MenüMenü

Grundlagenwissen zum Thema Ernährung in der TCM

Frühstücken Sie warm!

Die typgerechte Ernährung ist einer der wichtigsten Schlüssel zur Gesundheit – je nach Konstitution und Jahreszeit benötigt Ihr Organismus ganz unterschiedliche Speisen

„Lasst eure Nahrung euer Heilmittel sein“, mahnte der alte Hippokrates. „Ein guter Arzt muss kochen können“, sagen die Chinesen. Beide Sprichwörter meinen dasselbe: Die richtige Nahrung erhält die Gesundheit und wirkt heilsam bei Krankheiten, die falsche macht krank. Deshalb befragt ein TCM-Therapeut seine Patienten stets nach ihren Ernährungsund Trinkgewohnheiten. Oft finden sich bereits hier ungünstige Einflüsse, ja vielleicht sogar schon die Ursachen für Gesundheitsstörungen.

„Brennstoff“ für die Verdauung

Die bekannteste Einteilung der Lebensmittel in der TCM ist die nach den Temperatur-Eigenschaften: kühlend bis kalt, wärmend bis heiß und neutral. Diese „Temperatur“ hat einen großen Einfluss auf die Bereitstellung von Gu Qi, dem Nahrungs-Qi. Gu Qi wird durch ein „Verdauungsfeuer“ gewonnen, das warmen Brennstoff braucht.

Wenn Sie aber immer nur kalte Nahrungsmittel zu sich nehmen, kann das Verdauungsfeuer nicht richtig brennen und liefert weniger Gu Qi. Die Folge sind Müdigkeit, körperliche und geistige Leistungsschwäche, Durchfall sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit, weil das Abwehr-Qi nicht richtig ernährt wird.

Kochen verstärkt die Energie eines Lebensmittels

Nach der TCM sollten rund 65 % Ihrer täglichen Nahrung aus neutralen Lebensmitteln bestehen. Allerdings müssen Sie dabei berücksichtigen, dass die Zubereitungsart die energetische Eigenschaft der Zutaten erheblich verändern kann.

So beeinflusst die Zubereitung die Energie von Lebensmitteln:

  • kühlend: pökeln, in Salz oder Wasser einlegen, marinieren, quellen oder keimen lassen
  • leicht wärmend: rösten, langes Kochen von Suppen
  • wärmend: dampfgaren, blanchieren, dünsten, kochen
  • erhitzend: braten, frittieren, grillen, lange im Backofen backen

Wählen Sie daher kühlende Zubereitungen z. B. bei innerer und äußerer Hitze, trockener Haut, Mundtrockenheit, trockenen Augen und Durst sowie im Sommer. Wärmende Zubereitungen empfehlen wir Ihnen bei innerer Kälte und zu viel Feuchtigkeit, z. B. feuchtkaltem Fußschweiß, sowie im Winter. Neutrale Mahlzeiten können Sie auch durch eine geschickte Zusammenstellung der Zutaten bereiten: Zu „warmem Geflügel“ in „heißer“ Ingwersauce gehört dann ein kühlender bitterer Salat, z. B. Endivien mit Joghurtdressing.

Der beste Start in den Tag

Ein warmer Früchtebrei zum Frühstück liefert Ihnen Energie für den ganzen Tag.

Konservennahrung, Tiefkühlkost und Fertiggerichte, Frischkornmüsli, viel Brot, kohlensäurehältige Getränke, raffinierter Zucker, Süßigkeiten, Schokolade sowie H-Milchprodukte gelten in der TCM als wertlos. Die Zubereitung in der Mikrowelle wird völlig abgelehnt, weil sie die natürliche Energie der Lebensmittel zerstört.

Geschmacksrichtungen beeinflussen das Qi

Eine weitere wichtige Eigenschaft der Nahrungsmittel ist nach der TCM ihre Wirkrichtung, die vom Geschmack abhängt.

  • Scharf zerstreut das Qi, löst Stauungen und öffnet die Oberfläche.
  • Süß harmonisiert und baut Qi auf.
  • Sauer bringt die Energie nach innen und wirkt zusammenziehend.
  • Salzig (mit Wasser) weicht auf und führt ab.
  • Bitter senkt das Qi leicht.

An diesen Wirkrichtungen orientiert sich Ihr TCM-Therapeut bei der Auswahl der heilenden Nahrungsmittel bei Krankheiten. Wenn Sie z. B. an einem Erkältungshusten leiden, besteht bei Ihnen nach der TCM zu viel Hitze im oberen Körperbereich. Der chinesische Arzt wird Ihnen daher kühlende Nahrungsmittel mit einer hebenden Wirkrichtung empfehlen, also mit scharfem oder süßem Geschmack, damit die kühlende Energie auch nach oben gelangt. Dazu eignen sich z. B. Zwiebelsaft mit Honig oder Kandis sowie auch Rettich, Schnittlauch und Kresse.

Sparsam mit Rohkost, Bananen und Milch

Große Mengen Rohkost, besonders mit Gurken und Tomaten, verbrauchen nach der TCM zu viel wertvolles Verdauungsfeuer. Dies wird durch Bananen und Milchprodukte, die zudem noch viel Schleim bilden, verstärkt, sodass die Lebensenergie im Schleim erstickt. Antriebsschwäche, innere Kälte mit Frösteln auch im Sommer und häufige bzw. chro nische Verschleimungen der Atemwege sowie eine blasse Gesichtsfarbe gelten als unweigerliche Folge.

Kühlende Nahrung macht müde

Der Mensch braucht einmal täglich etwas Warmes im Bauch, meinten schon unsere Großmütter: Genauso sehen es auch die Chinesen, für die wir Europäer viel zu kalt essen. Starten Sie daher mit einem – in doppeltem Sinne – warmen Frühstück in den Tag. Nur Menschen mit einem sehr starken Yang-Überschuss sollten ein kühles Frühstück wählen. Im Kasten unten finden Sie drei sehr schmackhafte TCM-Frühstücks-Rezepte.

TCM: Ernährung Beate Rossbach TCM: So stärken und schwächen Sie Ihr Immunsystem mit der Nahrung

Die TCM teilt Nahrungsmittel danach auf, ob sie den Körper erwärmen oder abkühlen. Dabei spielt die Temperatur nur eine untergeordnete Rolle.

TCM: Ernährung Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Bestimmte Lebensmittel gegen bestimmte Probleme

Die Ernährung nach den fünf Elementen basiert auf dem jahrtausendealten Erfahrungsschatz der Traditionellen Chinesischen Medizin.

TCM: Ernährung Beate Rossbach Beginnen Sie den Tag mit einem Getreidebrei

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) empfiehlt in der kalten Jahreszeit, den Körper mit wärmenden Nahrungsmitteln zu versorgen. Wenn der Körper […]

TCM: Ernährung FID Gesundheits-Experten Medizinische Wirkung von Speisepilzen bestätigt

In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Pilze schon seit Jahrtausenden als Heilmittel eingesetzt. Seit Ende der 60er Jahre überprüfen ostasiatische […]

TCM: Ernährung Redaktionsteam FID Gesundheitswissen TCM: Wirkrichtung von Nahrungsmitteln

Ausschlaggebend für die Wirkrichtung der Nahrungsmittel ist ihr Geschmack: scharf hebt Qi stark süß hebt Qi leicht sauer wirkt neutral […]