obwohl das Wasser, das aus unseren Leitungen strömt, den Titel „Trinkwasser" trägt, greifen wir häufig zu Mineralwässern, anstatt einfach den Hahn aufzudrehen und dieses Wasser dann zu trinken.
Dabei ist unser Leitungswasser nicht schlecht - ganz im Gegenteil. Dieses Ergebnis verdeutlicht jetzt der neue Bericht zur Trinkwasserqualität, herausgegeben vom Bundesgesundheitsministerium und dem Umweltbundesamt. Hierin werden die Meldungen der Bundesländer zur Trinkwasserqualität aus den Jahren 2008 bis 2010 ausgewertet.
Der Bericht zeigt, dass das Trinkwasser hier in Deutschland seinen Namen tatsächlich verdient. Es entspricht den hoch angesetzten Richtwerten der Trinkwasserverordnung - demnach dürfen keine Krankheitserreger oder andere Stoffe, die Ihrer Gesundheit schaden können, im Wasser enthalten sein.
Und tatsächlich werden diese strengen Vorgaben zu über 99 Prozent eingehalten. Auch wenn zum Beispiel unser Grundwasser noch reich an Nitrat ist, im Trinkwasser werden die Grenzwerte eingehalten. Auch die Proben aus Wasserwerk oder Rohrnetz bewegten sich in97 bis 99 Prozent der Fälle unterhalb der Grenzwerte. Die Proben aus den Wasserhähnen waren in fast allen Fällen in Ordnung.
Trinkwasser sollten Sie nur dann mit Vorsicht genießen, wenn Sie noch Bleirohre im Haus haben. Die meisten Wasserwerke bieten einen Wassertest auf Blei an (in vielen Fällen ist dieser sogar kostenlos). Hier können Sie eine Wasserprobe abgeben. Diese wird im Labor untersucht und Sie erfahren, ob Ihre alten Rohre das Blei, aus dem sie bestehen, an Ihr Trinkwasser abgeben.
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von M Rezk (24.01. 2012 16:19 Uhr):
Sie schreiben, dass unser Trinkwasser sehr gut ist. Meine Info sind jedoch, dass unser Trinkwasser mit hohen Hormonen und Medikamenten-Rückständen belastet ist - was ist denn da dran??
Antworten - Kommentar von Marlis Köhn (24.01. 2012 17:02 Uhr):
Wird denn das Trinkwasser auf alles untersucht? Was ist mit z.B.Östrogenen, auf die mein Sohn keine Lust hat.....?
Antworten - Kommentar von adolf Sixt (24.01. 2012 23:21 Uhr):
Das deutsche Trinkwasser ist in der Qualität weltweit leider nur an 57er Stelle u. mit zu hoch angesetzten Grenzwerten behaftet. Siehe Foodwatch Tabelle
Antworten- Antwort von irby (26.01. 2012 14:36 Uhr):
also das kann man so leider nicht unwidersprochen lassen. die wenigen stoffe die getestet werden entsprechen zwar bei wasserwerk den vorgeschriebenen normen, aber fließen ab werk ja durch das rohrnetz der stadt. wer mal so ein offenes rohr gesehen hat wird sicher zustimmen das sich die werte ganz sicher verändern auf dem weg zum endverbraucher. zweitens wie hier bereits von anderen festgestellt: medikamentenrückstände und hormone brauchen lt trinkwasserverordnung gar nicht getestet zu werden, nach dem motto: wer nicht sucht der nicht findet. leider iwird das mineralwasser noch weniger getestet als das trinkwasser.......
- Antwort von irby (26.01. 2012 14:36 Uhr):