Tinnitus-Retraining-Therapie braucht vor allem Geduld

in Naturmedizin aktuell zum Thema Tinnitus
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eine befriedigende schulmedizinische Behandlung gegen Tinnitus gibt es bislang noch nicht. Nicht bewährt hat sich beispielsweise die Infusionstherapie, wie sie auch beim akuten Hörsturz angewendet wird. Sie soll die Durchblutung verbessern. Das ist auch die erhoffte Wirkung des Medikaments mit dem Wirkstoff Pentoxifillin, doch es verschlechtert die Durchblutung gerade der in Frage kommenden kleinen Blutgefäße. Dadurch wird das Ohr nachhaltig unterversorgt.



Umstritten ist die hochdosierte Kortison-Therapie ebenso wie die Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff. Beide Methoden weisen erhebliche Nebenwirkungen auf. Der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte rät deshalb davon ab. Im akuten Stadium - also innerhalb von drei Tagen nachdem sich die Ohrgeräusche eingestellt haben - haben sich dagegen hochdosierte Ginkgo-Präparate bewährt. Fragen Sie am besten gleich Ihren Hals-Nasen-Ohren-Arzt danach.

Beim chronischen Tinnitus ist eine ganzheitliche Behandlung erforderlich. Dafür steht die so genannte Retraining-Methode parat. Diese erfordert aber vor allem Ihre Eigeninitiative. Denn dabei müssen Sie als Erstes akzeptieren, dass der Tinnitus von nun an Ihr ständiger Begleiter sein wird. Das ist der schwierigste Part der ganzen Behandlung. Natürlich sollte auch-  wenn irgend möglich - die Ursache abgestellt werden, etwa die Stresssituation beseitigt, das betreffende Medikament abgesetzt, die Kieferfehlstellung gerichtet oder das Rauchen aufgegeben werden. Darüber hinaus sind häufig Akupunktur und Homöopathie hilfreich.

Lesen Sie in den nächsten Beiträgen, wie die Retraining-Methode funktioniert.

Bleiben Sie natürlich gesund!

Ihre Sylvia Schneider



von
Sylvia Schneider

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Kommentar von A Steinbock

Eventuell hilft auch eine spezielle Aufbißschiene vom wichtig: spezialisierten! Zahnarzt, bei manchen unerkannten Zusammenhängen mit dem craniomandibulären System. CMD = CranioMandibuläre Dysfunktion.

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