Trinken Sie nicht zu viele flüssige Vitamine
Dr. Martina Hahn in Täglich Gesund
vom 22.06.2004 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich war am Samstag einkaufen und wollte einen ganz normalen Orangensaft fürs Sonntagsfrühstück haben. Bis ich den gefunden hatte, habe ich schon einige Zeit in dem eigentlich recht übersichtlichen Laden gesucht – und es lag nicht etwa daran, dass der Saft so versteckt war. Vielmehr bin ich an der übergroßen Auswahl an Säften schier verzweifelt. Was es alles an Säften gibt ... ich hatte scheinbar zig Möglichkeiten, meiner Gesundheit auf fruchtige Weise etwas Gutes zu tun
Die Betonung liegt auf "scheinbar". Denn einige Säfte sollten Sie besser im Regal stehen lassen – wenn diese nämlich zusätzlich mit Vitaminen angereichert sind. Vor allem betrifft das die so genannten ACE-Säfte, wenn Sie diese als Durstlöscher einsetzen möchten. Solche Säfte sind dafür nach Einschätzung der staatlichen Ernährungsberatung Bayern völlig ungeeignet und können sogar gesundheitliche Schäden verursachen, wenn Raucher oder Schwangere zu viel davon trinken. Trinken Sie ständig zu viel davon, kann es zu Erbrechen, Hautschäden und Kopfschmerzen kommen.
Das liegt daran, dass schon ein Glas dieser Säfte den täglichen Vitamin-A-Bedarf zu 60 bis 150 % deckt – je nach Saftsorte. Wenn Sie also eine ganze Flasche dieses Saftes trinken, überschreiten Sie Ihren Tagesbedarf an Vitamin A bis zu 375 %. Aber schon eine Aufnahme von mehr als 20 Milligramm pro Tag kann bei Rauchern, Schwangeren und Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen zu Gesundheitsschäden führen. Daher sollten Sie, wenn Ihnen diese Getränke gut schmecken, maximal ein glas pro Tag trinken. Am besten trinken Sie diese Menge dann aber nicht pur, sondern mixen sich eine Schorle. Füllen Sie das Glas zu einem Drittel mit Saft und zu zwei Dritteln mit Wasser. So schmeckt Ihr Getränk außerdem nicht zu süß, sondern ist herrlich erfrischend.
Geschwollene Lymphknoten, zum Beispiel unter den Achselhöhlen, lassen viele Menschen schnell an Krebs denken. Es gibt aber viele andere Ursachen, die diese Knoten verursachen. Was der Auslöser sein kann und wie Sie sich richtig verhalten, darüber informieren Sie heute unsere Experten vom "Mayo Clinic Gesundheits-Brief".