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Die Geheimwaffen der TCM gegen Winterfrust und Müdigkeit

Die Dunkelheit und Kälte des Winters kriechen nicht nur unter die Haut, sondern vielen Menschen auch ins Gemüt. Depressive Verstimmungen zeigen sich besonders häufig im Winter. Das Gefühl der Mutlosigkeit, der Trauer und des Kummers scheint unüberwindbar. Matt, lust- und energielos, müde und verzweifelt und kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Auch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) kennt diese Symptome. Sie ordnet sie aber anders zu als die westliche Medizin.

Depressive Verstimmungen, Depressionen und Burnout sind nach chinesischer Sicht das Ergebnis unterschiedlicher Ursachen. Während Depressionen eine behandlungsbedürftige Krankheit sind, handelt es sich bei depressiven Verstimmungen um gelegentlich auftretende Gemütslagen, die Sie mit den Mitteln der TCM erfolgreich selbst behandeln.

Hinter jedem Zustand verbirgt sich immer ein Mangel

Es mangelt an Qi, Blut oder Yang. Neben diesem Mangel herrscht eine Blockade, allen voran wahrscheinlich eine Leber-Qi-Blockade. Darum ist es wichtig, zunächst einmal alle anderen Symptome zu betrachten. Dazu gehören:

  • Fülle – Mangel
  • Yin – Yang
  • Hitze – Kälte
  • Außen – Innen

Sicher ist nur eines: Sowohl das Gefühl der totalen Erschöpfung im Körper als auch das Gefühl der Depression sind Zeichen dafür, dass der Körper am Ende seiner Kraft ist. Dunkelheit und Kälte geben diesem Zustand den Rest. Wie soll eine Therapie wirken, wenn Sie nicht wissen, wo genau die Störung eigentlich liegt? In den meisten Fällen besteht eine depressive Verstimmung nicht kurzfristig, sondern zieht sich über Jahre hinweg. Darum unterscheiden sich die Mangelzustände, die ihre Ursache oft in einer weit zurückliegenden Erkrankung haben. Eine verschleppte grippale Infektion oder eine mit Antibiotika totbehandelte Kinderkrankheit. Es gibt so viele Ursache wie Auswirkungen.

Diese wichtigsten Mangelzustände sollten Sie kennen

Qi-Mangel

Einen Qi-Mangelzustand erkennen Sie daran, dass Sie schon bei der geringsten Anstrengung schwitzen oder völlig grundlos plötzlich mitten im Winter klatschnass geschwitzt sind. Die Stimme ist schwach und Sie auch nach einer ausreichenden Nachtruhe erschöpft und ausgelaugt. Das spricht für einen Lungen-Qi-Mangel. Wenn es zu weichen Stühlen kommt und Ihnen nichts so recht schmeckt, spricht man von einem Milz-Qi-Mangel.

Blut-Mangel

Diesen Mangel spüren Sie bis hinein in Ihren Kopf. Schwindel, blasse Gesichtshaut, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme kennzeichnen diesen Mangel. Auch hier unterscheidet man einen Leber-Blut-Mangel, der sich besonders in Sehschwäche und Kribbeln in den Gliedmaßen äußert, sowie einen Herz-Blut-Mangel, der sich eher in Schlaflosigkeit und Blässe um den Mund herum zeigt.

Yang-Mangel

Im Wesentlichen entspricht der Yang-Mangel dem Qi-Mangel, aber es kommt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal hinzu: Sie frieren besonders in den unteren Gliedmaßen extrem. Dieser Mangel wirkt auf die Niere, Milz, Magen, Lunge und Herz.

Yin-Mangel

Hier gelten die gleichen Symptome wie beim Blutmangel. Nur kommen hier die Zeichen von Hitze hinzu. Diese Zeichen sind Mundtrockenheit, Verlangen nach Wassser, roter Kopf oder brennende sowie juckende, trockene Haut und Augen. Auch hier sind alle Organe wie beim Yang-Mangel betroffen.

Warum ist es so wichtig, das Qi wieder in Fluss zu bringen?

Die TCM sagt: Was lange besteht, landet bei der Leber. Aus der Perspektive der TCM ist die Leber die Endstation jeder chronischen Erkrankung. In der TCM sind alle Mangelzustände Ergebnis eines chronischen, oft fehlinterpretierten oder unerkannten Leidens. Die Dinge, die bei der Leber landen, gehen Ihnen irgendwann an die Nieren. Deswegen sagt die TCM: Je chronischer eine Erkrankung ist, desto mehr müssen Sie sich um die Leber und die Niere kümmern. Das funktioniert mit diesem Rezept:

Zutaten:

  • 50 g getrocknete Lotussamen
  • 15 g getrocknetes Silberohr
  • 8 g getrocknete Goji-Beeren
  • (Kandis-)Zucker

Zubereitung:

  1. Lotussamen für mindestens 30 Minuten in warmem Wasser einweichen.
  2. Die gelbe Wurzel vom weißen Silberrohr (Pilz) mit einer Schere entfernen, in warmem Wasser für 10 bis 20 Minuten einweichen lassen, in kleine Stücke reißen.
  3. Die Lotussamen im Wok in kochendem Wasser 20 Minuten kochen lassen. Das Wasser sollte die Hälfte des Wok bedecken.
  4. Die weißen Pilze in den Wok hinzufügen.  Bei schwacher Hitze 30 Minuten kochen lassen. Nun fügen Sie Goji-Beeren hinzu und lassen die Zutaten für weitere zehn Minuten kochen. Herd ausschalten, (Kandis-) Zucker hinzufügen und genießen.
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