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TMC: Zunge und Puls

Die Sprache der Zunge

Beläge, Verfärbungen und Furchen bzw. Zahneindrücke der Zunge geben dem TCM-Arzt wichtige Hinweise auf Füllebzw. Leerestörungen des Organismus.

Die TCM kennt 28 verschiedene Pulsqualitäten

TCM-Therapeuten unterscheiden sage und schreibe 28 verschiedene Pulsqualitäten! Die Pulse – und zwar den oberflächlichen, den mittleren und den tief gelegenen – misst der Arzt an Ihren beiden Handgelenken. Am linken Handgelenk ertastet er mit drei Fingern die Pulse von Herz, Leber/Gallenblase und Nieren, am rechten Handgelenk folgen Lunge/Dickdarm, Milz/ Magen und Niere. Könner unter den TCM-Ärzten sollen sogar an einem „schlüpfrigen Puls“ erfühlen können, dass Sie zuvor eine Banane gegessen haben!

Die Zunge – das Spiegelbild Ihrer Gesundheit

Nach der Pulsmessung betrachtet der TCM-Therapeut Ihre Zunge: Ist sie geschwollen, sind Zahneindrücke sichtbar, haben sich Beläge gebildet? So spricht eine geschwollene Zunge mit Zahneindrücken an den Rändern für ein schwaches Qi der Milz. Ein gelblicher Belag deutet auf Hitze im Magen, ein dicker weißer Belag dagegen auf Kälte im Magen hin (siehe Abb. oben). Zu viel Hitze kann der Therapeut z. B. durch Akupunktur ableiten. Zu viel Kälte lässt sich durch eine Moxibustion über den zugehörigen Akupunkturpunkten  oder durch wärmende Kräutermischungen ausgleichen. Zusätzlich wird Ihnen der Therapeut bestimmte Atem- und Bewegungsübungen aus dem Qi Gong ans Herz legen, mit denen Sie den Fluss Ihres Qi unterstützen.

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