Wie Sie Ihre Lebensenergie Qi unterstützen und damit Ihre Gesundheit stärken
Eine Blockade der Lebensenergie Qi macht krank
Nach Auffassung der Chinesen erhält unser Körper bei der Geburt so viel vorgeburtliches Qi, das so genannte Erb-Qi, dass wir damit 100 bis 120 Jahre alt werden könnten. Welches Alter wir tatsächlich erreichen, hängt nach der TCM maßgeblich davon ab, wie gut wir unser Qi im wahrsten Sinne des Wortes ernähren und wie gleichmäßig unsere Lebensenergie durch unseren Körper fließen kann.
Zu den wichtigen Aufgaben der Lebensenergie Qi zählen:
Sie bewegt alle Muskeln, die willentlich kontrollierten und die unwillkürlich tätigen (z. B. die Darmbewegungen).
Sie steuert die Funktionen aller inneren Organe, z. B. Herz, Lunge, Magen, Darm und Nieren.
Sie bestimmt die Vitalität und psychische Aktivität eines Menschen.
Sie schützt den Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen, z. B. vor widrigem Wetter.
| Klassische Yin- und Yang-Paare |
|---|
| Yin | Yang |
|---|
| weiblich | männlich |
| Nacht | Tag |
| Erde | Himmel |
| Mond | Sonne |
| kalt | warm |
| Winter | Sommer |
| dunkel | hell |
| ruhend | bewegt |
| weich | hart |
| Blut, Körpersäfte | Geist, Energie |
| Speicherorgane (Leber, Milz, Herz, Lunge, Nieren) | Hohlorgane (Gallenblase, Magen, Darm, Blase) |
Nur wenn Yin und Yang im Gleichgewicht stehen, ergibt sich ein gleichmäßiger Qi-Fluss und damit auch Gesundheit. Mit anderen Worten: Eine Krankheit zeigt eine Disharmonie von Yin und Yang im Menschen an.
Diese Einflüsse stören das Qi besonders häufig:
Wetterfaktoren, besonders Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Trockenheit und Wind
seelische Belastungen, z. B. Kummer, Ängste, unterdrückte Gefühle
falsche Ernährung
ansteckende Erkrankungen
Je nachdem, wie diese Einflüsse das gleichmäßige Fließen des Qi beeinträchtigen, sprechen TCM-Therapeuten u. a. von Schwäche- oder Füllestörungen.
Blässe und kalte Hände deuten auf Schwächezustände
So ist bei einer Schwäche- bzw. Leerestörung die Funktion der betroffenen Organe beeinträchtigt. Als typische Schwächesymptome gelten Blässe, kalte Hände und kalte Füße sowie übermäßiges Frieren. Die Füllekrankheiten sind dagegen durch einen Überschuss an Qi und Blut in den Organen gekennzeichnet. Dazu gehören z. B. der Bluthochdruck, akute Schmerzen und Entzündungen. Bei einer Blockade des Qi, also einem Stillstand des Qi-Flusses, treten meist Füllezustände auf, z. B. Muskel- oder Kreuzschmerzen.
All diese Störungen schon im Keim zu verhindern und das Gleichgewicht der Energieströme zu bewahren, war ursprünglich die Hauptaufgabe der TCM. So wurden Ärzte früher in China nur so lange bezahlt, wie ihre Patienten gesund blieben. Inzwischen hat sich die Gewichtung deutlich verschoben: Heute ist der TCM-Arzt mehr Behandler und weniger Gesundheitsberater. Das gilt nicht nur bei uns im Westen, sondern auch in China selbst.
Die 5 Wandlungsphasen nach der TCM
Anhand des Systems der fünf Wandlungsphasen erklärt die TCM auch die Entstehung von rankheiten: Da z.B. Holz (Leber) das Feuer (Herz) nährt, kann lang aufgestaute Wut (Holz) zu einem Herzleidenführen.