Trinken ist das Nonplusultra
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 19.02.2008 06:00 Uhr
GNL5356
Außer dem Fasten nach Buchinger stehen Ihnen noch weitere Fastenmethoden zur Verfügung:
- Wasserfasten: Hier wird nur reines Heilwasser getrunken. Sonst gibt es nichts. Diese Form des Fastens wird nur noch selten durchgeführt. Sie sollten Sie ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle machen.
- Teefasten: Bei dieser Form des Fastens trinken Sie zwei bis drei Liter ungezuckerten Kräutertee pro Tag – beispielsweise Kamille-, Fenchel- oder Pfefferminztee. Besonders entwässernd und blutreinigend wirken Löwenzahn-, Brennnessel- und Birkenblättertee. Zusätzlich dürfen Sie Fastenbrühe trinken. Diese Form des Fastens eignet sich nur für ganz kurze Fastenzeiten.
- Saftfasten: Über den Tag verteilt trinken Sie einen bis anderthalb Liter frisch gepresste oder hochwertige ungezuckerte Obst-, Gemüse- und Grassäfte (zum Beispiel Weizengrassaft). Sie liefern Ihnen Enzyme, Vitamine, Mineral- und Vitalstoffe und neutralisieren eine eventuell vorhandene Übersäuerung. Tee und Wasser dürfen Sie trinken, soviel Sie mögen. Zusätzlich können Sie bis zu 80 Milliliter Frischpflanzensäfte zu sich nehmen: Trinken Sie beispielsweise Löwenzahn,- Artischocken- oder Brennnesselsaft esslöffelweise pur oder geben Sie den Saft in Tee.
So könnte ein Tag Saftfasten aussehen: Trinken Sie morgens zwei Tassen Kräuter- oder Früchtetee, mittags einen Viertel Liter ungesalzenen Gemüsesaft, nachmittags zwei Tassen Tee. Abends gönnen Sie sich einen Viertel Liter Obst- oder Gemüsesaft und einen Viertelliter ungesalzene Gemüsebrühe.
- Molkefasten: Molke entsteht bei der Herstellung von Käse oder Butter. Sie wirkt mild abführend. Ihr Vorteil: Der Körper verliert kein wertvolles Eiweiß. Wenn Sie Milchzucker oder Milcheiweiß nicht vertragen, ist diese Kur für Sie nicht geeignet.
So sieht ein Tag beim Molkefasten aus: Sie trinken in kleinen über den Tag verteilten Portionen einen Liter Diätkurmolke (Reformhaus), zusätzlich gibt es zwei bis drei Liter Wasser, ungezuckerten Kräuter- oder Früchtetee. Ergänzend können Sie esslöffelweise 80 Milliliter Frischpflanzen-Presssaft aus Löwenzahn, Brennnessel oder Artischocke zu sich nehmen.
- Früchtefasten: Das ist keine reine Fasten-Kur, aber durchaus als Reinigungstag oder Pilottest geeignet, ob Ihnen der Nahrungsverzicht zusagt. Essen Sie über den Tag verteilt ein bis anderthalb Kilogramm wasserreiches, frisches Obst. Besonders gut eignen sich dafür Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Weintrauben, Orangen, Bananen und Ananas. Sie können sich für eine einzelne Sorte entscheiden oder alles mischen. Ungezuckertes Tiefkühlobst ist ebenfalls geeignet.Trinken Sie dazu mindestens zweieinhalb Liter zuckerfreien Kräuter- und Früchtetee.
- Fastenwandern: Fasten und dabei wandern, wird immer beliebter. Wandern beschäftigt Sie während dieser Tage, stabilisiert Ihren Kreislauf und unterstützt die Entgiftung. Es verstärkt durch die vermehrte Sauerstoffaufnahme das gute Körpergefühl, kurbelt den Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass der Gewichtsverlust nicht nur aus Flüssigkeit besteht, sondern dass auch die Fettreserven dran glauben müssen. Die Muskeln werden ebenfalls gefordert. Zum Fastenwandern gehört meist eine Gruppe, die unter fachkundiger Führung steht. Das Gruppenerlebnis bringt zusätzlich eine soziale Komponente ins Spiel. Viele Menschen trauen sich das Fasten in einer Gruppe eher zu.